Japanische Forscher schossen mit dem stärksten Laser der Welt

(Grafik: University Osaka)

Sind wir nun reif für eine Schlacht mit dem Todesstern aus Star Wars? Bislang konnten die Wissenschaftler in Osaka den "Laser for Fast Ignition Experiment" (LFEX) nur für die Dauer einer Picosekunde schießen lassen. Die Energie des Laserstrahls hatte es dafür in sich und sei äquivalent mit dem tausendfachen Elektrizitätsverbrauch der ganzen Welt, so die Wissenschaftler.

Genauer gesagt konnte das LFEX einen 2-Petawatt starken Laserstrahl erzeugen, was 10 Milliarden mal mehr Leistung entspricht, als derjenige Laserstrahl von Rheinmetall, der eine Drohne über die Entfernung von einer Meile abschießen konnte. Ok, klingt mächtig, das Spielzeug in Japan. Tatsächlich gab es bislang nur einen Laser mit einer Leistung von einem Petawatt, stationiert in Austin, USA. Einer der Ingenieur-Professoren aus Osaka, Junji Kawanaka, will es bei dem Mega-Laser aber trotzdem nicht beruhen lassen. „Der globale Wettbewerb, der die Performance der Laser weiter vorantreiben wird, hebt unser Ziel auf 10 Petawatt Leistungsoutput.“

(Bild: The Asashi Shimbun)

(Bild: The Asashi Shimbun)

Vielleicht schafft man es während dieses Prozesses auch, das LFEX zu verkleinern. Aktuell ist die Gerätschaft nämlich noch 100 Meter lang. Im Inneren desselben befinden sich zahlreiche Glaspanele, die so angebracht sind, dass sie den Laserstrahl enorm verstärken. Darum braucht es auch nicht viel Anfangsenergie, gar nicht viel sogar. Den Wissenschaftlern zufolge ist die Leistung, die sie für den Laserschuss verbrauchten, gleichzusetzen mit derjenigen, die genutzt wird, wenn man die Mikrowelle für zwei Sekunden laufen lässt. Klingt cool.

Wozu nun eigentlich das ganze? Wenn die Technologie der Energiegewinnung oder dem Instant-Braten von Maiskolben dienen soll: klasse. Aber hoffentlich wird daraus nicht eine dieser Entwicklungen, die beim Militär landet, eine neue Form der Gewalt emporbringt und Laserkanonen aus der Sci-Fi-Ecke in die Rubrik gängiger Kriegsspielfilme schlittern lässt. Für diese Art von Laserverwendung hat die Menschheit nämlich schon einen wunderbaren Ort gefunden: Die Phantasie:

Tags :Quellen:(Grafik: University Osaka)Via:Tyler Lee, Ubergizmo.com

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