Google-Sicherheitschef erwartet viel mehr Hackerangriffe

(Bild: shutterstock)

Werden in Zukunft immer mehr Unternehmen Opfer von Hackern? Das vermutet zumindest Googles Sicherheitsschef und warnt davor, dass es sich dabei nicht um Hobby-Hacker sondern um staatlich finanzierte Angreifer handelt. Er fordert vor allem bei vernetzten Geräten eine Zertifizierung.

Vor kontinuierlichen Cyberangriffen durch „immer geschicktere Angreifer“, die mit „immer besseren Ressourcen ausgerüstet sind“, warnt der Leiter für IT-Sicherheit und Datenschutz von Google, Gerhard Eschelbeck, in einem Interview mit dem Spiegel.

Der promovierte Informatiker, der zu den weltweit führenden IT-Sicherheitsexperten zählt, sieht eine „gewandelte Bedrohungs-Landschaft“ mit zunehmend zielgerichteten Attacken von Staats-Hackern: „Wir haben es immer mehr mit Angreifern zu tun, die von bestimmten Ländern gesponsert werden und dabei ganz konkrete Absichten verfolgen.“

Eschelbeck sorgt sich zudem um Sicherheitslücken im Internet der Dinge. Ein Auto sei heute nichts anders als ein großer Super-Computer, der drahtlos verbunden werden kann. Das habe sich nicht zuletzt bei dem Vorfall vor wenigen Wochen gezeigt, als es Experten gelang, sich in Autos einzuhacken. „Wir, und damit meine ich die ganze Branche, müssen dafür sorgen, dass dabei künftig von Anfang an auch die Sicherheit mit eingebaut ist, sei es bei Autos oder Herzschrittmachern“, so der gebürtige Österreicher gegenüber dem Spiegel. Dabei müsse auch über „eine einheitliche Zertifizierung für die Sicherheit solcher Geräte“ nachgedacht werden.

Eschelbeck räumte ein, dass bei Google bisher „beim Umgang mit Datenschutz sicher nicht alles richtig gelaufen“ sei, berichtet der Spiegel. „Ich betrachte es als meine ganz persönliche Aufgabe, das zu ändern, es besser zu machen, mehr zu kommunizieren, für mehr Transparenz zu sorgen,“ sagte er. Seit dem Amtsantritt des Informatikers Anfang des Jahres sind die Abteilungen für IT-Sicherheit und Datenschutz bei Google zusammengelegt. Teil des Problems sei, dass das Internet prinzipiell nicht sehr transparent sei: „Deswegen muss Google für diese Transparenz sorgen und den Nutzern zeigen, was mit ihren Daten passiert“, so Eschelbeck.

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