Urteil in Frankreich: WLAN-Allergie gilt als Behinderung

(Bild: Shutterstock)

Für die meisten von uns ist WLAN (vor allem auf Reisen) eine Art digitales Lebenselixier. Dass Strahlung aber nicht nur positive Seiten hat, vermutet man schon länger. Einer 39-jährigen Französin wurde wegen einer solchen Annahme nun von einem Gericht in Toulouse das Recht zugesprochen, staatliche Unterstützung zu erhalten. Grund für die Hilfe ist ihre "WLAN-Allergie".

Marine Richard gab an, unter Elektromagnetischer Hypersensitivität (EHS) zu leiden. Die Folgen dieser Empfindlichkeit sind Kopfschmerzen, Schlafstörungen und weitere Symptome, wenn man sich in der Nähe von elektromagnetischen Felder aufhält. Genau solche werden wohl durch Mobilfunkmasten oder WLAN erzeugt.

Wissenschaftlich belegt sind diese gesundheitlichen Auswirkungen allerdings noch nicht. Weder in Frankreich, noch in Deutschland ist EHS deshalb eine anerkannte Krankheit. Für viele tausend Menschen, die unter ähnlichen Symptomen wie Richard leiden, ist das Urteil der Richter in Toulouse deshalb ein Hoffnungsschimmer.

Richard wurde vom Gericht als arbeitsunfähig eingestuft und gilt zu 85 Prozent als körperlich benachteiligt. Die monatliche Beihilfe beträgt in diesem Fall 680 Euro. Die Französin zog letztlich aufgrund der schmerzhaften Symptome aus Marseille und lebt seit nunmehr fünf Jahren ohne Elektrizität.

Lies auch: Mit dieser Unterhose bleibst du trotz Mobilfunk fruchtbar – hoffentlich

Für uns, die wir uns täglich den Vorzügen drahtloser Kommunikationstechnologien hingeben, macht der Fall damit erneut klar, dass die Schattenseiten einer Technik, so fortschrittlich sie auch sein mag, nie aus den Augen verloren werden sollten.

Tags :Quellen:Bild: ShutterstockVia:Tyler Lee, Übergizmo.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising