Privatsphäre im Zoo: Schimpansin attackiert Drohne mit einem Ast

Affe gegen Drohne (Bild: Youtube.com)

Der Burger’s Zoo in Arnhem in den Niederlanden bietet seinen Besuchern Einblicke in die Welt der Tiere - am Gehege und durch ein zooeigenes TV-Programm. Bei den Aufnahmen für die zweite Staffel stellte sich heraus: Nicht nur Menschen fühlen sich durch eine Drohne in ihrer Privatsphäre beeinträchtigt, auch Affen reagieren mitunter aggressiv auf fliegende Kameras.

Eine Schimpansin hatte ihrem Unmut Luft gemacht, indem sie das Flugobjekt mithilfe eines Astes vom Himmel holte. Für das Kamerateam eine sehr ärgerliche Situation, für die Wissenschaftler des Zoos jedoch eine spannende Erkenntnis: Das Affenweibchen hatte den Ast bereits am Boden aufgesammelt und gezielt nach einer Position gesucht, von der sich die Drohne attackieren ließe. „Das ist ein Verhalten, das Schimpansen recht selten zeigen“, schreibt Jan van Hooff, einer der Wissenschaftler. „Es unterstützt die Vermutung, dass Affen im Voraus planen, wenn sie Werkzeuge benutzen“, so sein Kollege Bas Lukkenaar.

Die Schimpansen des Burger’s Zoo werden im Umgang mit Werkzeug nicht trainiert. Sie hatten jedoch zahlreiche Gelegenheiten, dem Team des Zoos beim Arbeiten zuzuschauen. Ob sich das Affenweibchen den Trick mit dem Ast abgeschaut hatte, lassen die Wissenschaftler jedoch offen.

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Tags :Quellen:sci-news.comVia:ubergizmo.com

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