IFA: Panasonic Smart Home im Hands-On

(Bild: Übergizmo)

Schon im Februar hatte uns Panasonic seine Smarthome-Lösung vorgestellt. Mittlerweile wird das System in Großbritannien gehandelt und ist um eine Kooperation mit der Allianz Versicherung reicher. Wir haben uns auf der IFA einen Eindruck vom aktuellen Stand der (vernetzten) Dinge gemacht.

Panasonic Smart Home

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Panasonic Smart Home

Panasonics Smart Home besteht aus einer Vielzahl an Sensoren, die beispielsweise erkennen, ob eine Tür respektive ein Fenster geöffnet oder irgendwo in der Wohnung Wasser ausgetreten ist. Hinzu kommen Innen- oder Außenüberwachungskameras, vernetzte Lichtschalter, Telefone oder auch Küchengeräte. Alle Gegenstände lassen sich dank einer App per Smartphone oder Tablet übers Internet steuern.

Die vernetzten Gegenstände senden ihre Daten dazu jeweils an ein im Haus befindliches Hub. Dazu wird die ULE-Technologie eingesetzt, also eine Kommunikation mit besonders niedrigem Energieverbrauch, die im Vergleich zu WLAN eine größere Reichweite von bis zu 300 Metern besitzt. Auch dicke Wände oder Gärten sollen dabei kein Problem für die Kommunikation der Smart Home-Geräte sein.

(Bild: Gizmodo)

Das Hub selbst ist ans Internet angebunden, damit per App die Steuerung der Geräte möglich ist. Optional kann auch eingestellt werden, dass bei einem Einbruch, den ein Sensor registriert (also das Öffnen einer Türe oder eines Fensters bei aktiviertem Alarmsystem), ein bis fünf stationäre oder mobile Telefone angerufen werden und die Sirene am Hub auslöst.

Ob es sich dabei tatsächlich um einen Einbruch handelt, kann das System natürlich nicht wissen. Etwas intelligenter scheint dafür die Heimüberwachung im Kinderzimmer. Registriert eine installierte Kamera, dass der Nachwuchs aufgewacht ist, kann seitens des Panasonic Smart Home ein Schlaflief abgespielt oder die Zimmertemperatur geregelt werden. Die von der Kamera aufgezeichneten Videos können außerdem nachträglich angesehen werden, da sie auf dem Hub gespeichert werden.

(Bild: Gizmodo)

Auch spezielle Steckdosen oder Lichtschalter lassen sich mit Panasonic Smart Home per App steuern. Dabei wird einerseits auch über den Stromverbrauch informiert, andererseits die Möglichkeit geboten, Zeiten einzuplanen, zu denen das Licht automatisch aus- oder angeht.

Insgesamt lässt sich das Smart Home-System von bis zu acht Mobilgeräten wie Smartphones per App steuern. Dabei stehen laut Panasonic über 50 kompatible Smart Home-Geräte zur Verfügung. Die Anzahl wird perspektivisch steigern, beispielsweise durch vernetzte Tastaturen.

Die Installation des Systems soll laut Hersteller relativ leicht vonstatten gehen. Nach einem Tastendruck auf dem Hub und dem zu verbindenden Gerät, dauert es nur etwa zehn Sekunden, bis das System verbunden und einsatzfähig ist.

(Bild: Gizmodo)

Vor wenigen Tagen gab Panasonic auch eine Partnerschaft mit der Allianz Versicherung bekannt. Die Allianz Worldwide Partners wollen ihren Kunden demnach Panasonic Smart Home „zum Schutz vor Einbrüchen, Glas- und Fensterbruch sowie bei Wasserschäden“ anbieten. Dabei soll der Hub über eine sichere Verbindung auch mit der Kundenhotline der Allianz Global Assistance verbunden sein.

Somit wird das das Allianz Global Assistance Service Center informiert, wenn beispielsweise der Eigentümer per Smartphone von einem Einbruch oder Wasserschaden in Kenntnis gesetzt wird.

Zwei Kits mit monatlicher Gebühr

Der Dienst ist aktuell in Deutschland online über eine Vorab-Registrierung verfügbar. Derzeit hat die Allianz  zwei Starter-Kits im Angebot. Das erste Kit kostet einmal 19,90 Euro sowie 9,90 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Es umfasst ein Hub, einen Fenster/Tür-Sensor, einen Bewegungssensor sowie eine Innenraumsirene.

Das zweite Kit beinhaltet nahezu die gleichen Geräte wie Kit 1, nur umfasst es anstelle eines Bewegungssensors einen Sensor für Glasbruch sowie einen Sensor für Wasserschäden. Es kostet einmalig 49,90 Euro sowie ebenfalls 9,90 Euro monatlich bei 24 Monaten Laufzeit.

Die beiden Starter Kits der Versicherung beinhalten einen Schlüsseldienst-Service sowie weitere Kosten für Handwerker und Reparaturen bis zu 500 Euro pro Schadensfall und bis  zu 1.500 Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: In Großbritannien verlangt Panasonic für ein Starter Kit mit der Ausstattung des hier genannten ersten Starter Kits 160 Pfund (aktuell etwa 220 Euro) – allerdings ohne dazugehörigen Versicherungsschutz. Insgesamt ist schon dies ein hinnehmbarer Preispunkt, den aber mittlerweile auch andere Hersteller erreichen, beispielsweise das LG Smart ThinQ (hier geht´s zum Hands-On).

Das Panasonic Smart Home im „Hands-On“:

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