Star Citizen: Mammutprojekt droht Sammelklage

(Bild: Cloud Imperium Games)

Der Entwickler Derek Smart (Line of Defense) legt sich nachhaltig mit dem Team des oft kritisierten Großprojekts Star Citizen an. Er fordert die Offenlegung der Finanzen der wohl kaum umsetzbaren Weltraum-Simulation und droht sogar mit einer Sammelklage, sollte nicht endlich ein Release-Datum veröffentlicht werden.

Bilder zum Megaprojekt "Star Citizen"

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Star Citizen gilt als Mammutprojekt. Von den rund 88 Millionen Dollar, die bisher via Crowdfunding gesammelt wurden, sehen Unterstützer aber noch nicht viel.

Seit Star Citizen 2012 erstmals über eine Kickstarter-Kampagne finanziert wurde, ist nicht viel passiert um die Weltraum-Situation, in der so viel mehr passieren soll als in jedem anderen Computerspiel. Etwa zwei Millionen Dollar wurden damals gesammelt, und im Nachhinein schaffte es Gamedesigner Chris Roberts über Roberts Space Industries insgesamt fast 88 Millionen Dollar (76,5 Millionen Euro) aufzubringen. Damit sollte Star Citizen aus – überspitzt gesagt – genau so viele Planeten wie unsere Galaxie selbst bestehen. Ein fast schon größenwahnsinniges Projekt ward geboren.

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Nun hat Derek Smart, ebenfalls Gamedesigner, erneut zum Schlag gegen die Umsetzbarkeit der Simulation aus. In seinem Blog kritisiert er, das Spiel könne niemals in dem von den Entwicklern angepriesenen Umfang umgesetzt werden. In einer online öffentlichen Unterlassungsordnung macht er nun seine Forderung deutlich: Die Finanzen um Star Citizen sollen offengelegt und ein konkretes Erscheinungsdatum genannt werden. Und Smart geht noch weiter. Sollte innerhalb einer Frist von 30 Tagen keine ihn zufriedenstellende Antwort erfolgen, droht er mit einer Sammelklage.

Wo ist das Geld der Unterstützer?

Die Entwickler von Star Citizen versprachen den Backern viele Neuerungen und kontinuierliche Updates. Neue Informationen wie der Multiplayer-Kampfmodus „Arena Commander“ tröpfeln aber nur spärlich an die Öffentlichkeit – in jedem Fall zu langsam für Smarts Geschmack.

Daher fordert er, dass Förderern eine finanzielle Entschädigung zukommt. „Smart beansprucht, dass Sie Rückerstattungen an alle erlassen, die nach einer solchen verlangen, ungeachtet dessen welche Kampagne sie unterstützt haben. Uns ist bekannt, dass sich zahlreiche Konsumenten über das Projekt beschwert haben, wovon aber nur wenige, wenn es überhaupt irgendjemand war, eine Rückzahlung erlangt haben“, so ein Auszug aus dem Dokument.

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Den Unterstellungen nach wären die Gelder nicht in die Entwicklung geflossen, sondern anderweitig verwendet worden. „Anstelle das Spiel zu produzieren oder den Förderern die Belohnungen zukommen zu lassen, habt ihr die Fundraising-Kampagne auf der Roberts Space Industries-Website fortgesetzt und den Umfang des Spiels erneut deutlich angehoben, was mit verschiedenen Aufwendungen – darunter Ausgaben für Public Relations, weltweite Mediaevents und persönliche Ausgaben – verbunden war, die nicht in die Entwicklung des Spielmaterials geflossen sind.“

Smart, der die ursprüngliche Kampagne selbst mit 250 Euro unterstützte und die Summe bereits frühzeitig zurückerstatten ließ, ist allerdings selbst kein unbeschriebenes Blatt. Denn obwohl er lautstark Kritik an anderen Entwicklungen übt, versucht er negatives Feedback zu seinen Projekten, wie im Fall der GameStar, mundtot zu machen.

Tags :Quellen:Unterlassungsordnung von Derek SmartVia:Der Standard.at
  1. also eher würde ich mein Geld in ein sehr vielversprechendes Spiel investieren das mit etwas Glück ein echter Bonus für Scifi Fans wird, als mir den Programmierabfall von Derek Smart auf Steam schenken zu lassen.

  2. Kann Da Nicht In allen Punkten zustimmen.
    Zum Beispiel ist es nicht der Fall Das man so gut wie garnix von dem Spiel sieht. Es geht voran und das ist das wichtigste. Das so ein Projekt Nicht innerhalb von 2 Wochen umsetzbar ist Brauch ich wohl nicht weiter auszuführen außerdem ist die Entwicklung sehr offen gestaltet und wer sich ein bisschen darüber informiert Der Wird daß auch schnell selber feststellen; leider ist das hier wohl nicht der Fall gewesen.
    Derek Smart ist einfach nur bemitleidenswert er Kann weder mit Kritik umgehen Noch mit dem Erfolg anderer.
    Diese ganze Geschichte ist für mich ein verzweifeltes jammern nach Aufmerksamkeit.

  3. So langsam nerft diese Berichterstattung einfach nur noch. Ein ganz großes Lob an den Redakteur der dieses durchgekaute Thema zum hundertsten mal aufgegriffen hat und zum 100x genau das gleiche berichtet. Peinlich, stumpf, unprofessionell und vor allem stinkelangweilig.

    Wie wäre es wenn man andere Entwicklergrößen mal zu diesem Thema interviewed und fragt was diese von dem Mammutprojekt halten? Das würde jedenfalls die Leute mehr intressieren als dieser peinliche copy-paste Bericht von gamestar oder wars giga, oder computerbild, oder chip, oder starcitizen.de oder starcitizen-news oder oder oder…. Echt sowas von Daumen runter Herr obermieser Redakteur.

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