Gigaset ME Pro: Ersteindruck des Edelstahl-Smartphones von der IFA

(Foto: Übergizmo.de)

Mit Gigaset steigt nun auch ein deutscher Hersteller in den Smartphone-Markt ein. Die Geräte werden zwar auch in China produziert, aber immerhin nicht von Drittanbietern, sondern im eigenen Werk der ehemaligen Siemens-Tochter. Auf der IFA haben wir uns nun einen ersten Eindruck von den neuen Gigaset-Geräten und insbesondere vom ME Pro verschafft.

Gigaset ME Pro

Bild 1 von 7

Gigaset ME Pro-7

Gigaset ME Pro

Ein hervorragendes Designmerkmal ist beim ME Pro der hochwertige Edelstahlrahmen, der laut Hersteller im Vergleich zu Aluminium für eine höhere Stabilität und seltenere Schäden beim Herunterfallen sorgt. Das Design, das an frühere iPhones erinnert, weiß auch direkt durch ein edles und hochwertiges Finish zu begeistern. Ein Nachteil von Edelstahl ist gegenüber dem leichteren Alu allerdings sein Gewicht. Das Gigaset ME Pro viel nämlich nicht nur durch ein schickes Äußeres, sondern auch gleich durch seine satten 195 Gramm auf. Mit einer Bauhöhe von 7,7 Millimetern ist das ME Pro auch nicht das dünnste Smartphone am Markt, aber dennoch noch recht schlank.

Die Rückseite ist beim ME Pro aus Gorilla-Glas. Wie man in dem nachfolgenden Hands-On-Video sehen kann, sind Fingerabdrücke wie auch beim Samsung Galaxy S6 oder Sony Xperia Z3 deutlich sichtbar. Ein Putztuch sollte man also stets in der Nähe haben, wenn man sich an einer derartigen Verschmutzung stört.

(Foto: Übergizmo.de)

Die Pro-Version kommt auf der Vorderseite mit einem 5,5-Zoll-Display, das ebenfalls von Gorilla-Glas geschützt wird. Das Display macht einen hellen Eindruck und ist auch äußerst Blickwinkelstabil – wie man es bei einem IPS-Panel aber auch erwarten würde. Unter der Haube werkelt Qualcomms aktuelles Spitzenmodell Snapdragon 810 mit 64-Bit, acht Kernen und einer maximalen Taktrate von 1,9 GHz. Der CPU stehen 3 GByte Arbeitsspeicher zu Seite.

Für das System und Daten sind beim ME Pro 32 GByte interner Speicher vorhanden. Ein microSD-Kartenslot ermöglicht eine Erweiterung der Kapazität. Der Akku ist fest verbaut, bietet aber eine satte Kapazität von 4000 mAh, was auch das etwas dickere Gehäuse erklären dürfte. Samsung verbaut in seinem S6 beispielsweise nur eine Batterie mit 2550 mAh. Der Akku könnte also gut und gerne zwei Tage halten – je nachdem wie man das Gerät verwendet.

Für Fotos und Videos integriert Gigaset in das ME Pro eine 20-Megapixel-Kamera mit Sony-IMX230-Bildsensor, F2.0-Blende und einem optischen Bildstabilisator. Selfies und Videochats sind bei den drei Android-Smartphones mittels einer 8-Megapixel-Front-Kamera mit F2.0-Blende und 120-Grad-Weitwinkelobjektiv möglich.

Zur Kommunikation biete das Gigaset ME Pro LTE Cat 6 mit Downloadraten von bis zu 300 MBit/s. Zur Anbindung an das Heimnetz sind WLAN 802.11 ac an Bord. Zur weiteren Ausstattung gehören Bluetooth und GPS. NFC hat Gigaset nicht integriert. Außerdem stattet der Hersteller sein Gerät mit einem Fingerabdruckscanner aus, der auf der Rückseite sitzt. Das ME Pro bringt zusätzlich noch einen Pulsmesser und einen UV-Lichtsensor mit, der euch sagen kann, ob ihr zu lange in der Sonne gelegen seid.

Auch eine IR-LED zum Nutzen des Smartphones als Fernbedienung ist an Bord. Bei seinem Smartphone setzt Gigaset weiterhin auf einen USB-Typ-C-Anschluss, der inzwischen schon in mehreren Geräte verbaut wird. Auch Dual-nanoSIM-Support ist mit von der Partie. Allerdings muss man sich zwischen einer zweiten SIM- oder einer microSD-Karte entscheiden – beides gleichzeitig geht nicht.

Als OS kommt Android 5.0 Lollipop zum Einsatz. Insgesamt wirkte das System auch recht schnell und flüssig. Der Snapdragon 810 sorgt hier definitiv für genügend Leistung. Etwas gestört hat uns, dass Gigaset wie beispielsweise auch Huawei auf einen App-Drawer verzichtet und die Anwendungen auf den Homescreen klatscht. Aber zum Glück gibt es ja genügend Launcher für Android, mit denen man sich die Oberfläche selbst anpassen kann.

Gigaset ME

Das normale ME unterschiedet sich vom ME Pro hauptsächlich durch ein kleineres Display. Gigaset stattet das ME mit einem 5 Zoll großen Full-HD-IPS-Display mit einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel aus. Aufgrund der kleineren Anzeige verbaut Gigaset auch nur einen 3000-mAh-Akku. Zudem löst die Kamera des ME mit 16 statt 20 Megapixel auf.

Gigaset ME Pure

Das ME Pure bietet dasselbe Display wie das ME, wird aber von dem etwas schwächeren 64-Bit-Achtkern-Chip Snapdragon 615 mit 1,5 GHz Takt angetrieben. An RAM sind nur 2 GByte verbaut. Beim ME Pure gibt es auch nur 16 GByte internen Speicher, dafür einen Akku mit 3320 mAh. Zudem sind beim ME Pure Aufnahmen mit maximal 13 Megapixel möglich. Einen IOS gibt es bei diesem Modell nicht. Weiterhin beschränkt sich LTE auf den Standard Cat 4 mit bis zu 150 Mbit/s im Download. Das Gehäuse ist aus Aluminium statt Edelstahl, womit das Gerät auch deutlich leichter ist als seine teureren Kollegen .

Dafür ist der Preis auch günstiger. Das ME Pure bietet Gigaset für 349 Euro an. Für das ME müssen schon 469 Euro und für das Spitzenmodell ME Pro 549 Euro hingeblättert werden. Gigaset wird seine Smartphones zuerst nur über seinen Online-Shop verkaufen. Anschließend will er sie über die Einzelhändler Media Markt und Saturn vertreiben. Kurz danach sollen sie auch im freien Handel erhältlich sein.

Tags :Quellen:Gigaset
  1. Ich war auch auf der IFA und habe ebenfalls einen Halt beim Stand von Gigaset gemacht, primär eigentlich wegen ihren Festnetz/Büro Lösungen.
    Das Gigaset ME habe ich mir allerdings ebenfalls zu gemühte geführt und muss sagen, dass das Smartphone unter aller sau ist. Ein billiges, unkreatives iPhone 6-klon design und obwohl unter der Haube ein sd 810 werkelt, ist ihr hauseigenen Android Rom hakelig und unbefriedigend.
    In kleinster Weise eine alternative zu stärken Android Konkurrenten wie Sony etc.

    Dieser Kommentar hat zu viele negative Stimmen erhalten hat. Klicken Sie hier, um die Nachricht zu sehen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising