Große Mehrheit der Angestellten ist im Urlaub erreichbar

Smartphone am Esstisch: Fast 9 von 10 Deutschen finden es unhöflich, wenn ihr Gegenüber beim Essen immer wieder auf das Handy schaut. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/109984 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/E.ON Energie Deutschland GmbH/Stefan Morisse" (Bild: E.ON)

Wer kennt das nicht? Man bekommt E-Mails beruflicher Natur oder auf SMS beziehungsweise Anrufe - und beantwortet sie einfach. Das scheint ein Massenphänomen zu sein, wie nun der Branchenverband Bitkom ermittelt hat. Zwei Drittel der Angestellten in Deutschland nehmen im Urlaub dienstliche Anrufe entgegen.

Im Urlaub den Anruf vom Chef entgegennehmen oder im Hotelzimmer die beruflichen Mails checken – die große Mehrheit der Berufstätigen, die im Sommer in den Urlaub fahren, bleibt für Vorgesetzte, Kollegen oder Geschäftspartner erreichbar.

Sieben von zehn Beschäftigen (72 Prozent), die Urlaub machen, beantwortet dienstliche Anrufe, E-Mails oder Kurznachrichten wie SMS, WhatsApp-Nachrichten oder iMessages. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Anrufe nehmen zwei Drittel (66 Prozent) entgegen, auf Kurznachrichten reagieren 58 Prozent und E-Mails lesen und beantworten 48 Prozent.

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„Für Notfälle auch in den Ferien erreichbar zu sein, zeigt die hohe Identifikation vieler Beschäftigten mit ihrem Unternehmen, ihrem Team oder ihren Aufgaben“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Im Urlaub muss man aber auch einmal vollständig abschalten können. Die Unternehmen sollten gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Regeln entwickeln, wie der Erholungsbedarf der Mitarbeiter und die Leistungsfähigkeit der Organisation in ein gutes Gleichgewicht gebracht werden kann.“

Es gibt sie aber noch – die richtigen Offliner: Etwa jeder vierte Beschäftigte (28 Prozent) schaltet im Urlaub komplett ab. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den Altersgruppen. So sind Frauen (32 Prozent) häufiger nicht erreichbar als Männer (24 Prozent). Unter den Jüngeren bis 29 Jahre ist rund jeder Zweite (45 Prozent) dienstlich während der Ferien nicht erreichbar. Bei den Älteren sind es dagegen nur 24 Prozent. Für rund jeden fünften Berufstätigen (22 Prozent) stellt sich die Frage nach der Erreichbarkeit überhaupt nicht, weil er in diesem Sommer keinen Urlaub hat. Ob die aber dann zu Ostern, Weihnachten oder sonstwann trotzdem im Urlaub ans Handy gehen, wurde im Rahmen der Untersuchung nicht geklärt. Es würde uns verwundern, wenn es nicht genauso wäre wie im Sommerurlaub.

Und ihr? Seid ihr erreichbar? Lest oder beantwort ihr Firmen-E-Mails?

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  1. Ich denke, das kommt immer noch schwer auf den Job an.
    In meiner Branche wird meine Arbeit durch Kollegen aufgefangen, die haargenau das gleiche Tätigkeitsfeld haben. Es ist also einfach nicht nötig, dass ich im Urlaub erreichbar sein muss.

    Ich kenne es aber von Bekannten, dass sie als einzige ein Aufgabenfeld erfüllen und im Notfall eben bei ihm angerufen werden muss – egal wo er ist.

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