Mother Drink sagt dir, ob du genügend getrunken hast

(Screenshot: NetMediaEuropa)

Mit dem Sensor des passenderweise "Mother" genannten Systems von Sen.se lassen sich verschiedenste Aktivitäten wie Sport, Anwesenheit im Eigenheim oder Schlaf tracken. Die nun veröffentlichte App Drink erweitert den Funktionsumfang des Sensors um die Kontrolle der zugeführten Flüssigkeitsmenge.

Der Durst nach mehr Technik und Vernetzung ließ schon Kinderarmbänder mit GPS-Modulen ausstatten und jetzt auch noch das: Ein smartes Gadget, das uns hilft, nicht zu verdursten. Man mag sich im ersten Moment vielleicht fragen, wie es die Menschheit ohne solche kleine Helfer so lange geschafft hat, doch tatsächlich hat Mother Drink einen kaum abzustreitenden Wert. Senioren in Altenheimen, Kinder oder auch zahlreiche andere Menschen, die unter Hitze leiden, tun sich schwer, ihren Wasserhaushalt unter Kontrolle zu halten und sind noch nicht oder nicht mehr im Bilde über die Menge an Flüssigkeit, die man täglich zu sich nehmen sollte.

Genau hier sollen die Sensoren, auch Motion Cookies genannt, zusammen mit der neuen App Drink, unterstützend zur Seite stehen. Der kleine Sensor wird dabei mit einem Gummiband an der Flasche befestigt und schätzt aufgrund der Bewegungen der Flasche, ob und wie viel getrunken beziehungsweise ausgeschenkt wurde. Die Höhe, auf der der Sensor befestigt wird, ist dabei „nicht unbedingt ausschlaggebend“, wie man mir mitteilte. Hundertprozentige Genauigkeit kann man zwar zunächst nicht erwarten, aber das System soll durch die Interaktion im Laufe der Zeit lernen.

(Bild: Sen.se)

Die Motion Cookies und die Mother-Basisstation in der Form einer Matroschka. (Bild: Sen.se)

Die App, in die zuvor die Größe der Flasche oder des Glases sowie die Menge, die täglich getrunken werden soll, eingegeben wurde, kann nun eine Tages-, Wochen-, Monats- und sogar Jahresübersicht erstellen, damit die Betroffenen, Familienangehörige oder Pfleger die Entwicklung beobachten können. Die Auswertung der Daten geschieht automatisch und die Kommunikation erfolgt – nicht direkt mit dem Smartphone – sondern über einen von Sen.se entwickelten, proprietären Radiostandard mit der Basisstation Mother. Die Reichweite der Cookies ist dabei so groß, wie die des WLANs. Sollte die Basisstation nicht in der Nähe sein, können die Cookies die Daten auch über 10 Tage speichern und übermitteln, sobald die Mother wieder in der Nähe ist. Zur Stromversorgung der Sensoren werden CR2016-Batterien verwendet.

Die russische Mama

Zentrales Element ist die Basisstation Mother, die 6,3 Zoll hoch ist und etwa ein halbes Kilogramm wiegt. Sie ist der Form einer Matroschka, einer der berühmten russischen Puppen, nachempfunden. Ihre Augen und ihr Mund leuchten bei erfolgreicher Verbindung mit dem Online-Account oder der Installation auf. Vor allem aber bündelt sie die Daten der Cookies und sendet sie über ein Ethernet-Kabel und den Router ins Netz.

Auf Wunsch verschickt Drink auch Benachrichtigungen per E-Mail, Anruf oder SMS, beispielsweise, dass man oder die Oma noch nicht genügend getrunken hat und lieber noch ein paar mal zum Glas greift. Die App selbst wird übrigens für Android- (ab 4.0) und iOS-Geräte (ab 6.1) verfügbar sein.

(Bild: Sen.se)

(Bild: Sen.se)

Wichtig ist natürlich, dass man die Flasche, an der der Sensor befestigt ist, auch den ganzen Tag über benutzt. Bei vielen verschiedenen Behältnissen wird es dann ein wenig aufwendiger und irgendwann auch teurer. Ein Pack, bestehend aus vier Sensoren und einer Mother-Basisstation, kostet nämlich 290 Euro, womit er wohl auch für nerdige Trinkspiele weniger geeignet ist. Dafür gibt´s aber auch eine ganze Menge anderer Anwendungen, die mit solchen Cookies möglich sind, zum Beispiel den klassischen Schrittzähler, eine Kontrolle der Medikamenteneinnahme sowie die Überwachung der Haustüre oder Zahnbürstenbenutzung und vieles mehr.

Ein sicheres System ist Drink aber leider trotzdem noch nicht. Renitente Senioren oder Kinder können die Getränke schließlich anstatt sie in den Mund zu kippen auch einfach dem nächsten Blumentopf zuführen. Prost, auf die Freiheit.

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