„VR-Games sind Modeerscheinung“: Deus Ex-Schöpfer hält Virtual Reality nur für Hype

(Bild: Kickstarter)

"Niemand will albern aussehen." - Geht es nach Deus Ex-Erfinder Warren Spector, sind VR-Games Geschichte, noch bevor sie überhaupt den Markt durchdringen. Er betrachtet die Technologie nicht als Zukunft der Unterhaltungsbranche, sondern als aufgesetzten Hype. In einem Interview mit Gameindustry lässt der Entwickler seinen Gedanken zur Virtual Reality freien Lauf.

Warren Spector ist der festen Überzeugung, dass es sich bei Virtual Reality um eine „Modeerscheinung“ handelt. Die Chancen, dass sich ein „albern“ aussehendes Headset in der Spieleindustrie durchsetzt, stehen seiner Meinung nach schlecht. Wie Oculus Rift-Erfinder Palmer Luckey ist er viel mehr der Überzeugung, dass VR anderweitig seinen Weg finden wird.

Niemand will albern aussehen

„Ich habe meine Meinung nicht geändert, wonach VR eine Modeerscheinung ist. Ich denke, es wird Interesse unter Hardcore-Gamern wecken“, so Spector, räumt aber ein: „Ich sehe große Chancen in VR für Social Media und virtuelle Meetings, Ausbildungen oder in verrückten Dingen, wie den Umgang mit Phobien. Aber für Entertainment? Das sehe ich einfach nicht kommen. Ich denke, die meisten Menschen wollen nicht albern aussehen (jeder sieht mit einem VR-Headset dämlich aus) und die meisten wollen sich selbst nicht von der Außenwelt isolieren. Ich meine, wenn sich jemand von hinten mit einem Baseballschläger an mich heranschleicht, dann möchte ich das wissen. Wissen Sie was ich meine? Und lassen Sie uns nicht über das Übelkeitsgefühl sprechen.“

Obwohl Spector bereits in den 90ern Erfahrung mit der Entwicklung von VR-Games machen konnte, hat er beim erneuten Aufflammen der Industrie an diesem Thema sein Interesse an der Virtuellen Realität verloren. Mit Spannung fiebert er allerdings den Entwicklungen der Augmented Reality entgegen, denn anders als bei VR wird in AR die Realität nicht ausgeblendet, sondern mittels spezieller Brillen wie Google Glass oder HoloLens um virtuelle Elemente erweitert. Trotzdem sehen die dafür notwendigen Wearables bis dato kaum modischer aus. Natürlich lässt sich die Zukuft der Technologie nach aktuellem Stand schwer einschätzen, dafür müssen erste Spiele erst einmal ihren Weg in die Masse finden. Bisher klingt Spectors Auffassung allerdings viel mehr nach einem nicht verarbeiteten Baseball-Trauma.

Das vollständige Interview inklusive Spectors Einstellung zu Spielefortsetzungen könnt ihr auf Gamesindustry nachlesen.

VR-Brillen

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Gear VR
Samsungs Los im Topf nennt sich Gear VR und wurde auf der IFA 2014 in Berlin vorgestellt. Der recht hübsch anzusehende Aufsatz ist zum Verdruss vieler nur mit Samsungs Phablet-König, dem Galaxy Note 4, kompatibel. Das schafft eine Auflösung von 2.560 mal 1.440 Pixel und machte uns beim Testen dafür richtig Spaß. Noch ist die Gear aber nichts für den Massenmarkt, geschuldet der Beschränkung aufs Note 4 sowie dem recht hohen Preis von rund 200 US-Dollar.

Tags :Quellen:Gamesindustry
  1. Da hat er recht. Wenn ich game achte ich auf meinen Style. Wenn der nicht zum tragen kommt, fange ich erst garnicht an damit. Egal, ob ich alleine bin oder nicht. Aber da wir alle generell zuviele Freunde haben, die konstant um einen kreisen, möchte man ja auch nicht blöd aussehen. Recht hat er. Was für ein Honk.

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