Fritz Box 7430 soll euch All-IP-Telefonie mit der Telekom ermöglichen

(Bild: AVM)

Werdet ihr bald mit eurem Telekom-Telefonanschluss auf All-IP umgestellt? Dann habt ihr sicherlich schon von den massiven Problemen gehört, die manche Anwender haben. AVM will mit der FritzBox 7430 zumindest auf Hardwareseite gegensteuern. Die Box ist für die Telefonie mit der Deutschen Telekom geeignet - sogar eine Anleitung von AVM wird angeboten.

Wer künftig mit der Telekom telefonieren will, wird zwangsweise auf VoIP umgestellt. Das alte ISDN-Netz wird nach und nach abgeschaltet. Das hat auch Konsequenzen für euren Telefonanschluss, denn mit Splitter und DSL-Modem kommt ihr künftig nicht mehr weiter. Wer nun nicht unbedingt Telekom-Hardware kaufen will, sollte einmal die Fritz Box 7430 von AVM ansehen.

Der neueste WLAN-Router des deutschen Herstellers soll jetzt und den Handel kommen. Er wurde schon zur CeBiT vorgestellt. Mit 130 Euro kostet er nicht die Welt und unterstützt nicht nur DSL sondern sogar VDSL-Vectoring mit bis zu 100 Mbit/s. WLAN kann das Gerät natürlich auch, allerdings nur WLAN N (bis 450 MBit/s brutto, 2,4 GHz) und nicht mit 5 GHz. Auch WLAN-AC geht leider nicht. Außerdem ist 4 x Fast Ethernet eingebaut und eine integrierte DECT-Basis für bis zu 6 Schnurlostelefone findet in dem roten Gehäuse auch noch Platz. Die Schnittstellenausstattung wird komplettiert durch einen a/b-Port für analoges Telefon, IP-Telefone, Anrufbeantworter oder ein Fax. Einen S0-Bus gibt es nicht.

Anleitung für FritzBox und All IP der Telekom veröffentlicht

Der Router ist für die IP-Telefonie mit der Deutschen Telekom ausgelegt. Die Telekom will ihr Netz bis Ende 2018 auf All-IP umzustellen, so dass diese Problematik auch auf euch zukommen wird. Wie man die Fritzbox damit nutzt, zeigt AVM auf einer extra dafür eingerichteten Website sehr ausführlich.

Zu den weiteren Komfortmerkmalen gehören zum Beispiel fünf integrierte Anrufbeantworter inklusive E-Mail-Weiterleitung, eine Faxfunktion inklusive E-Mail-Weiterleitung, Rufumleitung, interne Rufe, Dreierkonferenzen, Vermitteln, sowie Rufnummern- und Klingelsperre, Weckruf und die Babyfon-Funktion.

Mit der Unterstützung für HD-Telefonie soll ein natürliches Klangbild gewährleistet werden. Die Telekom verspricht diese Funktion für ihr Netz auch bei den neuen, IP-basierenden Anschlüssen.

Für iPhones mit mindestens iOS 4 und Android-Geräte ab Version 2.1 des Betriebssystems steht auch eine Telefonie-App bereit, über die Nutzer dann via WLAN telefonieren können. Die Funktion DECT Eco gewährleistet zudem die Abschaltung in Zeiten, in denen die Funktechnologie nicht benötigt wird.

Über seine Firmware Fritz OS stellt AVM auch bei dem neuen Router die gewohnten Funktionen zur Verfügung. Er kann so als Mediaserver mittels SMB, FTP und UPnP AV im Heimnetz Musik, Bilder und Videos zur Verfügung stellen, bietet via MyFritz von unterwegs sicheren Zugriff und per Fritz NAS auf alle Dateien im Netzwerk. Kindersicherung und Gastzugang gehören ebenfalls dazu.

Für Fritz OS hat AVM für Herbst eine neue Version (Fritz OS 6.35) in Aussicht gestellt. Sie wird dann voraussichtlich wie ihr Vorgänger schrittweise zunächst für aktuelle, später dann auch für ältere Modelle verteilt. Wie gewohnt, kann eine Vorabversion bereits ausprobiert werden. Neu darin ist eine praktische Heimnetzübersicht, in der sich alle mit dem Router verbundenen Geräte anzeigen lassen. Über sie können künftig zudem auch weitere AVM-Produkte, etwa DECT-Telefone oder WLAN-Repeater mit einem Update versorgt werden.

Eine Funktion zur Analyse des Funkverkehrs im WLAN zeigt Einflüsse durch Funknetze in der Umgebung auf. Diese Information hilft Nutzern dann, über die Oberfläche auch gleich den für sie besten Kanal zu wählen. Außerdem kann die durch die Kindersicherung festgelegte Surfzeit künftig per Ticket spontan verlängert werden.

Die Steuerung der Fritz- Box von Mobilgeräten aus vereinfacht das neue, responsive Design der Benutzeroberfläche: Das heißt, sie passt sich der Größe des jeweils genutzten Displays an. Bei den Bemühungen, seine Router zur Steuerungszentrale im Smart Home zu machen, kommt AVM mit der im kommenden Fritz OS gebotenen, erweiterte Integration von Türsprechanlagen einen Schritt voran. Mit ihr werden auch IP-Türsprechanlagen direkt unterstützt, analoge Gegensprechanlagen lassen sich zudem bald mit IP-Kameras verbinden. Das von der IP-Türsprechanlage oder der IP-Kamera aufgenommene Bild kann künftig dann zum Beispiel auf einem Fritz Fon angezeigt werden. Ist es die richtige Person, lässt sich die Tür dann über das AVM-Telefon auch öffnen.

Tags :Quellen:Mit Material von Peter Marwan, ITEspresso.de
  1. Alle Fritzboxen mit AnnexJ und Telefonfunktion können mit einem Telekomanschluss genutzt werden. Die Telekom Hotline rät einem sogar z.B. zu entsprechenden Modellen von AVM, wenn man nicht den einzig verbliebenen Speedport 724V seitens der Telekom nutzen will.

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