Samsung Galaxy S6 Edge+ Review – ein geiles Teil aber leider ohne Stift

(Bild: Ubergizmo)

Die Leute mögen das Galaxy S6 Edge mehr als das Galaxy S6. Sogar so viel mehr, dass Samsung mit der Herstellung nicht mehr hinterherkam. Das neue Galaxy S6 Edge+ ist ein Traum für alle, die riesige Displays lieben. Alles, was am S6 Edge gut war, ist nun größer und komfortabler, denn das + ist 5,7 Zoll groß. Aber wie fühlt es sich an, und wie ist es verglichen mit dem Galaxy Note 4 und dem Galaxy Note 5?

UPDATE:

Dies ist eine Übersetzung des Tests von Übergizmo.com. Zu unserem eigenen Test des Samsung Galaxy S6 Edge Plus geht es hier.

Samsung Galaxy S6 Edge+ Review

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Samsung Galaxy S6 Edge+
(Bild: Ubergizmo.com)

Design

Jetzt schon ist klar, dass das Edge-Design das ist, was die Leute anspricht. Samsung war viel zu konservativ mit seinen Vorhersagen. Glücklicherweise wurde das +-Modell des Edge entwickelt. Es hat alles, was das Galaxy Note 5 hat außer dessen Stift. Leider kommt das Note nicht nach Deutschland.
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Das Galaxy S6 Edge+ bringt als augenscheinliche Neuerung den größeren Bildschirm mit. Das dünne Gehäuse erlaubt es, das große Gerät gut in der Hand zu halten und so passt es auch in sehr große Hosentaschen.

Die Front ist sehr aufgeräumt und neben dem Samsung Logo oben ist nichts, was stört. Die abgerundeten Ränder sorgen dafür, dass der Rahmen noch dünner erscheint als er ist. Jeder der es sah, zeigte sich interessiert an dem Gerät.

(Bild: Ubergizmo)
Der Fingerabdruckleser wurde gegenüber dem Galaxy S5 deutlich verbessert. Er arbeitet genauer und schneller und ist eine echte Alternative zur Eingabe der PIN und vermutlich auch sicherer. Die Erkennungsrate liegt nicht bei 100 Prozent und wenn die Finger feucht sind, gibt es Probleme.

S6 Edge+ vs. S6 Edge

Die Ränder des Galaxy S6 Edge+ sind genau bestückt wie die des kleineren Edge: Oben ist Infrarot und der Sim-Kartenslot. Der Einschalter ist recht, die Lautstärkeregelung links. Unten ist der Kopfhöreranschluss und der MicroUSB-Port sowie der Lautsprecher. Einen Kartenslot für microSD gibt es nicht.

Hinten ist die gleiche 16 Megapixel Kamera wie beim S6. Wenn man auf einem Foto die beiden Edge Geräte vergleicht, muss man sie schon zusammen betrachten um erkennen zu können, um welches es sich jeweils handelt.
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Das Galaxy S6 Edge+ fühlt sich natürlich größer an aber ist dünner als das Note 4. Das erlaubt eine komfortable Benutzung. Dinge wie ein virtuelles Keyboard sind groß genug, um Vertippen zu vermeiden und man braucht auch keine Lesebrille, um alles zu erkennen.

Display

Das Galaxy S6 Edge+ verwendet ein 5,7 Zoll Super AMOLED Display, das sich an den längeren Rändern um das Gehäuse schmiegt. Die Auflösung liegt bei 2560×1440 Pixeln (518 PPI) und das Display sieht einfach sehr scharf aus. Fotos sehen extrem gut darauf aus und Full-HD-Filme lassen sich angesichts der Größe gut ansehen. Der Kontrast ist sehr hoch und die Farben stark gesättigt. Perfekt zum Lesen, Fotos aufnehme, Filme gucken und Spiele spielen.

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Software

Das Gerät läuft mit Android 5.1 wobei Samsung es natürlich wieder nicht lassen konnte, TouchWiz aufzuspielen. Samsung eigenes Interface ist ziemlich gut aufgeräumt und leicht verständlich.

Das Edge kann an den Rändern Informationen einblenden, die auch noch zu erkennen sind, wenn es auf dem Display liegt.

Mobiles Bezahlen

Samsung Pay wurde auf dem Mobile World Congress (MWC 2015) vorgestellt, wird jedoch derzeit nur in Südkorea getestet und soll bald in den USA starten.
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Das Galaxy S6 Edge+ (und das S6, S6 Edge und das hier nicht erhältliche Note 5) können auch elektromagnetisch Signale senden – die schlichtweg den Magnetstreifen imitieren, der in der Kreditkarte ist. Das soll die Akzeptanz deutlich erhöhen – jeder Kartenleser kann damit benutzt werden. Natürlich gibt es auch NFC.

Sidesync 4.0

Sidesync 4.0 ist eine Funktion, mit der man das Smartphone von einem Rechner aus bedienen kann (Windows oder Mac).Es ist sinnvoll, wenn man eine Smartphone-App mit einer echten Tastatur steuern will, SMS schreiben oder gar einen Brief tippen will.

Man kann sogar per Drag und Drop Dateien auf das Android-Gerät ziehen, was bei Fotos genial ist. Natürlich klappt das auch über USB, aber die Sidesync-Funktion ist natürlich viel einfacher zu nutzen. Man kann sogar am PC eingehende Telefonate aufnehmen.

Mit der Funktion Ultra High Quality Audio (UHQA) soll der Ton verbessert werden. Der Filter soll auch stark komprimiertes Material verbessern. Aber es ist natürlich besser, wenn das ganze schon in guter Qualität vorliegt. Die Funktion arbeitet nicht mit allen Bluetooth-Kopfhörern zusammen.

Kamera

Das Galaxy S6 Edge+ verwendet die gleiche Kamera wie das S6 Edge: 16 Megapixel mit f/1,er Blende sowie Bildstabilisierung. Das soll verhindern, dass eure Bilder verwackelt sind und auch beim Filmen funktioniert diese Entwicklung, allerdings nur elektronisch. Dabei wird der Blickwinkel etwas eingeengt,

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Das Gerät besitzt eine Live-Bildstreamingfunktion, so dass ihr direkt auf YouTube streamen könnt. Das ist ziemlich genial, aber man sollte auf sein Datenvolumen achten. Den Link zum Live-Broadcast kann man natürlich übertragen.

Performance

Die Leistung ist genauso hoch wie die des S6 Edge und des S6, weil die gleiche Hardware im Gerät steckt. Ob nun die 4 GByte mehr Leistung bringen als die 3 GByte im S6 sei einmal dahin gestellt.

Der Achtkernprozessor Samsung Exynos 7420 ist ein System on a chip (SoC) Modell mit 14nm Fertigungsbreite. Das sollte locker bis 2016 reichen.

Wie das Galaxy S6/S6 Edge hängt das neue + gut am Gas – Samsung hat hier wirklich hervorragendes unter der Oberfläche geleistet. Kein Vergleich zu 2014er Modellen.

Akkulaufzeit

Der 3000 mAh Akku ist ordentlich – aber nichts Außergewöhnliches. Das Gerät kann mit aktuellen Konkurrenzmodellen mithalten. Leider ist der Akku nicht austauschbar. Beim Note 4 war übrigens noch ein 3200 mAh Akku eingebaut. Aber Samsung betont ja die Schnelllade-Funktion des Geräts… Aber im Ernst: 200 mAh machten in der Realität nichts aus. Dafür lässt sich das Gerät schnurlos aufladen – wenn man noch einmal Geld ausgibt für eine Ladestation zum Auflegen, denn die ist nicht dabei.

Mit dem Schnelllade-Netzteil kann das Gerät innerhalb von kurzer Zeit aufgeladen werden. In 10 Minuten sollen mehrere Stunden Nutzdauer hineingepumpt werden können.

Zubehör

Samsung bietet für das S6 Edge+ tonnenweise Zubehör an – angefangen von Hüllen, bis hin zu Zusatzakkus. Sogar ein aufsteckbares Keyboard war dabei.

(Bild: Ubergizmo)
Unsere US-Kollegen haben es ausprobiert und waren mäßig begeistert. Die Bildschirmauflösung wird so geändert, dass vom der Tastatur nichts verdeckt wird. Die Tasten fühlen sich allerdings nicht so gut an – kein Vergleich zu einem Blackberry. Hoffentlich kommen noch Tastaturen von Drittanbietern auf den Markt, die besser sind.

Fazit

Das Galaxy S6 Edge+ hat alles, was das normale Edge erfolgreich gemacht hart und ist viel größer. Wer große Smartphones mag, der weiß, dass die Bildschirme einfach Spaß machen. Das gilt vor allem dann, wenn der Bildschirm so eine hohe Qualität hat wie der des Galaxy S6 Edge+.
(Bild: Ubergizmo)
In einer idealen Welt wären Galaxy S6 Edge+ und das Note 5 ein und dasselbe Gerät, aber leider hält und Samsung ja das Note 5 vor. Stiftbedienung gibt es beim Galaxy S6 Edge+ leider nicht. Die Entscheidung von Samsung, das Note 5 hier nicht anzubieten, können wir nicht nachvollziehen.

Wer ein großes Smartphone sucht, sollte sich das Galaxy S6 Edge+ unbedingt ansehen. Es kommt im September auf den deutschen Markt.

Galaxy S6 Edge+ Technische Daten

Auflösung: 2560×1440
Displaydiagonale: 5.7″
Prozessor: Exynos 7420, 2.1 GHz
Speicher 32 GByte (in Deutschland) und 64 GByte (Rest der Welt)
Megapixel: 16 MP
Akkukapazität: 3000 mAh

Lies auch: TEST: SAMSUNG GALAXY S6 (EDGE) – SO SCHÖN! [VIDEO]

Tags :Quellen:Ubergizmo.com
  1. „Der Fingerabdruckleser wurde gegenüber dem Galaxy S5 deutlich verbessert. Er arbeitet genauer und schneller und ist eine echte Alternative zur Eingabe der PIN und vermutlich auch sicherer“

    Das genaue Gegenteil ist der Fall.

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