Samsung Galaxy Note 5 im Test – ein Phablet für den Profi

(Bild: Ubergizmo)

Eines der interessantesten Smartphones des Sommers ist da - Samsung hat das Galaxy Note 5 veröffentlicht, das auf dem S6 basiert und sozusagen aus Glas und Metal besteht. Gegenüber dem 4er ist das in signifikantes Update - nicht nur von der Hardware sondern auch von der Benutzererfahrung aus. Schneller Kamerastart, Live-Videostreaming sind Features, die auch ganz nett sind, aber die Stiftintegration ist das wichtigste. Schauen wir uns an, was das Gerät bietet.

Design

Das Design des Galaxy Note 5 zeigt, dass es unmittelbar mit dem Galaxy S6 verwandt ist. Auf den ersten Blick sieht es wie ein etwas größeres S6 aus und wenn man es in der Hand hält, wirkt es erstaunlich komfortabel und es wirkt vergleichsweise klein, auch wenn es ein 5,7 Zoll großes Gerät ist. Es ist deutlich besser als das Note 4 und auch das war schon ein Hit. Und das Galaxy Note 5 ist hübscher.

Samsung Galaxy Note 5 Review

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Samsung Galaxy Note 5
(Bildmaterial: Samsung)

Samsung hat die Gehäusestärke reduziert und mit einem leicht geschwungen Rücken dafür gesorgt, dass sich das Phablet besser in der Hand anfühlt. Leider ist der Akku jetzt nicht mehr austauschbar. Darauf kommen wir noch einmal zurück. Wir glauben auch nicht, dass Wechselakkus eine Renaissance erleben. Leider gibt es auch keinen MicroSD-Kartenslot und das ist schon übel – denn man muss sich zwischen der 32 und 64 GByte großen Version entscheiden.

Von der Rückseite aus sieht das Galaxy Note 5 genauso aus wie das S6 – nur die Rückseite ist nicht plan.

(Bild: Ubergizmo)

Wer noch nie ein S6 oder S6 Edge in der Hand hielt der sei versichert: Das Galaxy Note 5 ist aus dem gleichen Material gefertigt und sieht erheblich besser aus als auf den Bildern. Die offiziellen Fotos lassen das Gerät plastikähnlicher erscheinen als es wirklich ist. Es besteht aus Metall und Glas und das sollte man sich ansehen, wenn man die Gelegenheit hat.

Wer sich fragt, was denn das Galaxy Note 5 von seinem Cousin Galaxy S6 Edge+ unterscheidet, der landet schnell dabei, dass es letztlich nur der Stift ist. Deshalb muss das Galaxy Note 5 auch etwas dicker sein.

Die Stiftintegration ist sehr gut gemacht. Samsung hat soviel Platz geschaffen, dass der gesamte Stift im Gerät verschwindet. Mit Hilfe einer Springfeder wird der Stift herausgedrückt, wenn man ihn braucht. Mit dem Klicken kann man aber auch seine Umwelt sehr schön nerven.

Die Anordnung der Anschlüsse entspricht denen der letzten Samsung-Geräte. Der Ausschalter ist auf der rechten und die Lautstärkeregulierung auf der linken Seite. MicroUSB, Kopfhörerbuchse und der Lautsprecher sowie der Stift befinden sich am unteren Ende.

Display

Das Display vom Galaxy Note 5 stammt natürlich von Samsung selbst – und das Unternehmen würde den Teufel tun und hier etwas minderwertiges verbauen. Das 5,7 Zoll Display ist das beste, was es gibt. Das Super AMOLED-Modell erreicht eine Punktdichte von 518 PPI und ist von der Schärfe unübertroffen. HD-Bilder sehen extrem gut aus und es ist jedes Mal überraschend, sich die Fotos, die man mit dem Gerät aufgenommen hat, nochmal auf dem Display ansieht. Besser als in echt – das ist das Fazit, was man ziehen kann.
(Bild: Ubergizmo)
4K Videos sehen ebenfalls super aus -zumal man mit diesem Telefon auch derart hochauflösende Videos aufnehmen kann. Die füllen übrigens den Speicher extrem schnell.
Der Kontrast ist bauartbedingt sehr hoch – bei OLEDs ist Schwarz wirklich Schwarz und nicht wie bei LCDs grau. Die Farbsättigung ist ebenfalls öher – manchmal wirkt das ganze dann aber übertrieben bunt.

Software

Das Galaxy Note 5 wird mit Android 5.1 (Lollipop) und Samsungs Oberfläche TouchWiz ausgeliefert. Die wirkt praktisch genauso wie auf dem Galaxy S6, aber es gibt einige Features, die erwähnenswert sind.

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Der Stift: Der Extrastift benötigt Software, um sein Potential zu nutzen und Samsung hat viel dazu beigetragen, dass er einen wirklichen Zusatznutzen bringt. Samsung hat es geschafft, dass die Benutzung praktisch genauso einfach ist wie ein normaler Stift mit einem Stück Papier. Man muss den Stift herausnehmen und dann kann man schreiben: Der Lockscreen nimmt schon Notizen entgegen. Das ist echt elegant gelöst worden.

Der Bildschirm fühlt sich natürlich nicht wie Papier an – aber man kann so spontan auf dem Gerät schreiben wie es einem passt.

Vollbild-Screenshot: Wer den Stift effizient benutzt, wird auch Anmerkungen auf Webseiten und ähnlichem hinterlassen wollen. Samsung hat ein Feature integriert, der eine komplette Website als Screenshot aufnimmt, auch wenn sie länger ist als der Bildschirmausschnitt. Darauf kann man dann nach belieben herumkritzeln und scrollen. Das sollte mit so ziemlich allen mitgelieferten Apps laufen und denen, die das Pen SDK unterstützten.

Samsung SideSync

Sidesync 4.0 ist eine Funktion, mit der man das Smartphone von einem Rechner aus bedienen kann (Windows oder Mac).Es ist sinnvoll, wenn man eine Smartphone-App mit einer echten Tastatur steuern will, SMS schreiben oder gar einen Brief tippen will.

Man kann sogar per Drag und Drop Dateien auf das Android-Gerät ziehen, was bei Fotos genial ist. Natürlich klappt das auch über USB, aber die Sidesync-Funktion ist natürlich viel einfacher zu nutzen. Man kann sogar am PC eingehende Telefonate aufnehmen. Sidesync gibt es schon einige Zeit, aber Version 4.0 scheint so langsam produktiv nutzbar zu sein.

Samsung Pay soll als Beta bald in den USA starten und natürlich unterstützt das Galaxy Note 5 die neue Bezahlfunktion. Samsung Pay ist mit alten Kreditkartenterminals kompatibel, durch die man die Kreditkarte zum Auslesen des Magnetstreifens ziehen muss. Das Gerät erzeugt das Signal automatisch – so dass die alten Terminals glaube, man ziehe eine Karte hindurch. Das ist extrem clever von Samsung – aber natürlich beherrscht Samsung Pay und das Note 5 auch NFC.
(Bild: Ubergizmo.com)

Mit der Funktion Ultra High Quality Audio (UHQA) soll der Ton verbessert werden. Der Filter soll auch stark komprimiertes Material verbessern. Aber es ist natürlich besser, wenn das ganze schon in guter Qualität vorliegt. Die Funktion arbeitet nicht mit allen Bluetooth-Kopfhörern zusammen. Und ratet einmal, wer die Kopfhörer anbietet, die damit garantiert funktionieren. Richtig: Samsung selbst.

Kamera

Nachdem das Galaxy Note 5 die genau gleiche Kamera und Software verwendet wie das Galaxy S6 können wir ohne Probleme behaupten, dass es sich dabei um sehr ordentliche Hardware handelt. Die Experten von DxO bezeichnen das S6 als beste Mobiltelefonkamera und untere Tests stütze diese Aussage. In den nächsten Tagen sollten Testfotos erscheinen.
(Bild: Ubergizmo.com)
Die Bildstabilisierung bei Videoaufnahmen ist softwarebasiert. Der Bildausschnitt ist dabei etwas kleiner als die eigentliche Aufnahmefläche, denn die Software bewegt den Ausschnitt so , dass das Bild nachträglich zur Ruhe kommt. Da sorgt für ein etwas eingeengtes Gesichtsfeld, stört aber im Resultat nicht.

Die Live-Übertragung ist ebenfalls neu. Ab sofort kann man das Videobild direkt auf Youtube streamen. Jeder, der die Adresse kennt, kann das Video sofort ansehen.

Leistung

Das Galaxy Note 5 basiert auf der gleichen Hardware wie das S6. Deshalb arbeitet als Prozessor Samsungs Exynos 7420 Octa-Core 64-bit CPU mit 14 Nanometer Strukturbreite darin. Dabei handelt es sich um das ein System, was in den meisten Benchmarks die Nase vorn hat.. Wenn dann 2016 der Qualcomm Snapdragon 820 aufgeliefert wird, könnte sich das Blatt wenden, doch jetzt ist man erstmal auf der sicheren Seite. Das iPhone 6s und der kommende A9 könnten auch sehr gut sein – aber genau werden wir das erst Anfang September wissen.

Akkuleistung

Mit einer Akkukapazität von 3200 mAh hat das Galaxy Note 5 etwas weniger als das Galaxy Note 3 und leider lässt sich auch der Akku nicht mehr wechseln. Aber ist das schlimm? Das hängt wie so oft vom Einzelfall ab. Die meisten Nutzer kaufen eh nie einen zweiten Akku und haben nur selten das Problem, dass der Akku im Gerät komplett leer ist. Manche Anwender mag der fest verbaute Akku dennoch stören. Aber ein Blick über den Tellerrand schadet ja nie: Das LG G4 ist ein hervorragendes Gerät und hier kann der Stromspeicher ausgetauscht werden.

Schnellladung ist etwas, was Samsung 2015 zu einem Tipthema machen will – und das klappt auch ganz gut. Wer ein leistungsstarkes USB-Ladegerät besitzt. kann das Gerät innerhalb von 10 Minuten mit genügend Strom für mehrere Stunden Betriebszeit versorgen.

Das Gerät kann auch schnurlos geladen werden. Dazu braucht man eine separate Ladeschale, die extrem kostet. Man sollte sie in der Nähe des Bettes platzieren, damit das Gerät so über Nacht aufgeladen wird. Das kabellose Laden mag auch im Auto ganz sinnvoll sein. Mit 30 US-Dollar Straßenpreis ist das Ladegerät aber noch sehr teuer.

Ob es nun so sinnig ist, das Einstecken eines Kabels durch das Auflegen auf einer Schale zu kompensieren, mag jedem selbst überlassen sein. Die Schnelladefunktion gibt es nur bei Kabelbetrieb.

Fazit


Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass das Galaxy Note 5 „das“ Stift-Smartphone überhaupt ist. Durch sein großes Display und seinen großen Akku ist es bestens für die Aufgaben gerüstet, die sich ihm stellen. Das Design ist sehr hübsch, aber es ist auch der Grund für die fest eingebaute Batterie. Das Galaxy Note 5 ist das beste Großdisplay-Smartphone auf dem Markt und das beste Großdisplay-Gerät mit Android. Die exzellente Stiftintegration tuen ihr übriges dazu.
(Bild: Ubergizmo.com)
Es gibt einen Grund, warum das iPhone 6 die Verkäufe des iPhones beflügelt haben. Die großen Geräte sind einfach leichter zu bedienen und ihre Display sind einfach genial. Die Galaxy Note Series gilt als Urvater dieser Kategorie und sie erschienen zu einer Zeit, als viele behaupteten, dass Phablets überflüssig seien.

Leider wird das Galaxy Note 5 in Deutschland nicht angeboten.

Technische Daten Galaxy Note 5

Auflösung: 2560×1440
Displaydiagonale: 5.7″
Prozessor: Exynos 7420, 2.1 GHz
Maximaler Speicherplatz: 64 GByte
Megapixel: 16 MP
Akkukapazität: 3000 mAh

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