Belohnungen für gefundene Microsoft-Sicherheitslücken erhöht

(Bild: Shutterstock)

Microsofts Bug-Bounty-Programm, bei welchem Finder von Sicherheitslücken mit einem Obolus belohnt werden, wurde aktuell einigen Änderungen unterzogen. Unter anderem wird das "Kopfgeld" für aufgespürte neue Exploits unter Windows erhöht. Bei diesen Dotierungen wünscht man sich beinahe ein unsicheres System...

Besonders die für sein „Bounty for Defense“-Programm ausgelobten Prämien hat Microsoft, wie auf der Sicherheitskonferenz Black Hat erläutert, auf Summen zwischen 50.000 und maximal 100.000 Dollar erhöht. Im Zuge dieses Programms können Sicherheitsforscher Ideen für Windows-Verteidigungsmechanismen einbringen, mit welchen ein möglichst qualifizierter Vorschlag einhergehen sollte, wie sich Schwachstelle künftig vermeiden oder umgehen lassen. Laut dem Softwarekonzern bringt diese Prämienerhöhung das Programm auf ein Niveau mit dem Programm zur Aufdeckung „wirklich neuer“, auf Windows abzielender Exploits. Hierfür wird ist ebenfalls eine Belohnung von bis zu 100.000 Dollar ausgelobt.

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„Aus neuen Techniken zur Ausnutzung von Schwachstellen zu lernen, hilft Microsoft dabei, die Sicherheit sprunghaft zu verbessern, statt jeweils immer nur eine Anfälligkeit einzufangen, wie das bei einer einzelnen traditionellen Belohnung für gefundene Sicherheitslücken der Fall wäre“, führt das Unternehmen in einer Stellungnahme aus.

Darüber hinaus will Microsoft künftig verstärkt Sicherheitslücken bei der Authentifizierung für seine Lösungen bekämpfen und hat hierfür gleichermaßen die Prämien erhöht. Findet ein Forscher im sogenannten „Bonus“-Zeitraum zwischen dem 5. August und dem 5. Oktober eine Authentifizierungsschwachstelle, etwa im Single-Sign-on-Dienst Microsoft Account (MSA) oder in der Identitätsverwaltung Azure Active Directory (AAD), so erhält dieser eine Belohnung von bis zu 30.000 Dollar anstelle des bislang üblichen Standardsatzes zwischen 500 und 15.000 Dollar.

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Voraussetzung hierfür ist, dass der Forscher die Anfälligkeit über das Bug-Bounty-Programm für Sicherheitslücken in Microsofts Online-Diensten meldet. Überdies hat der Konzern dem letztgenannten Prämienprogramm das Desktop-as-a-Service-Angebot RemoteApp hinzugefügt, mit dem Windows-Anwendungen geräteübergreifend virtualisiert und in der Azure-Cloud gehostet werden.

In erster Linie will Microsoft mit den Prämienerhöhungen so viele Forscher wie möglich animieren, dem Softwarekonzern Meldungen über von ihnen gefundene Fehler und Schwachstellen inWindows 10 einzureichen. Damit soll verhindert werden, dass die Anfälligkeiten zu einem echten Sicherheitsproblem mutieren oder gar auf dem Cyber-Schwarzmarkt zum Verkauf angeboten werden.

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In dieser Woche gab es bereits das erste kumulative Update für das am 29. Juli veröffentlichte Windows 10. Das als „Service Release 1″ bezeichnete Aktualisierungspaket umfasst jedoch ausschließlich nicht-sicherheitsrelevante Patches und Fixes für Microsofts jüngstes OS.

Microsoft hatte vor rund zwei Jahren damit begonnen, Prämien im Rahmen des Bug-Bounty-Programms auszuloben. Es folgte damit dem Beispiel von Google und anderen Unternehmen, die die verantwortliche Aufdeckung von Sicherheitslücken schon länger mit solchen Prämienprogrammen belohnen. Sicherheitsforscher warfen Microsoft vor der Einführung des Prämienprogramms stets vor, ohne eigene Beteiligung von den Programmen anderer Firmen zu profitieren. Zuvor bekam das Unternehmen beispielsweise von Verisigns iDefense und der vonHP initiierten Zero Day Initiative Schwachstellen in seiner Software gemeldet. Die beiden zahlten ihrerseits Belohnungen bis zu 10.000 Dollar aus.

1985-2015: 30 Jahre Windows

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Windows 1.0 hieß ursprünglich Interface Manager und wurde von Bill Gates 1983 vorgestellt, aber erst am 20. November 1985 ausgeliefert. Es war ein Frontend für das darunterliegende Disk Operating System (DOS).
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Tags :Quellen:MicrosoftVia:Mit Material von Rainer Schneider, ZDNet.de

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