Ehemaliger Apple-Chef stellt Android-Smartphones Obi Worldphones vor

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John Sculley, der früher einmal CEO bei Apple war, hat ein Start-Up namens Obi Worldphone gegründet und will nun mit zwei ersten Android-Geräten den Smartphone-Markt aufmischen.  Das Design wurde zusammen mit dem Gründer von Ammunition, Robert Brunner, entworfen. Die Designfirma war bis zur Übernahme durch Apple für die Gestaltung der Beats-Kopfhörer verantwortlich.

Die Amtszeit des ehemaligen Apple-Chefs John Sculley war noch vor der Smartphone-Ära. Von 1983 bis 1993 war er Präsident und CEO von Apple. Einen iPhone-Killer hat sein Start-Up zwar nicht vollbracht, dennoch sind zwei Smartphones mit guter Hardware zu einem günstigen Preis dabei herausgekommen.

Das Obi Worldphone SF1 wird für 199 beziehungsweise 249 Dollar in den Handel kommen. Das SJ1.5 kostet 129 Dollar. Ab Oktober sollen sie online und in einigen Regionen auch in Ladengeschäften erhältlich sein. Anfangs wird Obi die Geräte in Indien, der Türkei, Thailand, Südafrika und einigen weiteren aufstrebenden Ländern verkaufen. Berichten zufolge werden sie auch in den USA ab Oktober erhältlich sein. Weitere Ländern sollen aber folgen. Konkrete Informationen zu einem deutschen Marktstart gibt es bislang noch nicht.

Das teurere und besser ausgestattete SF1 ist mit einem 5 Zoll großen Full-HD-IPS-Display von JDI mit 1920 mal 1080 Pixel ausgestattet. Die Pixeldichte entspricht 443 ppi. Für Schutz vor Kratzern & Co. sorgt Cornings neueste Gorilla-Glas-Version 4.0. Zudem soll eine Beschichtung Fingerabdrücke minimieren. Angetrieben wird das Smartphone von Qualcomms Snapdragon-615-CPU, die 64-Bit-Support und acht Kerne mit 1,5 GHz Takt bietet. Die Grafik übernimmt eine Adreno-405-GPU.

Das Obi Worldphone SF1 gibt es in zwei Varianten mit 2 GByte RAM und 16 GByte internem Speicher sowie mit 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Flash-Storage. Bei beiden Modellen dient ein microSD-Kartenslot noch zur Erweiterung der Kapazität um bis zu 64 GByte. Die Stromversorgung übernimmt ein 3000-mAh-Akku. Dieser soll für eine Standbyzeit von bis zu 20 Tagen reichen. Die Gesprächszeit im 3G-Netz gibt Obi mit 23 Stunden an. Videos lassen sich für 10 Stunden am Stück, Musik für 60 (über Lautsprecher) respektive 100 Stunden (über Kopfhörer) abspielen. Geladen wird der festverbaute Akku via microUSB. Ein Aufladen per Induktion ist nicht möglich. Dafür ist Quick Charge in der älteren Version 1.0 an Bord.

Fotos und Videos sind mittels einer rückseitigen 13-Megapixel-Kamera möglich. Obi verwendet den IMX214-Exmor-Sensor von Sony und eine f2.0-Blende. Ein LED-Blitz und ein Autofokus sind vorhanden. Die Front-Cam für Selfies und Videotelefonie löst mit 5 Megapixel auf. Besondere Software-Features sind UbiFocus zum nachträglichen Verändern des Fokuspunktes sowie OptiZoom, ein digitaler Zoom, der dank Optimierungen annähernd so gut funktionieren soll wie ein optischer Zoom. Für Nachtaufnahmen gibt es noch den sogenannten ChromFlash, der für ausbalancierte Farben zwei Fotos – mit und ohne Blitz – zu einem Bild kombiniert.

Der Lautsprecher sitzt an der unteren Kante des Smartphones. Für die Soundausgabe unterstützt das SF1 Dolby Surround 7.1. Zur Kommunikation mit der Außerwelt sind LTE, UMTS, WLAN 802.11 a/b/g/n, Dual-Band-WiFi, WiFi Direct, Bluetooth 4.0, A-GPS, Glonass und microUSB 2.0 integriert. Das Obi Worldphone SF1 bietet zudem Dual-SIM. Ein Slot kann eine Nano-, der andere ein microSIM-Karte aufnehmen.

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Als Betriebssystem kommt Android 5.0.2 Lollipop zum Einsatz. Die Oberfläche wurde von Obi angepasst. Es ist ein eigener Launcher namens Lifespeed vorinstalliert. Was die taugt, wird sich aber erst zeigen, wenn Testgeräte verfügbar sind und erste Erfahrungsberichte von Nutzern vorliegen.

Das Smartphone misst 146 mal 74 mal 7,8 beziehungsweise 8 Millimeter und wiegt 147 Gramm. Das Unibody-Gehäuse hat metallische Akzente, ist ansonsten aber aus Kunststoff gefertigt. Obi hebt zudem das Floating-Glass-Design hervor.

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Das Obi Worldphone SJ1.5 verfügt über ein 5-Zoll-Display mit 1.280 mal 720 Pixel (294 ppi) und Gorilla Glas 3. Für Power sorgt der MediaTek-Chip MT6580 mit 1,3 GHz Takt. An RAM und internem Speicher sind 2 respektive 16 GByte integriert. Der microSD-Kartenslot fasst Speicherkarten mit maximal 32 GByte. Der Akku bietet wie beim SF1 eine Kapazität von 3000 mAh. Angaben zur Laufzeit macht der Hersteller hier nicht.

Die rückseitige Kamera löst mit 8 Megapixel auf und verfügt über eine f2.2-Blende, einen Autofokus und einen LED-Blitz. Die Front-Cam bietet ebenfalls 5 Megapixel. Eine mobile Verbindung zum Internet ist bei dem günstigeren Modell nur via UMTS möglich. WLAN wird nach 802.11 b/g/n unterstützt. Dual-Band-Wifi gibt es nicht. Dafür aber WiFi Direct, Bluetooth 4.0, microUSB 2.0 und A-GPS.

Das Betriebssystem basiert hier laut Datenblatt bereits auf Android 5.1 Lollipop. Gut vorstellbar, dass bei dem teureren Modell ebenfalls Android 5.1 gemeint war. Die Lifespeed-Oberfläche ersetzt auch hier wieder das Standard-Android-Interface. Das Polycarbonatgehäuse des SJ1.5, das mit einer Magnesiumlegierung verstärkt wurde, misst 146 mal 73 mal 7,95 Millimeter und wiegt 131 Gramm.

 

Tags :Quellen:Obi WorldphoneVia:CNET.de

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