Acer Predator 8: Gaming-Tablet mit Intel-Atom-x7 im Hands-On

(Foto: Übergizmo.de)

Acer hat auf der IFA in Berlin nicht nur zwei neue Gaming-Notebooks der Predator-Reihe vorgestellt, sondern auch ein neues Gaming-Tablet. Das Predator 6 hat Acer allerdings nur angeteast, zu sehen gab es das Gerät noch nicht. Dafür konnten wir nun das erstmals Ende April angekündigte Predator 8 in die Hand nehmen und ausprobieren. Was wir von dem Gaming-Tablet halten, lest ihr im Artikel.

Acer Predator 8

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Acer Predator 8-8

Auf der IFA in Berlin hat Acer mit dem Predator 8 (GT-810) sein erstes Gaming-Tablet nun auch für Europa vorgestellt. Im Juni hatte es sein speziell für Zocker ausgelegtes Tablet schon auf der Computex gezeigt. Das Acer Predator 8 wird ab Oktober zu einer UVP von 349 Euro erhältlich sein.

Laut Hersteller hebt das schlanke Tablet in gebürsteter Aluminiumoptik „Spielen unterwegs“ auf ein neues Level. Dafür soll unter anderem das Design sorgen, das mit Metall- und roten Farbelementen ganz im Stil der Predator-Notebooks gehalten ist. Acer hat die Rückseite stellenweise mit Textilstrukturen versehen, die für einen besseren Halt sorgen sollen. Die Haptik konnte uns allerdings nicht überzeugen. Die vier an den Ecken platzierten Lautsprecher sehen zwar ziemlich cool aus, machen sich beim Halten des Tablets aber unangenehm bemerkbar und drücken in die Hand. Auch das Gehäuse ist mit 8,7 Millimetern nicht so dünn, wie es Acer dem Kunden verkaufen will. Da haben wir schon wesentlich dünnere Tablets wie das Galaxy Tab S2 mit 5,6 Millimetern gesehen. Mit einem Gewicht von 350 Gramm ist das Tablet aber nicht allzu schwer und zumindest in dieser Hinsicht gut für unterwegs geeignet.

Am 8-Zoll-IPS-Display gab es nichts auszusetzen. Es löst mit 1920 mal 1200 Pixel auf und ist von Gorilla Glas 3 geschützt. Die Pixeldichte beträgt 283 ppi. Dies ist ein guter Kompromiss, denn QHD dürfte das Tablet nur ausbremsen. Acers ColorBlast-Technologie soll für besonders tolle Farben sorgen, was uns aber beim ersten Eindruck aber nicht sonderlich aufgefallen ist.

Ein Gaming-Tablet sollte natürlich besonders viel Leistung bieten, sodass auch die grafisch aufwendigsten Spiele flüssig auf dem Gerät laufen. Acer setzt dafür auf Intels Atom-x7-z8700-Prozessor der Cherry-Trail-Generation. Dieser basiert auf der 64-Architektur, hat einen 2-MByte-Cache sowie einen Basistakt von 1,6 GHz. Im Burstmode sind maximal 2,4 GHz möglich. Die Grafik übernimmt Intels-HD-Graphics mit bis zu 600 MHz. An RAM werden vermutlich 2 GByte integriert sein. Das konnten uns die Acer-Mitarbeiter am Messestand nicht genau sagen. Im Internet ist aber von dieser Größe die Rede.

Der Intel-x7-Prozessor kommt beispielsweise auch im Microsoft Surface 3 zum Einsatz, das ein gutes Stück schlechter im Geekbench 3 abschneidet als das iPad Air 2. Die Perfomance des auf der IFA ausgestellten Predator-Modells konnte uns leider auch nicht überzeugen. Asphalt 8, das dank einer exklusiven Kooperation mit Gameloft auf dem Predator 8 vorinstalliert ist, lief nicht ganz flüssig. Da hilft es auch nicht, dass man 320,000 Game Credits für das Spiel im Wert von etwa 45 Euro gratis erhält.

Allerdings könnte es sich bei dem Ausstellungsgerät auch noch um ein Vorserienmodell handeln, das noch ein paar Software-Optimierungen vertragen könnte. Zudem läuft das Gerät auf Messe durchgehend und wird ständig von neuen Besuchern ausprobiert, sodass die Performance durch den Dauereinsatz ebenfalls etwas leiden dürfte. Dies ließ auch das deutlich erwärmte Gehäuse vermuten. Im Grunde sollte es aber auch dann durchhalten, wenn man einmal mehrere Stunden am Stück zocken will. Hoffentlich bessert Acer hier noch nach.

Genug Platz für Spiele, Videos und Musik bietet das Predator 8 mit einem internen Speicher von 64 GByte jedenfalls. Zudem kann die Kapazität dank eines microSD-Kartenslots um bis zu 128 GByte erweitert werden. Zur Akkulaufzeit können wir euch leider noch nichts sagen. Der Akku hat aber eine Kapazität von 3090 mAh, was nun nicht gerade ein Spitzenwert ist. Das Huawei MediaPad M2, das ebenfalls mit einer 8-Zoll-Diagonale und einer Auflösung von 1.920 mal 1.200 Pixel kommt, bietet zum Beispiel 4800 mAh.

Acer will sich mit verschiedenen Extra-Features und besonders für Gamer ausgelegten Technologien von „normalen“ Multimedia-Tablets absetzen. Der Touchscreen ist laut Acer besonders präzise. Dafür soll die Predator-Precision-Plus-Technologie sorgen, indem kleinere Sensoren dichter nebeneinander platziert wurden als bei herkömmlichen Tablets. Das soll die Trefferquote erhöhen. Zudem hat Acer haptisches Feedback integriert, das sich beim Spielen durch Vibrationen bemerkbar macht. Die Predator-TacSense2-Technik wird aber vermutlich noch nicht von allen Games unterstützt. Kompatibel ist beispielsweise Asphalt 8.

(Foto: Übergizmo.de)

Eine weitere Besonderheit des Gaming-Tablets sind laut Acer die vier an jeder Ecke verbauten Front-Lautsprecher. Sie liefern dank Dolby-Audio-Support einen virtuellen Surround-Sound, was es bei kaum einem anderen Tablet gibt. Auch wenn die Speaker beim Halten stören und kein Bass zu erwarten ist, konnte uns der Sound überzeugen. Verschiedene Einstellungen helfen noch dabei die Tonwiedergabe für die verschiedenen Anwendungen wie Spiele oder Filme anzupassen.

Weitere Features sind die Möglichkeit, das Tablet mit einem Stift zu bedienen – auch mit einem Bleistift soll das funktionieren. Fotos, Videos und Videochats sind dank einer 5-Megapixel-Rück- und 2-Megapixel-Front-Cam möglich. Für eine schnelle Internetverbindung fehlt leider der aktuellste WLAN-Standard 802.11 ac. An Bord sind nur a/b/g/n. Immerhin gibt es die 2×2- MIMO-Antennentechnik und für unterwegs LTE. Außerdem sind Bluetooth 4.1, GPS, Glonass und zur Übertragung des Bildschirminhaltes Miracast an Bord. Als OS kommt Android 5.1 Lollipop zum Einsatz.

Ob das Predator 8 dem guten Ruf der Predator-Notebooks folgen kann, wird sich final aber wohl erst in ausführlicheren Test zeigen. Für unseren Geschmack muss hier Acer vor allem in Sachen Performance noch eine Schippe drauflegen.

Tags :Quellen:Acer

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