Das kann der neue Qualcomm Snapdragon 820

Qualcomm (Bild: Gizmodo)

Der kommende Flaggschiff Prozessor von Qualcomm heißt Snapdragon 820 (MSM 8996), basiert auf 64-Bit-Architektur und wird mit 14 Nanometern gefertigt. Diese vielversprechende Vermutung legen zumindest offenbar direkt von Qualcomm stammende Präsentationsfolien nahe.

Für Qualcomm lief es in den letzten Monate gar nicht rund. Zum Teil ist der als missglückt einzustufende Qualcomm Snapdragon 810 Schuld daran, der massiv mit Hizteproblemen zu kämpfen hat. Dabei war Qualcomm jahrelang Marktführer bei System on a Chip für Mobiltelefone.

Nun wurden die Specs für ihr neues Flaggschiff, den Qualcomm Snapdragon 820, der wahrscheinlich am 11. August offiziell vorgestellt wird, geleakt. Der Snapdragon 820 (MSM 8996) soll ein 64-Bit-Chip mit Strukturbreiten von 14 Nanometern sein werden. Seine vier Hydra-CPU-Kerne sollen zudem 35 Prozent mehr Leistung liefern als die aktuelle Hardware.

Der Vierkern-Prozessor besitzt demnach ein 1866 MHz schnelles Dual-Channel-Interface für LPDDR4-RAM. Als Grafikeinheit dient die neue Adreno-A530-GPU, die sogar 40 Prozent mehr Leistungqualcomm-snapdragon820-leak-684x513 ermöglichen soll – bei 30 Prozent weniger Stromverbrauch. Ein programmierbarer digitaler Signalprozessor soll zudem leistungsfähigere Kameras unterstützen.

Spezifikationen Qualcomm Snapdragon 820 (Bild: Weibo.com/Jiutang Pan)Das SoC besitzt einen USB-3.0-Anschluss, einen USB-2.0-Anschluss und kann drei Peripheriegeräte per PCI-Express ansteuern. Darüber hinaus integriert Qualcomm ein Cat-10-Modem, was LTE-U im 5-GHz-Band ermöglicht. Der Snapdragon 820 kann der Präsentation zufolge aber auch 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde dekodieren und mit den Video-Codecs HEVC (H.265) sowie VP9 umgehen.

Den Snapdragon 820 positioniert Qualcomm als High-Performance-Chip für Smartphones und Tablets. Erste Geräte sollen Anfang 2016 in den Handel kommen.

Die Präsentation legt zudem die Vermutung nahe, dass Qualcomm die Temperaturprobleme des Snapdragon 810 in den Griff bekommen hat. Das Unternehmen spricht von „deutlichen Energie/Abwärme-Verbesserungen gegenüber 20 Nanometern“.

In Japan hatte im Juni der Netzbetreiber NTT Docomo Besitzer bestimmter Smartphones wie Sony Xperia Z4 sogar aufgefordert, ihre Geräte regelmäßig abzuschalten, um eine Überhitzung zu vermeiden. Das ebenfalls mit einem Snapdragon 810 ausgestattete HTC One M9 soll im März in Benchmarktests eine Oberflächentemperatur von 55 Grad erreicht haben.

Tags :Quellen:Jiutang Pan Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising