Smartphone Arrows NX F-04G mit Infrarot-Irisscanner von Osram

(Bild: Fujitsu)

Mit Hilfe von Infrarot-Technologie ist erstmals die Entsperrung mobiler Geräte durch Scannen der Iris möglich. Eingesetzt wird diese im Smartphone Arrows NX F-04G von Fujitsu. Ein wichtiges Element ist dabei eine LED, die von Osram stammt und das Auge mit Infrarotlicht beleuchtet.

Das Fujitsu-Smartphone Arrows NX F-04G erkennt seinen Besitzer an seinen Augen. Dazu wurde ein Iris-Scanner eingebaut, der mit Infrarotlicht arbeitet. Vertrieben wird das Smartphone vom japanischen Telekommunikationsunternehmen NTT Docomo. Das bisher nur in Japan erhältliche Gerät ist das weltweit erste für Endverbraucher mit dieser Funktion. Als Lichtquelle dienen infrarote Leuchtdioden (IRED) von Osram. Das Smartphone verfügt über ein 5,2 Zoll großes Display sowie 3 GByte RAM und einen Speicher von 32 GByte.

Die Leuchtdiode Oslux SFH 4780S der Osram-Tochter Opto Semiconductors ist nur 2,4 Millimeter hoch und weist eine Wellenlänge von 810 Nanometern (nm) auf. Diese macht es möglich, dass der Iris-Scanner das Iris-Muster aller Augenfarben – von braun über blau, grün und grau – erkennt.

(Bild: Fujitsu)

Das sichere Entsperren von Mobiltelefonen oder Tablet-Computern dürfte immer wichtiger werden, da vermehrt Anwendungen wie Online-Banking oder auch Einkäufe über diese Geräte getätigt werden – da möchte man natürlich nicht, dass Unbefugte mit dem Gerät Unfug treiben können.

Deshalb gewinnen biometrische Identifizierungsverfahren an Bedeutung: Neben Fingerabdruck-Scans liegt das Augenmerk einiger Hersteller nach Angaben von Osram derzeit auf dem Iris-Scanner. Bei dieser neuen biometrischen Entsperrtechnik wird das Auge mit infrarotem Licht beleuchtet. Gleichzeitig nimmt die Kamera des Geräts ein Bild der Iris auf, in dem charakteristische Merkmale identifiziert werden.
(Bild: Osram)
Allerdings dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch der Iris-Scan von Hackern umgangen wird. Aus Sicherheitsgründen hinterlegen Iris-Scanner kein vollständiges Bild des Auges, sondern nur einen Code, der aus rund Tausenden von Punkten besteht, die als Vergleichsdaten dienen. Einem Forscherteam der Universidad Autonoma de Madrid ist es schon 2012 gelungen, aus acht von zehn solcher kodierter Muster Iris-Aufnahmen so rekonstruiert, die von den Scannern akzeptiert werden.

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