Minecraft-Erfinder vergleicht Free2Play-Games mit Heroin und fordert Verbot

(Bild: Shutterstock)

Über Twitter hat der Erfinder des Klötzchenspiels Minecraft, Markus "Notch" Persson, seinen Unmut über ein Thema geäußert, das vielen Zockern ein Dorn im Auge ist: Free2Play. Er spricht sich klar gegen die Finanzierungspolitik solcher Spiele aus, vergleicht ihr Lockvogelsystem mit Heroin und fordert schließlich ein Verbot desselben. Bedingt zurecht, wie wir finden.

Auslöser für die Diskussion, der diese Äußerungen entstammen, ist ein Tweet des “Duke Nukem”-Entwicklers George Broussard. Darin behauptete er, Gegner des Free2Play-Systems müssten früher oder später einfach über ihren Schatten springen. Persson sprach sich vehement dagegen aus: “Scheiß auf diesen Unsinn. Free to Play ist eine Lockvogeltaktik und sollte illegal sein.” In die anschließend entfachte Diskussion, die komplett auf Twitter nachgelesen werden kann, mischten sich auch andere Entwickler ein. Darunter der CEO und Präsident des Gearbox Studios Randy Pitchford.

 

Er ruft zu differenzierterem Denken auf und vertritt die Meinung, dass Free2Play nicht von Grund auf schlecht sei, da die Spiele ja grundlegend kostenlos sind. Der Minecraft-Erfindet blieb jedoch bei seiner Auffassung: “Alle, die statt ‘Ingame-Käufe’ die Phrase ‘Free-2-Play’ verwenden, sind Betrüger.” Persson zufolge berge diese Art der Finanzierung ein hohes Suchtpotenzial, das er mit einer Spiel- oder Heroinsucht vergleicht. Den zusehens ins Infantile abgleitenden Streit beendete Markus Persson damit, dass er ankündigte, Broussard künftig nicht mehr zu folgen.

Lies auch: Der Mobile-Markt wird Nintendos Schicksal nicht besiegeln [Kommentar]

Wir sind der Meinung, dass Free2Play tatsächlich ein Leid ist. Doch man muss jeden Fall für sich beurteilen. Der Gesamteindruck hängt stark von der individuellen Beschaffenheit des Spiels ab. Einige Free2Play-Spiele, oder Free2Start, wie der verstorbene Nintendo-Chef Satoru Iwata sie aufgrund ihres ihm zufolge irreführenden Namens lieber nannte, bieten durchaus faire Systeme an, die einen vollkommenen Verzicht – selbst für Ungeduldige – von Mikrotransaktionen ermöglichen. Ein solches Beispiel ist Pokémon Rumble World.

Tags :Quellen:TwitterVia:Der Standard.at

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising