Kein Regenbogen in Sicht: Google und Samsung sperren LGBT-Apps in Südkorea

LGBT-Apps im Google Play Store (Bild: Google)

Während Facebook in den USA in Regenbogenfarben erstrahlt, sieht sich die digital aktive LGBT-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) in Südkorea einigen Hürden gegenübergestellt: Wie Buzzfeed News berichtet, sperren dort Samsung und Google bereits seit einigen Jahren beliebte Sozial-Networking-Apps aus der Schwulen- und Lesbenszene.

Die Entwickler der Dating-App Hornet, die sich speziell an Homosexuelle richtet, hatten 2013 einen Antrag gestellt, um ihre App im Store von Samsung zu platzieren. Der südkoreanische Smartphone-Gigant hatte den Antrag unter Berufung auf „regionale Gesetze und Bräuche“ abgelehnt. Gegenüber Buzzfeed News bestätigte Samsung, dass die Freischaltung solcher Inhalte für jedes Land separat entschieden wird. Hornet ist aktuell auch in anderen Ländern nicht verfügbar, darunter Island, Argentinien und Syrien.

Andere Apps dieser Art sind zumindest im südkoreanischen Google Play Store erhältlich, außer die sehr populäre App Jack’d. Google hatte die App bereits vor einigen Jahren aus dem Store geschmissen – ohne die Entwickler darüber zu informieren. Auf Anfrage von Buzzfeed News gab das sonst sehr transparente Unternehmen an, über einzelne Apps keine Auskünfte geben zu können. Aktivisten der LGBT-Community vermuten, dass die südkoreanische Regierung das Entfernen der Inhalte angeordnet hatte.

Im App-Store von Apple seien laut Buzzfeed alle LGBT-Apps enthalten. Der Marktanteil von Apple liegt in dem von Android dominierten Land jedoch nur bei rund 15 Prozent.

Samsung Galaxy Note Edge

Bild 1 von 9

Ein seitlich gekrümmter Bildschirm - not bad.

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Tags :Quellen:Buzzfeed NewsVia:Ubergizmo.com

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