Panono – Die Wurfkamera mit 108 Megapixel im Kurztest [Video]

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Endlich konnten wir die von vielen heiß ersehnte 360 Grad Kamera Panono selbst ausprobieren. Panono hat ungefähr die Größe einer Grapefruit, wiegt etwa 200 Gramm und schießt im Flug über ihre 36 Kameras Panoramabilder mit stolzen 108 Megapixel. Ob die Technik funktioniert und für wen die Panono interessant werden könnte, lest ihr hier im kleinen Test der Panono Wurfkamera.

Die besten Bilder der Panono Wurfkamera

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Panono - Die Wurfkamera mit 108 Megapixel
(Bild: Übergizmo)

Kameras in Kugelform, die auslösen, sobald nach einem Wurf der höchste Punkt der Flugkurve erreicht wurde, sind nichts Neues. Neu ist allerdings, dass diese Wurfkamera 108 Megapixel-Motive erzeugt und zum Zusammensetzen der vielen Einzelmotive leistungsstarke Server nutzt.

Hier zwei schwenk- und zoombare 360 Grad Panoramabilder der Panono vom Event:



Dafür wird das etwa 30 MByte große Rohdatenpaket über WLAN an das verbundene Smartphone geschickt. Von dort geht es weiter auf leistungsstarke Server in der Cloud. Diese brauchen laut Panono etwa 10 Minuten, um ein Bild zu berechnen. Mehrere Bilder werden parallel berechnet.

Hier mein ausführlicher Ersteindruck der Panono im Video:

Die Ergebnisse können über den Browser, via App oder – sicher die beeindruckendste Variante – über eine VR-Brille betrachtet werden. Besonders stolz ist man bei Panono auf die ausgefeilten Stiching-Methoden – also den Prozess, die 36 Einzelbilder möglichst Nahtfrei zu einem Bild zu verschmelzen.

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Das gelang bei der Vorführung in den meisten Fällen auch sehr gut. Nur manchmal entschied sich der Algorithmus dafür, die Naht über ein Gesicht laufen zu lassen. Das verformte Ergebnis ist eher unschön, wie beim asiatischen Jungen oben im Beispielbild zu sehen (wer findet ihn?). Allerdings versicherte man uns, dass dies in der finalen Version nicht passieren würde.

Verarbeitung

Hier steckt verdammt viel Technik drin und das sieht man der Panono dank ihrer 36 Kameraaugen auch sofort an. Die Oberfläche besteht aus einer teilweise transparenten Plastik, gerahmt von einem grünen Element.

Die Kameras, von denen jede mit 3 Megapixel aufnehmen kann, werden im Inneren durch eine Art Schaumstoff fixiert. Stürze verträgt der Panono derzeit noch nicht gut. Auch bei einem Ausflug ins Wasser sollte man die Panono nicht mitnehmen.

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Laut den Entwicklern ist genau dieser Punkt eine Schwachstelle der ab September ausgelieferten Panono Explorer Edition. Man arbeite allerdings daran und in einigen Monaten – einen genauen Termin wollte man uns nicht nennen – soll die finale Consumer-Edition erscheinen, die Stürze und Feuchtigkeit deutlich besser vertragen soll.

Selfie-Stick

Neben dem Wurfauslösen, kann man mit der Panono auch über einen extra erhältlichen Selfie-Stick 360 Grad Fotos knipsen. Damit sollen dann auch Bilder in schlechteren Lichtverhältnissen möglich sein – zum Beispiel auf Konzerten.

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Auch sind in einem limitierten Rahmen Serienaufnahmen möglich, die ISO kann angepasst werden und auch sonst sind einige Einstellungen möglich, die wohl viele ambitionierte Fotografen erfreuen wird.

Für wen ist die Panono

Bevor wir diese Frage beantworten können, kommen wir zum Preis. Die derzeit vorbestellbare und im September ausgelieferte Panono Explorer Edition kostet schlappe 1.500 Euro. Der hohe Preis kommt durch die sehr kleinen Produktionsmengen zustande. Auch wenn die Explorer Edition technisch mit den späteren identisch ist, kann sie weniger widerstandsfähig als spätere Modelle sein. Später soll die „normale“ Panono für knapp 600 Euro auf den Markt kommen.

Als Zielpublikum stellt sich Panono technikverliebte Early-Adopter, ambitionierte Hobbyfotografen aber auch Profifotografen vor. Die Panono ist ideal, um eine schnelllebige Szene einzufangen. Echter kann ein Schnappschuss kaum sein, da dem Betrachter keine Ecke verborgen bleibt.

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Weitere potenzielle Käufer finden sich im Business Bereich. So ist die Panono toll geeignet, Szenen vollständig und nachvollziehbar festzuhalten. Das kann zum Beispiel in der Baubranche wichtig sein, um Baumängel zu dokumentieren.

Insgesamt ist die Panono ein tolles Produkt, welches trotz ihres hohen Preises seine Käuferschaft finden wird. Das größte Problem der Panono ist nicht der Preis, sondern dass es sich noch recht umständlich gestaltet, 360 Grad Aufnahmen zu konsumieren.

Hier mein ausführlicher Ersteindruck der Panono im Video:

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