Baut Apple doch ein Auto? Fiat-Chrysler-Manager geht zu Apple

(Bild: Gizmodo.com)

Apple baut angeblich ein Auto - oder arbeitet man nur an der Verbesserung von Car Play? So richtig klar ist das nicht - und die erste Option wird durch einen interessanten Personalwechsel ein wenig wahrscheinlicher. Doug Betts, zuletzt bei Fiat Chrysler für die weltweite Qualitätssicherung verantwortlich, geht zu Apple.

Nach dem der für Qualität verantwortliche Fiat-Chrysler Manager Doug Betts zu Apple gewechselt ist, sind sich viele derjenigen, die Apples Ambitionen, ein Auto zu bauen, ins Lächerliche zogen, etwas ruhiger geworden. Denn neben Doug Betts sind auch andere Autospezialisten zu Apple gewechselt.

Betts ist eventuell der erste Autofachmann bei Apple, der über technische Kenntnisse hinaus praktische Erfahrungen mit der Fahrzeugproduktion hat. In seinem LinkedIn-Profil hebt er seine „Kernkompetenz in schlanker Produktion“ heraus. Seine neue Position bei Apple ist dort schlicht mit „Operations – Apple Inc.“ und dem Standort San Francisco angegeben. Mehr dazu verraten weder Betts noch sein neuer Arbeitgeber.

Doug Betts ist seit fast zwei Jahrzehnten in der Autoindustrie tätig und hatte dabei stets mit Produktqualität und Herstellung zu tun. Er begann seine Karriere als Manager bei Toyota und stieg später zum Vice President bei Nissan auf. Zu Chrysler kam er 2009 mit der Aufgabe, die in Vergleichsstudien schlecht bewertete Produktqualität des Herstellers zu steigern. Das schien in den ersten Jahren zu gelingen, aber 2014 landeten die Fiat-Chrysler-Marken in der in den USA vielbeachteten Verlässlichkeitsstudie von Consumer Reports erneut auf den letzten Plätzen. Der 51-jährige Betts verabschiedete sich daraufhin im Oktober 2014, um „sich anderen Interessen zu widmen“ – und jetzt bei Apple wieder aufzutauchen.

Wie das Wall Street Journal außerdem berichtet, lockte der iPhone-Hersteller früher in diesem Jahr Paul Furgale in seine Belegschaft, einen renommierten Wissenschaftler der ETH Zürich, der als ausgewiesener Spezialist für autonome Fahrzeuge gilt. Außerdem soll Apple zahlreiche Experten für Robotik und maschinelles Sehen für ein bislang geheimes Projekt angestellt haben.

Auch in der Akkubranche scheint Apple zu wildern, wie aus einem Rechtsstreit mit A123 Systems hervorging. A123 entwickelt und vertreibt unter anderem Lithium-Ionen-Akkus für Elektrofahrzeuge. Das Unternehmen verklagte den iPhone-Hersteller und warf ihm vor, gezielt wichtige Mitarbeiter abgeworben zu haben, um im großen Maßstab eine Akku-Sparte aufzubauen und mit ihm zu konkurrieren.

Ab Jahresanfang gab es Hinweise darauf, dass Apple reihenweise Mitarbeiter des kalifornischen Herstellers Tesla abwirbt, einem Pionier von Elektroautos der Oberklasse mit hoher Reichweite. Die Financial Times berichtete von einem geheimen Forschungslabor außerhalb des Apple-Hauptquartiers mit zahlreichen Top-Managern aus der Automobilbranche. Chef des Labors sei der Apple-Veteran Steve Zadesky, der schon die für den ersten iPod und das erste iPhone verantwortlichen Teams geleitet hat, aber auch mehrere Jahre beim Autohersteller Ford tätig war. Das Projekt soll unter dem Codenamen „Titan“ laufen, was ein deutlicher Hinweise auf ein ernsthaftes Engagement in der Automobilbranche sein könnte.

Bloomberg meldete später, dass Apple bis spätestens 2020 mit der Serienproduktion eines Elektroautos beginnen will. Aktuell bestehe das zuletzt stark gewachsene Team aus rund 200 Mitarbeitern. Zu den berichteten Neuzugängen gehörte auch Johann Jungwirth, der zuvor für die Forschungsabteilung von Mercedes-Benz im Silicon Valley verantwortlich zeichnete.

Ohne den geplanten Bau eines eigenen Fahrzeugs explizit zu bestätigen, legte ein führender Apple-Manager im Mai solche Pläne als fast unausweichlich nahe. „Das Auto ist das ultimative mobile Gerät“, ließ sich bei einer Technologiekonferenz Jeff Williams entlocken, Senior Vice President of Operations.

Tipp: Wie gut kennst Du Apple? Überprüfe Dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Tags :Quellen:Mit Material von ZDNet.de
  1. „für Qualität verantwortliche Fiat-Chrysler Manager Doug Betts “

    Na dann brauchen wir uns ja wirklich keine Sorgen machen :D :D :D

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising