Google intensiviert Bemühen um Miniatur-Glukose-Tracker

(Bild: Google)

Für über neun Prozent der deutschen Bevölkerung ist der Nadelstich in den Finger Gewohnheit. In den USA ist es gar jede zehnte Person, die an Diabetes leidet. Für Firmen wie Dexcom, einem kalifornischen Unternehmen, das für seine Diabetes-Management-Geräte bekannt ist, besteht also ein großer wirtschaftlicher Anreiz, die Last der Krankheit so weit wie möglich von den Schultern der Menschen zu nehmen. Nun hat sich Dexcon mit Google zusammengetan.

Genauer gesagt, mit Google Life Sciences, einer Abteilung, die nun der neuen Dachgesellschaft Alphabet (siehe Bild) angehört, welche Google´s Dienste umfasst. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen ein Miniatur-Produkt des bestehenden kontinuierlichen Glukose-Monitoring-Systems (CGM) erschaffen, eine Wegwerfversion des herkömmlichen Sensors, die die Masse an blutüberwachenden Geräten ersetzen könnte.

Dexcom´s bisheriges CGM-System, das für Diabetes Typ 1 und 2 geeignet ist, umfasst einen Sensor, der unter der Haut sitzt und dort den Glukosegehalt misst. Ausgestattet mit einem Transmitter sendet es im Fünfminutentakt Informationen an einen Monitor. Die 288 Messwerte pro Tag geben den Patienten einen umfassenden Überblick über ihren Glukosespiegel und können darauf aufbauend die Alltagsplanung strukturieren. Die Kollaboration mit Google Life Sciences soll das System nun günstiger und kleiner machen.

Andrew Conrad, der auch unter Alphabet die Führung von Life Sciences übernimmt, beschreibt die Bemühungen der Firma im Gesundheitssektor als darauf ausgerichtet, „neue Technologien zu entwickeln, die dabei helfen, Gesundheitsfürsorge proaktiv und nicht reaktiv zu gestalten.“ Die Expertise in der Miniaturisierung von Elektronik soll die nächste Generation der Messgeräte in einen erschwinglichen Bandagen-großen Sensor verwandeln, der die Daten des Glukosespiegels in Echtzeit in eine Cloud lädt.

Bis zu 100 Millionen US-Dollar zahlt Dexcom Life Sciences dafür: 35 Millionen zu Beginn und der Rest, wenn die Produktlinie Wirklichkeit wird. Nur schade, dass der winzige Sensor den Glukosespiegel nicht über mehrere Jahre hinweg verfolgen können wird. Übrigens, es gibt natürlich noch mehr Innovationen im Bereich Glukosemessung. So entwickelten Nanotechniker der UCSD eine Art Tattoo, das Glukose durch die Haut ansaugt. Blut- und Nadelfrei.

Tags :Quellen:(Bild: Google)Via:Mona Lalwani, Engadget.com

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