Geforce GTX 950: Daten, Bilder und Preis

(Bild: NVIDIA) Geforce GTX 950

NVIDIA hat seine neue GeForce GTX 950 Grafikkarte veröffentlicht, die im Preissegment um die 150 Euro der Radeon R7 370 Paroli bieten soll. Sie soll sich hervorragend als Upgrade zur beliebten GeForce GTX 650 eignen, welche derzeit etwa 100 Euro kostet. Unsere amerikanischen Kollegen konnten die GTX 950 im Hands-On testen.

Leistungszuwachs

NVIDIA veranschaulichte einen Leistungszuwachs von 300 Prozent in seinen Demosystemen, während der Sprung zur Maxwell-Architektur die Karte in Relation zur Performance doppelt so energieeffizient machte. Den Thermal Design Point (TDP) gibt NVIDIA mit 90 Watt an, entsprechend ist ein Sechs-Pin-Stromanschluss vorgesehen. Die 768er GPU läuft mit 1.024 GHz-1.188 GHz (Boost). Daneben verdoppelt Support für 2GB die GTX Videospeicher-Konfiguration, um höhere Auflösungen zu unterstützen.

(Bild: Nvidia)

NVIDIA gibt an, dass diese Titel mit 60 fps mit 1.080p laufen. (Bild: NVIDIA)

Unter DirectX 12 unterstützt die GTX 950 einige der neue Features wie Raster Ordered Views oder Volume Tiled Resources.

Weniger Latenz, bessere Performance

Neben dem Sprung in Sachen Performance, den viele Kunden für selbstverständlich halten, bemühte sich NVIDIA darum, die Spielerfahrung zu verbessern, insbesonders im Multiplayer Online Battle Arena- (MOBA)-Bereich. Wann immer Latenzen auftreten, werden diese reduziert. Damit ist die Zeitspanne zwischen einem Mausklick und der visuellen Rückmeldung dieser Aktion gemeint.

(Grafik: NVIDIA)

(Grafik: NVIDIA)

NVIDIA behauptet mit Bezug auf ein Hochgeschwindigkeitsvideo, dass die Latenz bei DOTA 2 beispielsweise von 80 Millisekunden unter der GeForce GTX 650 auf 45 Millisekunden unter der Geforce GTX 950 reduziert wurde. Dabei achteten die Ingenieure vor allem auf zwei Dinge: 1) Die Verringerung der Renderzeit und 2) die Reduktion von Frames, indem auf Dreifachpufferung verzichtet wurde.

„Was ist denn bitte Dreifachpufferung?“, mag sich der ein oder andere nun fragen. Nun, um eine lange Geschichte kurz zu machen: Dreifachpufferung ist etwas, das vor langer Zeit einmal eingeführt wurde, als Röhrenbildschirme noch aktuell waren. Dabei sollten Bildeinbrüche verhindert werden, wenn von einem Bild zum nächsten gewechselt wurde. Der Framebuffer besteht hierbei aus drei Pufferspeichern (ein Front- und zwei Backbuffer).

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Seitdem hat zum Beispiel die G-Sync-Technologie es möglich gemacht, nur mit Doppelpufferung auszukommen. Ein großer Teil der Latenzverbesserungen geht allein darauf zurück. Für weiterführende Informationen zum Thema Dreifachpufferung verweisen wir an dieser Stelle auf den ausführlichen Wikipedia-Eintrag.

Natürlich wird die Latenz durch eine Verkürzung der Zeit, die benötigt wird, ein Bild zu rendern weiter reduziert und genau das klappt auf die gute alte Art durch reine Rechenleistung.

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Man könnte annehmen, eine Reduktion von 80 auf 45 Millisekunden sei nicht der Rede wert, doch die kann es für manche Spieler sein, welche diesen Unterschied tatsächlich wahrnehmen. Da die MOBA-Community stets nach kürzerer Latenz schreit, sollte sie die GTX 950 – vorerst – glücklich machen.

Gleichzeitig hilft die aktualisierte GeForce Experience-Anwendung, die besten Grafik-Einstellungen für das vorhandene System auszuwählen, was Neulingen sicher eine unliebsame Aufgabe abnimmt.

Streamen und Teilen

Zu guter Letzt hat NVIDIA einiges an den Möglichkeiten zur Videoausstrahlung seiner Software verbessert. Zwar war es dank Shadow Play (Überblick zu den Funktionen) bereits früher möglich, live auf Twitch zu streamen oder ein Spiel in MP4 aufzuzeichnen, inzwischen wurde jedoch noch etwas am Luxus gefeilt. Bildmaterial kann nun nämlich in 4K mit 60 fps bei minimaler CPU-Auslastung aufgezeichnet und gestreamt werden.

(Bild: Übergizmo.com)

In dieser Demonstration spielt der Laptop auf der rechten Seite über das Internet. (Bild: Übergizmo.com)

Und was hat es nun mit „Teilen“ auf sich? Natürlich kann einer eurer Freunde euch einfach beim Spielen zusehen. Darüber hinaus hat NVIDIA es aber möglich gemacht, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen – über das Internet… mittels einer Browser-Erweiterung. Da der Controller des Freundes so Kommandos an euren  PC senden kann, bleibt euch die Option für 2-Spieler-Gameplay offen.

Freunde können durch den Video-Stream sehen, was im Spiel passiert, gleichzeitig aber auch mit ihrem Controller und der Browser-Erweiterung in das Spiel eingreifen. Durch die Erweiterung wird dem Computer vorgegaukelt, ein zweiter USB-Controller wäre angeschlossen.

Fazit

Fans der GeForce GTX 650 oder einer GPU in dieser Preiskategorie sollten sich die neue GeForce GTX 950 einmal genauer ansehen. Zwar wird die GTX 650 noch eine Weile auf dem Markt sein, doch wer nicht auf ein besonders kleines Budget zurückgreifen muss, sollte das Upgrade in Erwägung ziehen. Denn für seine 169 Euro hat die neue Grafikkarte einiges zu bieten.

 

Tags :Quellen:NVIDIAVia:Übergizmo.com

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