Deutsche Wissenschaftler entwickeln Elektrosportwagen IISB-ONE

(Bild: Kurt Fuchs / Fraunhofer IISB)

Das Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB stellt seinen Elektrosportwagen IISB-One vor. Das Erprobungsfahrzeug hat nun eine Straßenzulassung erhalten und soll für Tests von Fahrzeugkomponenten eingesetzt werden - und hübsch sieht der rote Flitzer auch noch aus.

IISB One

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IISB One
Bildquelle: Kurt Fuchs / Fraunhofer IISB

Das Fahrzeug basiert auf einem Chassis der früheren Firma Artega und ist ausschließlich mit
IISB-Komponenten ausgestattet. Um unter Praxisbedingungen testen zu können, wurde das Fahrzeug entwickelt.

Durch umfangreiche Komponenten- und Fahrzeugtests konnte die Straßenzulassung des IISB-One erreicht werden. Ziel war es, nicht einfach ein funktionsfähiges Fahrzeug zu bauen, sondern darüber hinaus eine flexible alltagstaugliche Forschungsplattform zu schaffen.

Der im Fahrzeug installierte integrierte Traktionsantrieb wurde vom Fraunhofer IISB im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundforschungsprojekts FSEM realisiert. Das System zeichnet sich durch zwei mechanisch unabhängige Einzelradantriebe mit integriertem Doppelumrichter und separater feldorientierter Regelung der beiden E-Maschinen aus. Damit ist eine freie Drehmomentverteilung auf beide Antriebsräder der Achse möglich.
(Bild: Kurt Fuchs / Fraunhofer IISB)
Insgesamt stehen pro Rad eine Antriebsleistung von 80 kW sowie ein Spitzendrehmoment von 2000 Nm zur Verfügung.

Herzstück des Hochvolt-Bordnetzes des IISB-ONE ist ein Lithium-Ionen-Akku mit 355 Volt Nennspannung. Das System ist offen für die Einbindung eines weiteren Energiespeichers, egal ob es sich beispielsweise um eine Zusatzbatterie oder eine Brennstoffzelle handelt.

Der IISB-One ist vorbereitet für den Test von kontaktlosen und kabelgebundenen Ladetechnologien. Highlight ist ein induktives Ladesystem an der Fahrzeugfront, mit dem ein kontaktloses Laden des IISB-ONE mit bis zu 3,5 kW ermöglicht wird. Stecker müssen dann nicht eingesteckt werden.

Leider wird es das hübsche Fahrzeug nie zu kaufen geben.

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