Facebook-Drohne Aquila wird Realität

(Bild: Facebook)

Freies Internet für alle! So stellt sich das Facebook vor. Mein Eindruck von Mark Zuckerbergs Projekt sieht zwar anders aus, aber Bitteschön: Hier seht ihr die Facebook-Drohne "Aquila".

Mark Zuckerberg möchte abgeschnittene Regionen dieser Welt mit Internet versorgen. Natürlich ganz selbstlos und vollkommen kostenlos. Was ich davon halte, lest ihr in diesem Beitrag. Aber heute soll es nicht um meine Meinung gehen, sondern um den fertiggestellten Prototyp der Internet-Drohne Aquila.

So sieht Aquila aus

Mit einer Flügelspannweite wie eine Boeing 737 und einem Gewicht, welches geringer ist als das eines Autos, wird Aquila von Facebook Gründer Zuckerberg beworben. Aquila wurde im britischen Connectivity Lab von Facebook entwickelt und soll schon bald ihre Arbeit aufnehmen.

Dabei wiegt die Drohne Aquila gerade einmal 400 Kilogramm und soll rund 90 Tage in der Luft bleiben können. In einer Höhe von 18 bis 27 Kilometern agiert sie übrigens, wie Googles Internetballons, in der Stratosphäre.

Eine Aquila-Drohne kann ein Gebiet mit einem Radius von etwa 80 Kilometern Radius versorgen. Die Flugkörper kommunizieren über ein Lasersystem namens Free-Space Optics.

I'm excited to announce we’ve completed construction of our first full scale aircraft, Aquila, as part of our Internet.org effort. Aquila is a solar powered unmanned plane that beams down internet connectivity from the sky. It has the wingspan of a Boeing 737, but weighs less than a car and can stay in the air for months at a time. We've also made a breakthrough in laser communications technology. We've successfully tested a new laser that can transmit data at 10 gigabits per second. That's ten times faster than any previous system, and it can accurately connect with a point the size of a dime from more than 10 miles away.This effort is important because 10% of the world’s population lives in areas without existing internet infrastructure. To affordably connect everyone, we need to build completely new technologies. Using aircraft to connect communities using lasers might seem like science fiction. But science fiction is often just science before its time. Over the coming months, we will test these systems in the real world and continue refining them so we can turn their promise into reality. Here’s a video showing the building of Aquila.

Posted by Mark Zuckerberg on Thursday, July 30, 2015

Die Welt wird besser – mit Facebook?

Internet.org hatte sich zuletzt vor allem einer „kostenlosen Grundversorgung“ von Anwendern zugewandt, die zwar in Reichweite eines Mobilfunknetzes leben, sich dieses aber bisher kaum leisten konnten. Dieses Angebot per Android-App könnten heute theoretisch über eine Million Menschen nutzen. Ambitionierte Drohnen- und Satellitenpläne waren dem gegenüber zeitweilig in den Hintergrund gerückt. „90 Prozent der Menschen leben heute schon in Reichweite des Netzes“, erklärte Mark Zuckerberg auf dem Mobile World Congress 2015. Über Drohnen und Satelliten rede die Öffentlichkeit zwar gerne, „das ist aber nur ein Randbereich dessen, was wirklich passiert.“

Jetzt betont Zuckerberg, mit Aquila könne man jene 10 Prozent der Menschheit erreichen, die jenseits der Mobilfunknetze lebten. In einem Blogbeitrag heißt es, Facebook wolle die Versorgung nicht selbst übernehmen. Vielmehr seien Technologien wie Aquila für Provider und andere Partner gedacht. Facebook werde sie allgemein verfügbar machen, wie schon seine Rechenzentrumshardware im Rahmen des Open Compute Project.

(Titelbild: Mark Zuckerberg via facebook.com)

Tags :Via:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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