Leica verkauft Mittelformat-Kamera mit 4K-Funktion für 17.850 Euro

(Bild: Leica)

Die neue Leica S Typ 007 ist eine Mittelformatkamera mit einem besonders großen Sensor, der nicht nur Fotos mit 37,5 Megapixeln machen kann sondern auch Videoaufnahmen mit 4K erlaubt. Bei Mittelformatkameras ist die Serienbildgeschwindigkeit meist sehr gering, doch auch hier kann die Leica punkten. Nur beim Preis gibt es keine Überraschungen.

Die neue Leica S Typ 007  ist nach Herstellerangaben ab sofort verfügbar. Der Prototyp wurde auf der Photokina 2014 erstmalig gezeigt, doch das finale Modell ist deutlich leistungsfähiger. So hat es Leica geschafft, die Empfindlichkeit des Sensors mit 37,5 Megapixeln auf bis zu ISO 12.500 zu steigern. Der Sensor misst 30 x 45 Millimeter.

Der CMOS-Bildsensor und der Leica Maestro II Bildprozessor ermöglichen eine Serienbildfrequenz von bis zu 3,5 Bildern pro Sekunde. Außerdem kann mit der Kamera Full-HD- und 4K-Video aufgenommen werden. Der neue Schlitzverschluss der Kamera soll eine Lebensdauer von mindestens 150.000 Auslösungen aufweisen.

Leica hat außerdem das Autofokus-System überarbeitet, das vor allem bei bewegten Motiven die Schärfe sicher und schnell nachführen soll. Die Leica S (Typ 007) verfügt über einen prädiktiven Autofokus und erkennt so die Bewegung des Motivs und berechnet die Entfernung im Moment des Auslösens voraus. 

(Bild: Leica)

Die Leica S (Typ 007) verfügt über ein integriertes GPS-Modul, das auf Wunsch die Koordinaten des aktuellen Standorts in den Exif-Daten der Fotos festhält und auch die Systemzeit automatisch einstellt. Der neue Zwei-Achsen-Lagesensor wird als Wasserwaage genutzt und über das WLAN-Modul kann die Kamera über die Leica S App per iPhone oder iPad ferngesteuert werden, wobei die App auch das Livebild zeigt.

Das Display mit einer Auflösung von 921.600 Pixeln, einer Diagonalen von 3 Zoll, vollem sRGB-Farbumfang sowie mehr Kontrast und Helligkeit ist mit Gorilla Glass geschützt. Auf der Oberseite befindet sich ein transflektives Display, das bei Beleuchtung von außen besonders gut ablesbar ist – kein Vergleich mit den LC-Displays, die man sonst oben auf Kameras sieht und die bei hellem Sonnenlicht kaum ablesbar sind. 

Das duale Verschlusssystem erlaubt dem Fotografen die Wahl zwischen dem Einsatz des schnellen Schlitzverschlusses bis zu einer Verschlusszeit von 1/4000 Sekunden und dem elektronisch gesteuerten Zentralverschluss der CS-Objektive, der Blitzsynchronzeiten bis zu 1/1000 Sekunde ermöglicht. Allerdings hat das System auch einen deutlichen Nachteil: Es gibt derzeit nur zehn Leica S-Objektive, die damit genutzt werden können. Nur sechs davon gibt es optional mit Zentralverschluss. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass auch Mittelformat-Objektive anderer Hersteller an die Kamera passen.

Mit 160 x 80 x 120 mm und einem Leergewicht von 1.260 Gramm ist sie zudem recht groß und schwer.  Die Kamera verfügt über zwei Speicherkartenslots sowohl für CompactFlash- als auch für SD-Karten und  kostet als Gehäuse ohne Objektiv 17.850 Euro. 

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