Hawking, Wozniak und Co. fordern Verbot autonomer Waffensysteme

(Bild: Shutterstock)

Kann künstliche Intelligenz in der Kriegsführung denn je ein Vorteil für die Menschheit sein? Sicher würden viele diese Frage verneinen, nun taten dies auch mehr als 1000 Experten aus den Bereichen Robotik und künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI). In einem offenen Brief, verfasst vom Future of Life Institute, fordern unter anderem Stephen Hawking, Tesla-CEO Elon Musik, Skype-Gründer Jaan Tallin und Apple-Gründer Steve Wozniak ein Verbot autonomer Waffensysteme.

Die Drohnenangriffe der USA im Nahen Osten und Afrika, die über tausende Kilometer ferngesteuert präzise Menschen töten und dabei zehn mal mehr Zivilisten um ihr Leben bringen, als Angriffe bemannter Kampfjets, sind nur der Vorgeschmack. Mit künstlicher Intelligenz ließe sich der Faktor Mensch seitens der Kriegsführung weiter reduzieren, seitens der potentiellen Opfer aber wohl einer umso gravierenderen Gefahr aussetzen.

Entwicklungen in den Bereichen Maschinenintelligenz und Robotik werden schon jetzt kontrovers diskutiert, beispielsweise die Auswirkungen von Kamera-Drohnen auf die Privatsphäre. Selbstfahrende Fahrzeuge haben wiederum das Potenzial, die Automobilindustrie zu revolutionieren – das Beispiel Fiat Chrysler zeigte zuletzt aber auch, dass Assistenz- und computergestützte Fahrzeugsysteme ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen können.

Der offene Brief definiert autonome Waffen als Systeme, die „ohne menschliche Einflussnahme Ziele aussuchen und bekämpfen können“. Die Forscher und Experten wenden sich also unter anderem gegen bewaffnete Quadrocopter, die Menschen aufspüren und töten können.

„Autonome Waffen sind ideal für Aufgaben wie Anschläge, Destabilisierung von Nationen, Unterdrückung der Bevölkerung und selektive Tötung bestimmter ethnischer Gruppen“, heißt es in dem Brief. „Wir sind deswegen überzeugt, dass ein Wettrüsten im Bereich künstlicher Intelligenz nicht zum Vorteil der Menschheit wäre.“

Ihre Forderung nach einem Verbot stützen die Unterzeichner auf den Regelungen, die seit Jahren für chemische und biologische Waffen existieren. „Genauso wie die meisten Chemiker und Biologen kein Interesse an der Entwicklung chemischer oder biologischer Waffen haben, haben auch die meisten AI-Forscher keine Interesse an Waffen mit künstlicher Intelligenz.“ Der Einsatz im Rüstungssektor könne zudem dem öffentlichen Ansehen der AI-Forschung schaden und deren künftige Vorteile für die Gesellschaft einschränken.

Schon im Mai 2014 hatte Stephen Hawking Zweifel an der langfristigen Beherrschbarkeit von künstlicher Intelligenz geäußert. Auch Bill Gates warnte im Januar vor „superintelligenten Maschinen„, die seiner Ansicht nach allerdings erst in mehreren Jahrzehnten zu einer Gefahr werden könnten.

Tags :Quellen:Bild: ShutterstockVia:Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Die weltweiten Morde durch USA,
    mit Drohnen die aus Ramstein in Deutschland gesteuert werden,
    sind aktuelle USA- Verbrechen gegen die Menschenrechte…

    USA wurde bisher nur durch Malaysia wegen Verbrechen gegen die Menschenrechte verurteilt.
    Der Rest der Erde, ist feige, traut sich nicht, und schaut weg. Auch Germany…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising