Test: Batman Arkham Knight – das spannungsgeladenste Blockbuster-Game 2015

(Screenshot: ubergizmo.de)

Epische Straßenkämpfe, ordentlich Faustgewalt, spielfilmreife Sequenzen und ein übermächtiges Batmobil - wer für laue Sommernächte eine spannungsgeladene Unterhaltung sucht, der sollte sich rasch Batman: Arkham Knight zulegen. Vorsicht, Spoiler!

Batman: Arkham Knight im Detail

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Batman: Arkham Knight
Alles neu, ...

Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, würde ich den vierten Teil der Gaming-Serie von Batman als eines der besten Games diesen Jahres bezeichnen. Vorausgesetzt ihr könnt der Fledermaus etwas abgewinnen, seit mindestens 16 Jahre alt und steht auf Prügeleien in exzellenter Grafik.

Nun stürzen wir uns aber ohne großes Gerede in die Details rund um den Singleplayer (Xbox One) von Batman: Arkham Knight. Schnallt euch an, macht euch auf ein paar kleine Spoiler gefasst und los gehts!

Die Story: Alle guten Dinge sind vier

Ein irrer Wissenschaftler, der gerne mit Gas seinen Feinden das Fürchten lehrt, plant ein großes Freiluft-Experiment über die Stadtgrenzen von Gotham hinaus. Natürlich haben aber die Bewohner etwas dagegen und dank der Hilflosigkeit der Polizei ist es nun einmal mehr an der Zeit Batman nach Hilfe zu fragen.

Nach Arkham Asylum, City und Origins geht es mit Arkham Knight wohl in die letzte Sequenz der Batman Arkham Gaming-Serie. So sieht man gleich zu Beginn von Arkham Knight den Joker brennen. Die Story des letzten Spiels ist also abgeschlossen. Neun Monate nach dem Ereignis steigen wir nun in die Geschichte von Arkham Knight ein. Natürlich darf in diesem Zuge auch kein neuer Gegner fehlen. Und natürlich bekommen wir es mit ganz neuen Gegnern zu tun. Neben dem bekannten Bösewicht Scarecrow, der ab der ersten Minute das Game dominiert, dauert es aber einige Zeit bis wir auf den eigentlichen Namensgeber des Spiels treffen.

Denn Batmans größter Widersacher in dem Game ist der Arkham Knight. Der unbekannte, aber äußerst mächtige, Krieger stellt den eigentlichen Feind Scarecrow fast schon in den Schatten. So muss man sich im Laufe des Spiels Horden von Maschinen und Soldaten stellen, die der Knight einem in den Weg stellt. Das hält natürlich ziemlich auf und so kann Scarecrow nach und nach seinen Plan erfüllen, ohne durch uns gestört zu werden.

Mit Blick auf die Story bietet Batman: Arkham Knight also ein bombastisches Finale, welches die bisherigen Gefahren der vorherigen Spiele nochmals ordentlich in den Schatten stellt. Spieler, die allerdings direkt mit Arkham Knight starten, ohne die Vorgänger gespielt zu haben, werden manchmal Mühen haben dem Inhalt zu folgen. So werden nicht nur Charaktere und Situationen von den Entwicklern vorausgesetzt, auch Waffen und Ausrüstungsgegenstände werden nicht wirklich erklärt. Mit der Zeit lernt der Batman-Neuling aber auch in Arkham Knight, wie und warum die Dinge so laufen wie sie laufen.

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Gameplay mit Spielfilm-Potential

GTA trifft auf Gotham City. Das neue Batmobil der Fledermaus dominiert das Spiel in großen Ausmaßen. Während wir uns zwar auch schwingend und fliegend durch Gotham City bewegen können, ist das Batmobil einfach die entspanntere Art ans Ziel zu gelangen. So kommt das gepanzerte Auto mit nur einem Klick um die Ecke und ist zum Einsteigen bereit. Gegner zu Fuß werden platt gefahren, Panzer und Autos mit dem integrierten Geschütz des Batmobils vernichtet.

Doch nicht nur bei der Fortbewegung ist das Batmobil in Arkham Knight omnipräsent. Während vieler Haupt- und Nebenmissionen muss man zwangsweise auf das Gefährt zurückgreifen um Tore zu Öffnen, feindliche Fahrzeuge auszuschalten oder Teile aus dem Weg zu schaffen. Mir persönlich gefällt diese Integration des Batmobil sehr gut. So wurde seitens der Entwickler auch stark darauf geachtet, dass es steht’s abwechslungsreiche Einsatzmöglichkeiten des Batmobils gibt.

(Screenshot: ubergizmo.de)

Doch auch bei der Missionsgestaltung dürfen sich Fans der Fledermaus auf viel Spannung freuen. Denn Gotham City ist nach dem Erstschlag von Scarecrow vollkommen verlassen. Bekannte und unbekannte Bösewichte spült es also massenweise ans Tageslicht. So bekommen wir nicht nur unzählige Aufgaben durch Scarecrow und den Arkham Knight, auch andere Feinde und Verrückte wie der Riddler, Two-Face, Poison Ivy und Co. machen dem Spieler mit haufenweise Nebenmissionen das Leben schwer.

Rundum kämpfen wir also mit viel Hau-Drauf-Gewalt als Batman und seine Sidekicks gegen den Abschaum von Gotham. Das Ganze verpackt Rocksteady Studios in ein filmreifes Game, welches mit vielen unaufdringlichen Zwischensequenzen für einen fesselnden Mix aus storylastigem Game und Spielfilm sorgt.

Das zerstörerischste Batmobil aller Zeiten

Ihr merkt, mich lässt das neue Batmobil nicht los. Deshalb bekommt es auch seine ganz persönliche Überschrift. Rocksteady hat bewiesen, dass Batman mit Batmobil einfach nochmal mehr Laune macht. Nachdem die vorherigen Games daher auf das Fahrzeug verzichtet haben, musste ein umso gewaltigeres Modell hervorgezaubert werden. So steht Batman ein „milliardenschwerer Panzer“ zur Seite – so zumindest die Aussagen unzähliger Bösewichte im Spiel.

Vom Design her kommt er einem überdimensioniertem Sportwagen sehr nahe. Neben ordentlich Power unter der Haube sorgt aber hauptsächlich die Panzer-Verwandlung für viel Freude. So verwandelt sich das Batmobil mit nur einem Klick in einen rollenden Geschützturm, der nebenbei noch über ein Maschinengewehr und eine Seilwinde verfügt. Zusätzlich wird das Batmobil im Laufe des Spiels noch modifiziert und erhält viele weitere vernichtende Features.

(Screenshot: ubergizmo.de)

Allein das Batmobil ist in Batman: Arkham Knight aber schon so vielseitig, dass man trotz häufiger Nutzung nicht in Langeweile gerät. So müssen Klippen mit einem Raketenantrieb überwunden werden, Gefangene werden im gepanzertem Kofferraum transportiert und neben so mancher Fahrt an Hauswänden knallt ihr jeden Feind in Verfolgungsjagden mit Raketen oder anderen Geschossen von der Straße. Meine persönlich größte Freude dabei: Rocksteady lässt euch wirklich unendlich ballern. Keine begrenzte Munition, keine unnötigen Aufladevorgänge bei besonderen Waffen.

Dennoch, in manchen Situationen wirkt das Batmobil zu stark. So viel Freude es auch bereitet das Gefährt zu nutzen, oft fehlt der Reiz, denn in Kämpfen gewinnt man ohne Anstrengung. Das kann letztendlich dann auch etwas langweilig werden, denn das taktische Gefühl geht gänzlich durch die Übermacht des Batmobils verloren.

Levelaufstieg: Batman wird Badass

Gewalt wird belohnt. Wer in Batman: Arkham Knight viel prügelt, fleißig Tastenkombinationen tippt und brav alle Gegner in den Untergrund zurück spült, der bekommt Waynetech-Verbesserungspunkte als Entlohnung. Mit den Punkten könnt ihr Fähigkeiten, Gadgets, Ausrüstungsteile und das Batmobil aufrüsten. Gleichzeitig bietet euch der hauseigene Konzern Waynetech auch die Möglichkeit die Verbesserungen zu testen und damit zu trainieren.

Schafft ihr also einen Levelaufstieg und habt eure Punkte verteilt, könnt ihr von eurer aktuellen Position in Gotham trainieren. Ein Hologramm-Zaun wird gezogen und schon lehrt euch eine freundliche Frauenstimme die Vorteile der Verbesserungen. Gerade in Hinblick auf die sowieso schon sehr wenig erklärten Waffen, Gadgets und Fähigkeiten könnt ihr so in kurzen Sequenzen vieles dazulernen. Nach und nach macht ihr euch dadurch mit dem Batsuit, Attacken und Moves vertraut, ohne im Spielfluss wirklich unterbrochen zu werden.

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Spaßfaktor über unzählige Stunden

Um euch relativ schnell einen Testbericht zum Game vorzeigen zu können, habe ich mich entschieden das Spiel auf der Stufe „leicht“ zu bewältigen. Natürlich kommt man hier nur sehr (wirklich sehr) selten in Gefahr. Doch immerhin braucht man trotzdem gut seine 45 Stunden um alleine die Hauptmissionen durchzubekommen. Mit Nebenmissionen und anspruchsvollerem Schwierigkeitsgrad solltet ihr also gut mit 60+ Stunden Spielspaß rechnen können.

Und dabei hat es Rocksteady Studios tatsächlich auch wirklich geschafft den Spaß über das gesamte Game erhalten zu können. Die unzähligen Nebenmissionen, Detektivarbeiten, Rasereien mit dem Batmobil und Schlägereien in den Straßen Gothams werden nie wirklich langweilig. Sequenzen und Handlungen wiederholen sich nur sehr selten und die fantastischen Zwischensequenzen mit hoher Bildgewalt und interessanten Dialogen lassen es eigentlich nicht zu das Game irgendwann gelangweilt in die Ecke zu werfen.

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Fazit

Ich hoffe, dass ich euch von dem Spiel etwas überzeugen konnte. Selten hat mich ein Game so sehr mitgerissen und über Tage gefesselt. Wer zur eintönigen Game-Landschaft aus fantasielosen Ego-Shootern, sich wiederholenden Rollenspielen und Rennspielen eine echte Abwechslung sucht, der ist mit Batman: Arkham Knight mehr als gut bedient. Hier vereinen sich eine fesselnde Story und äußerst abwechslungsreiche Aufgaben unter einem Dach mit fantastischer Grafik.

Arkham Knight lässt dabei nicht nur eiserne Fans auf seine Kosten kommen, auch Batman-Neulinge wie ich (zumindest bei den Games) genießen einen spannungsgeladenen Blockbuster. Viele DLCs scheinen zudem schon in den Startlöchern zu stehen, soweit ich das über die vielen Pressemitteilungen der letzten Wochen verfolgen konnte. Und dann habt ihr auch noch einen Multiplayer, der euch online gegen eure Freunde antreten lässt.

(Screenshot: ubergizmo.de)

So hat das Spiel meiner Meinung nach eindeutig seine fünf von fünf Sterne in unserem Ranking verdient. Als Blog für digital Lifestyle sind wir bei Übergizmo weniger für tabellarische Auswertungen und Bewertungen zuständig, das machen dann die Kollegen auf Gaming-Webseiten. Doch das Gesamtbild von Batman: Arkham Knight ist in jeder Hinsicht stimmig und bietet einen tollen Mix aus Spielspaß, filmreifen Elementen und atemberaubender Grafik.

plusEine würdige Story fürs Finale

plusVielseitiges Gameplay

plusUnzählige Missionen

plusViele bekannte Schurken und Freunde

plusFilmreife Zwischensequenzen

plusBombastische Grafik mit bildgewaltigen Explosionen und Co.

plusplusBatmobil!

minusTeilweise Schwierigkeiten für Batman-Neulinge

minusBatmobil zu kraftvoll

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    1. schon klar, aber in einem test zu nem spiel dürfte man ja wohl zumindest einen hinweis auf eine völlig unbrauchbare version erwarten.
      ansonsten netter test.

      1. Über den Hinweis auf die PC-Version habe ich mir im Vorfeld natürlich Gedanken gemacht. Doch im Testbericht ging es jetzt ausschließlich um das Game an sich und die Inhalte, sodass ich mich dazu entschlossen habe nicht innerhalb des Testberichtes auf die fehlerhafte PC-Version hinzuweisen. Stattdessen sollten unsere weiterführenden Links meiner Meinung nach für diesen Zweck ausreichen.

        Ich freue mich aber, wenn dir der Test gefallen hat ;-)

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