Hisense: Chinesen kaufen TV-Hersteller Sharp America

(Bild: Sharp)

Sharp America wird von dem chinesischen Konzern Hisense übernommen. Ziel ist der Einstieg des chinesischen Unternehmens auf dem US-Fernseher-Markt. Hisense baut selbst Fernseher, braucht aber vermutlich einen zugkräftigen Markenamen um seinen Marktanteil zu vergrößern. Das ist seit Jahren in der Branche normal.

Hisense übernimmt für rund 23,7 Millionen US-Dollar Sharp America und will so den Eintritt in den US-Fernsehermarkt erreichen. Im Kaufpreis enthalten ist neben der Geschäftseinheit Sharp America auch ein Werk in Mexiko und ein Nutzungsrecht für die Marke Sharp in Nord- und Südamerika enthalten. Kein schlechter Deal, denn die Marke genießt bei den Verbrauchern einen hohen Stellenwert.

Hisense baut seit etwa zehn Jahren selbst Flachbildschirme her, weshalb sie mit der Marke Sharp eine ernsthafte Konkurrenz für die in den USA führenden TV-Marken LG, Panasonic, Samsung und Sony darstellen könnte. Ihre Strategie könnte sein, auf Wachstumsbereiche wie 4K-Fernseher und solche mit OLED-Technik zu setzen. Zugleich könnte sie Kunden mit einer Kombination aus bekanntem Markennamen und günstigen Preisen zu überzeugen suchen.

Einige Hisense-Fernseher (Bild: Hisense.de)Einige Hisense-Fernseher (Bild: Hisense.de)
Der 103 Jahre alter Sharp-Konzern aus Japan zählte zu den LED-Pionieren, hatte aber in den letzten Jahren Mühe, mit Wettbewerbern aus China und Korea Schritt zu halten. Dazu setzte er auf Neuerungen wie einen vierten Sub-Pixel, nämlich Gelb, und führte dieses Jahr Googles OS Android TV ein.

Selbstdarstellung von Hisense (Screenshot: ZDNet.de)Hisense sitzt in Qingdao. Es wurde 1969 als Radiohersteller gegründet, stellte sich aber im Lauf der Jahre breiter auf: Inzwischen produziert es Heim- und Küchengeräte, Fernseher, Tablets und Notebooks. Für 2014 wies es „überseeische Umsätze“ in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar aus. Nach eigenen Angaben beliefert es 130 Länder. Seine Marke ist aber – ähnlich wie Changhong, Haier und TCL – überwiegend in China bekannt, während international die koreanischen Konzerne LG und Samsung sowie Sony aus Japan weit bekannter sind.

In den USA hat Hisense im Jahr 2014 über eine Partnerschaft mit TV-Streaming-Anbieter Roku versucht, sein Profil zu schärfen. Dazu machte es Flachbildfernseher mit eingebauter Roku-Unterstützung verfügbar. Auf der CES konnte es zudem mit einem Short-Throw-Laserprojektor namens Vidaa Max und einer für Privathaushalte gedachten Getränkemaschine namens Chill punkten. Seinen Namen machte es etwa durch Sponsoring von Autorennen – etwa der Formel 1 – und Tennis bekannter. Es sponsert auch den Fußballverein Schalke 04.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.deVia:News.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising