Fallout 4: Spieler sollen die Erfahrung machen, alles zu verlieren

(Bild: Bethesda).

Fallout 4-Produzent Todd Howard spricht in einem Interview über Storydetails und den Entwicklungsprozess des ungeduldig erwarteten Titels von Bethesda. Die Geschichte knüpft demnach an die Ereignisse von Fallout 3 an und soll den Spieler tiefer treffen als je zuvor. Bevor der radioaktive Regen wieder rieselt, vergehen noch gut vier Monate.

Das Spiel beginnt in einem alternativen Boston im Jahr 2075, also vor dem verheerenden Atomkrieg, der die Erde verwüstet hat. Die Stimmung schwankt zwischen Optimismus und Angst nach dem zweiten Weltkrieg. 200 Jahre später befindet sich der Protagonist in der Stadt beziehungsweise ihren Überresten. Menschen leben in Notunterkünften und in Angst vor Mutanten und Plünderern. Kenner der Serie werden erkennen, dass Fallout 4 an den Vorgänger anknüpft. So werden laut Todd Howard beispielsweise die Commonwealth-Institute wieder zu sehen sein.

Der Prolog der Vorstadtidylle dient nur dazu dem Spieler das Gefühl des Verlustes zu vermitteln. „Es ist wichtig für uns, euch Einblick in diese Welt zu geben, damit ihr beim Verlassen des Vaults 111 ein Verlustgefühl verspürt und euch wünscht, die Welt wäre wieder so wie sie war. Es geht darum, am Anfang zu stehen und alles verloren zu haben.“ Bei Vault 111 handelt es such um einen Schutzbunker vor dem Atomkrieg. Der Protagonist ist der einzige überlebende Bewohner desselben. Einflüsse im Gamedesign gehen Howard zufolge auf den Futurismus der 50er- und 60er-Jahre zurück, eine Mischung aus suburbanem Flair, Vorzügen hoch entwickelter Technologie und nuklearer Paranoia.

Verbesserungen und Bewährtes vereinen

Fallout 4 möchte alles besser machen, aber bewährte Elemente beibehalten. So wurde das V.A.T.S.-Zielsystem für First- und Third-Person-Kämpfe verbessert und dynamischer gestaltet. Statt eines Stopps für Entscheidungen wie im Vorgänger, wird der Spieler in eine Zeitlupe versetzt. „Es ist ein bisschen mehr unter deiner Kontrolle, nicht viel, aber genug, damit es sich etwas besser anfühlt“, so Howard. Außerdem können Gegenstände aus der Umgebung genutzt werden, um Waffen oder ähnliches herzustellen und Siedlungen verwaltet werden.

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(Bild: twitter.com)

Wie in den Vorgängern möchte man dagegen in Fallout 4 auf komplette Synchronisation setzen. Ebenso stehen wie bisher eigene Entscheidungen im Fokus. Erstmals wird auch der Protagonist vollständig von einer Synchronstimme beseelt. Dahinter steckt ein enormer Arbeitsaufwand. Um alle Dialogoptionen (vertextet über 13.000 Zeilen) aufzuzeichnen waren zwei Jahre notwendig. Außerdem wird sich das Spiel je nach Geschlechtswahl etwas anders anfühlen, da die Stimmen von Brian T. Delaney und Courtenay Taylor manche Passagen anders interpretiert haben.

Und ein Sahnehäubchen ganz zum Schluss: Da sich die Technik in PCs und Konsolen immer weiter annähert, können Entwickler von Bethsoft erstmals an einem einheitlichen System für Modifikationen arbeiten. Das bedeutet, das usergenerierte Mods künftig auch auf Konsolenversionen verschiedener Titel übertragen werden können.

Fallout 4 erscheint am 10. November für PS4, PC und Xbox One.

Tags :Quellen:The TelegraphVia:DerStandard.at

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