Scharfschützengewehr per WLAN gehackt

(Bild: TrackingPoint)

Es gibt sicherlich gefährliche und ungefährliche Hacks - aber wer hätte schon gedacht, dass sich Scharfschützengewehre hacken lassen? Das TP750 von Trackingpoint ist aber auch kein gewöhnliches Gewehr - es bietet durch einen Computer und ein Display eine Unterstützung des Schützen. Per WLAN gelang Sicherheitsexperten der Angriff.

Kann man ein Gewehr hacken? Im Fall des Scharfschützengewehrs TP 750 von TrackingPoint ist das Sicherheitsexperten gelungen. Sie haben per WLAN auf das computergestützte Trackingsystem zugegriffen und konnten sogar Ziele verändern. Das Gewehr besitzt ein Zielsystem, die es ermöglicht, Ziele zu markieren. Die Technik sagt dem Schützen dann, wie er das Gewehr halten muss, um zu treffen und gibt dann „grünes Licht“. Abgedrückt werden muss natürlich noch per Hand.

Der Angriff gelang den Experten Runa Sandvik und Michael Auger. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wollen sie auf der Black Hat Konferenz zeigen, haben vorab aber schon Wired erklärt, was der Hack bedeutet.

WLAN ist bei dem Gewehr normalerweise nicht eingeschaltet, kann jedoch genutzt werden, um ein Video des Schusses zu streamen. Als ob das nicht pervers genug wäre, wurde beim WLAN ein Standardkennwort verwendet, das sich wohl in der Dokumentation nachlesen lässt.

Das Gewehr bietet Tatsache einer Programmierschnittstelle, mit der sich einige Details verändern lassen, die Parameter wie die Munition betreffen. Das wäre ja noch nicht schlimm, doch die Forscher erlangten Root-Zugriff für das zugrundeliegende Linuxsystem. So kann man unter Umständen die Waffe sabotieren – und schlicht das OS löschen. Aber auch Änderungen am Programm sind machbar. Einen Schuss kann man nicht auslösen, die Waffe feuert nicht automatisch.

(Bild: TrackingPoint)

Nach Herstellerangaben konnten in den letzten Jahren 1000 Gewehre dieses Typs verkauft werden. Mit Preisen von 10.000 bis 20.000 US-Dollar (je nach Ausstattung) ist das ein hoher Wert.

7 unglaubliche hacks

Bild 1 von 7

1 - Ampeln
2006 verschafften sich Hacker Zugang zum Ampelsystem in L.A.. Sie verlängerten die Rotphasen an Verkehrsknotenpunkten. Ein Verkehrschaos mit Staus ohne Ende war die logische Folge.

 

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