Kunststudent entwirft Tätowiergerät für zuhause

(Screenshot: NetMediaEurope)

Wer sich ein Tattoo stechen lassen möchte und schon ein Motiv gewählt hat, braucht immer noch einen Tätowierer. Neben dem Preis sind dabei auch gesundheitliche Aspekte sowie künstlerische Fertigkeiten zu ermitteln - sofern es genügend Tattooläden in der Umgebung gibt. Der Kunststudent Jakob Pollág hat darauf nicht so wirklich Lust. Er holt den Tattooladen mit seiner Personal Tattoo Machine einfach nach Hause.

Pollág, vom Royal College of Art in London, möchte Tätowieren günstig und einfach machen. Dass man dafür ein ruhiges Händchen braucht, oder jemanden, dem man vertraut, ist aber auch hier unabdingbar.

„Personal Tattoo Machine hat zum Ziel die Tattoo-Industrie zu demokratisieren“, schreibt Pollág in der Beschreibung. „Ein Werkzeug, bislang nur von ausgewählten Personen genutzt, wird nun in die Hände von Enthusiasten gegeben, die ihre bedeutenden Erinnerungen auf einzigartige und alternative Art und Weise dauerhaft auf ihre Haut bringen wollen.“

Auch wenn für das Gerät, für das bislang noch nach Investoren gesucht wird, sterile Nadeln und Behälter verwendet werden sowie antiseptische Lotionen vorgesehen sind, birgt die Innovation einige Risiken. So werden unerfahrene Tätowierer unter Umständen ein schwer rückgängig zu machendes Gekrakel hinterlassen, andere Personen sich womöglich als seriöse Tätowierer ausgeben, obwohl sie nichts als eine Personal Tattoo Machine besitzen.

Pollág weiß um diese Gefahren, auch um die Notwendigkeit des sterilen Umgangs mit dem Werkzeug, der Infektionen verhindern soll. Ein Verlangen nach aufwendigen Tattoos, beispielsweise Portraits, wird deshalb auch seiner Meinung nach lieber beim bereits existierenden Tätowierer durchgeführt. Für die Telefonnummer des Lebenspartners reicht das Tätowiergerät aber allemal ;-)

(Bild: Personal Tattoo Machine)

(Bild: Personal Tattoo Machine)

Tags :Quellen:Screenshot: NetMediaEuropeVia:Tyler Lee, Übergizmo.com
  1. Und wie unterscheidet sich das nun von normalem Tattooequipment? Außer, dass das Teil nicht sonderlich stabil zu sein scheint und batteriebetrieben ist?

  2. Kann Ronny nur zustimmen: Der Unterschied zwischen „professionellen“ Tattoo-Werkzeugen und selbstgebasteltem war bislang immer der des Bedieners. Und der Bediener wird bei diesem Gerät weiterhin ein Laie sein.

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