WLAN für alle: Düsseldorf bekommt kostenloses Netz ab August

(Bild: Shutterstock)

Das ist doch mal was! Düsseldorf bekommt ab August ein aus Werbeeinnahmen finanziertes kostenloses WLAN-Netz zur Verfügung gestellt. Nach dem Start in der Innenstadt soll das Gratisangebot nach und nach auf Außenbezirke ausgeweitet werden. Daran könnten sich andere Städte ein Beispiel nehmen.

Am kommenden Freitag, den 17. August findet eine Infoveranstaltung der nordrhein-westfälischen Landeshauptstatt mit zusätzlichen Einzelheiten zu dem geplanten Projekt statt. Fest steht allerdings schon, dass das Highspeed-Datenvolumen mit bis zu 10 MBit/s auf 100 MByte pro Tag limitiert sein wird. Die Finanzierung des Netzes klingt bis jetzt auch für die ansässige Wirtschaft lohnend. Hinter dem WifiSpot steht laut RP Online der Kabelnetzbetreiber Unitymedia. Bei der Anmeldung auf der Startseite sollen Nutzer unter anderem Inserate lokaler Unternehmen und Gastronomen gezeigt werden.

Schon jetzt betreibt die Wall AG ein kostenloses WLAN-Netz in der Düsseldorfer Innenstadt, dessen 50 Zugangspunkte in von ihr aufgestellten Werbesäulen integriert sind. Einen weiteren Ausbau dieses Netzes plant sie allerdings nicht.

Lies auch: Japans Mount Fuji bekommt kostenloses WLAN

Der in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen aktive Kabelnetzbetreiber Unitymedia hatte kürzlich auf der Fachmesse ANGA COM in Köln den Aufbau eines WLAN-Hotspot-Netzes angekündigt. Ab August wolle er erste ausgewählte Innenstädte in seinem Verbreitungsgebiet mit kostenlosen öffentlichen WLAN-Zugängen ausstatten. Bis Ende des Jahres soll das neue Angebot namens WifiSpot dann schon rund 100 Städte umfassen.

Voraussichtlich ab Ende des Jahres will es Unitymedia außerdem seinen Kunden ermöglichen, die WLAN-Infrastruktur ohne Zeit- und Volumenbegrenzung mit bis zu fünf Geräten gleichzeitig zu nutzen. Mit seinen WifiSpots eifert Unitymedia dem Konkurrenten Kabel Deutschland nach, der seit 2013 zunächst in Bayern und dann auch in anderen Bundesländern ebenfalls ein WLAN-Hotspot-Netz aufgezogen hat. Dessen sogenannte Homespots konnten Kunden zunächst unbegrenzt und kostenlos nutzen. Für andere Personen war und ist die Zeit, in der gratis gesurft werden kann, auf 30 Minuten pro Tag begrenzt. Mit deutlich erhöhter Zahl der Zugangspunkte machte Kabel Deutschland im Mai 2014 den zeitlich unbegrenzten Zugang kostenpflichtig.

Lies auch: Apple beantragt Patent für WLAN-Schlüsselanhänger

Reicht bestimmt nicht, um Filme und Serien zu streamen, aber zweifelsfrei könnte das Projekt helfen, auch finanziell Schwachen die Pforten ins Netz zu öffnen. Letzten Endes hängt der Erfolg davon ab, wie flächendeckend das kostenlose Netz sein wird. Denn unter uns: Ich habe den Homespot meines Routers deaktiviert.

Tags :Quellen:RP OnlineVia:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising