Recht auf Vergessenwerden: Japanisches Gericht ordnet Löschung von Suchergebnissen bei Google an

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In Europa fügt sich Google bereits dem Recht auf Vergessenwerden, indem der Suchmaschinen-Gigant Suchergebnisse, die auf persönliche Daten verlinken, auf Antrag löscht. Wer also seinen Namen googlet und auf Peinlichkeiten aus der Vergangenheit stößt, kann Google um die Löschung des Suchmaschinen-Eintrags bitten. In Japan übernimmt das mehr oder weniger ein Gericht ...

Das Bezirksgericht von Saitama hat kürzlich eine solche Entscheidung gefällt und die Löschung eines Eintrags angeordnet. Das entsprechende Suchergebnis bezog sich auf einen Mann, der vor drei Jahren eine Minderjährige belästigte und im Zuge dessen mit einer Geldstrafe von 500.000 Yen (ca. 3.600 Euro) belegt wurde. „Er empfindet tiefe Reue über den Vorfall und führt jetzt ein neues Leben“, so der Anwalt des Betroffenen. „Die Suchergebnisse hindern ihn daran, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.“

Das Bezirksgericht stimmte der Argumentation des Anwalts zu, dass die entstehenden Nachteile für den Mann schwerer wiegten als das öffentliche Interesse an dem Fall. Google hatte gegen die Löschung argumentiert, weil die Straftat sowohl von der internationalen Gemeinschaft als auch von Eltern viel Aufmerksamkeit erhielt.

Tags :Quellen:Mainichi.jpVia:ubergizmo.com

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