Samsung schiebt Tastatur über das Galaxy S6 Edge+

(Bild: Samsung)

Zusatzhardware für Smartphones - das ist meist eine Tasche oder ein Stift, vielleicht auch eine Folie oder ähnliches - aber manchmal gibt es auch Peripherie alter Schule: Samsung hat sich darauf besonnen und bietet für sein neues Riesen-Smartphone Galaxy S6 Edge+ eine Tastatur zum Überschieben an.

Samsung Galaxy S6 Edge+ Review

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Samsung Galaxy S6 Edge+
(Bild: Ubergizmo.com)

Richtig lange Texte schreiben sich auf On-Screen-Tastaturen schlecht, weshalb Samsung für das Galaxy S6 Edge+ eine Hardware-Tastatur entwickelt hat, die etwa den unteren Rand des Bildschirms des großen Smartphones abdeckt. Die Software schiebt den Bildschirminhalt automatisch so, dass nichts verdeckt wird.

Die QWERTY-Tastatur verfügt über die üblichen vier Tastenreihen, davon drei für die Buchstaben und eine für Zusatztasten wie Hochstellen sowie vor allem die Leertaste. Abgesetzt finden sich am unteren Rand zusätzlich Knöpfe für die drei Android-Bedienelemente Optionen, Home und Zurück.

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The Verge hat zudem festgestellt, dass eine stromhungrige Bluetooth-Verbindung nicht nötig ist. Vielmehr erkennt der Touchscreen die Tastatureingaben und setzt sie um. Demnach lässt sich die Tastatur auch rückseitig aufschieben, wenn sie gerade nicht benötigt wird, um den Blick auf den kompletten Bildschirm freizugeben.

Einen Preis oder Verfügbarkeitstermin nannte Samsung nicht einmal für die USA. Für den deutschen Markt wäre natürlich eine Anpassung ans QWERTZ-Format nötig, mit einer Möglichkeit, Umlaute zu tippen. Ob Samsung diesen Aufwand für das Galaxy S6 Edge+ betreiben wird, das in Deutschland ab 4. September für 799 Euro erhältlich sein soll, ist unklar. Möglicherweise wartet es zumindest ab, ob das Edge+ auf großes Interesse stößt.

Derzeit gilt Blackberry als einziger bekannter Hersteller, der noch systematisch Smartphones mit physischer Tastatur anbietet. Falls Samsung sich mit der Tastatur gezielt um Blackberrys Unternehmenskundschaft bemühen sollte, wäre dies nicht das erste Mal. So griff Samsungs mittlerweile teilweise in Android eingegangene Sicherheitsplattform Knox erkennbar Elemente von Blackberrys BYOD-Lösungen auf, etwa die Trennung privater und geschäftlicher Daten, die sich erstmals in Blackberry Balance fand.

Eine der Samsung-Lösung ähnliche Tastatur fürs iPhone gab es im vergangenen Jahr von Tastaturhersteller Typo Products. Sie ahmte allerdings die Optik der Blackberry-Tastaturen nach, weshalb das kanadische Unternehmen klagte. Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung verpflichtete sich das unter anderem vom amerikanischen Schauspieler und Fernsehmoderator Ryan Seacrest gegründete Typo im Juni, überhaupt keine Smartphone-tastaturen mehr herzustellen.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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