Apple zeigt riesiges iPad Pro mit Stift und Tastatur

(Screenshot: Übergizmo)

Wie erwartet stellte Apple im Rahmen seiner Keynote ein neues iPad vor. Das iPad Pro erhält ein 12,9-Zoll-Display mit 5,6 Millionen Pixel. Es ist nicht nur größer als jedes andere iOS-Gerät, sondern auch schneller. Apple enthüllte außerdem einen Stift sowie eine Tastatur für das iPad Pro.

Das Display des neuen iPad Pro wird für ein Tablet außergewöhnlich groß, doch das hat laut Apple System. Das iPad bekam damals einen größeren Bildschirm als das iPhone, weil es für andere Aufgaben gemacht war. So auch jetzt. Das iPad Pro soll stärker in Unternehmen eingesetzt werden – die Änderungen scheinen dies sehr zu begünstigen.

Der Bildschirm löst 2.732 mal 2.048 Pixel bei einer Diagonale von 12,9 Zoll und einem Seitenverhältnis von 4:3 auf. Fotoanpassung, neue TFT-Technologie und ein Custom Timing Controller sollen trotz der vielen Pixel, die angesteuert werden, eine fixe und flüssige Wiedergabe garantieren. Die variable Bildwiederholrate (60 Hz oder niedriger) des Panels mit IGZO-Technik soll dabei auch Energie sparen.

Daran wird auch der Prozessor und dessen Grafikeinheit beteiligt sein. Apple spendiert dem iPad Pro einen A9X-Prozessor der dritten Generation und 64 Bit. Im Vergleich zum Vorgänger A8X habe die neue CPU laut Apple einen doppelt so schnellen Speicher. Zwar wurden keinen Angaben zum Arbeitsspeicher gemacht, doch solle beispielsweise iMovie gleichzeitig 3 Streams mit 4K-Videos handeln können.

UPDATE [13.09.2015]: Adobe gab versehentlich bekannt, das iPad Pro habe 4 GByte Arbeitsspeicher.

(Screenshot: Übergizmo)

(Screenshot: Übergizmo)

Im Vergleich zum ersten iPad sei der Prozessor des iPad Pro 22 mal schneller, die Grafikeinheit sogar 360 mal schneller. Das klingt nach einer Menge Power. Apple führte auch einen Vergleich zu Laptops an, so sei das iPad Pro schneller als 80 Prozent der mobilen Computer, die im letzten Jahr verkauft wurden. Der Konzern möchte unter Beweis stellen, dass er für den Einsatz in Unternehmen eine gute Lösung anbieten kann.

Apple-Event September 2015 (Screenshot: übergizmo.de)

Phil Schiller stellt das iPad Pro vor und geht auf die Vorzüge eines größeren Display ein.

Slide-Over- und Splitscreen-Funktion tun diesem Bestreben natürlich gut. Besonders der Stylus wird sich hier als praktisch erweisen. Apple nennt ihn „Apple Pencil“, ein Stift, der besonders exakte Eingaben ermöglichen soll. Seine Spitze registriert verschiedene Druckstärken, sodass das Tablet nicht nur die Position „auf einen Pixel genau“, sondern auch die Stärke und den Winkel des Stifts erkennt.

Demo zu Apple Pencil.

Demo zu Apple Pencil.

Vor allem beim Zeichnen lieferte man bei der Demonstration im Video beeindruckende Ergebnisse ab. Die exakte Positionserkennung liegt im Übrigen daran, dass das Tablet während der Verwendung des Pencils die Position zweimal schneller scannt als sonst.

Der Apple Pencil wird über den Lightning-Anschluss des Tablets geladen und soll 99 Dollar kosten.

(Screenshot: Übergizmo)

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Zwar gab man an, dass die Displaytastatur nun größer – logisch – und flexibler, somit besser zu Bedienen sei. Aber Apple hatte auch hier noch etwas in petto. Wie von anderen Herstellern schon lange gewohnt, bietet Apple für sein iPad Pro ein exklusives Cover mit Tastatur an. Es wird über einen Magnetanschluss ans Tablet gedockt, über den auch Daten und Strom fließen.

(Screenshot: Übergizmo)

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Das Smart Keyboard kommt einerseits mit einem erneuerten Tastenanschlag sowie in den Überzug integrierten Tasten, welche das Eindringen von Schmutz unmöglich machen sollen, da dort schlicht keine Öffnungen mehr existieren. Andererseits wird das gefaltete Cover natürlich auch als Aufsteller für das iPad dienen, das somit ähnlich einem Notebook verwendet werden kann. Der Preis für das Keyboard liegt bei berauschenden 169 Dollar.

Apple kündigt ein Keyboard für das iPad Pro an.

Apple kündigt ein Keyboard für das iPad Pro an.

Was gibt es sonst  zum iPad Pro zu berichten? Der Akku soll das Tablet zehn Stunden arbeiten lassen – also ein Arbeitstag mit Überstunden. Man machte sich aber nicht nur Gedanken um den Einsatz in Unternehmen. Vier Lautsprecher, zwei rechts, zwei links, sollen auch im Entertainment-Bereich punkten. Die Audiowiedergabe wird dabei auch davon abhängen, wie das Tablet gehalten wird.

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Das iPad Pro ist 6,9 Millimeter dünn und 712 Gramm schwer. Der Power-Button wird auch als Fingerabdruckscanner Touch ID dienen und die rückseitige iSight-Kamera Bilder mit 8 Megapixel Auflösung schießen. Außerdem kommuniziert das iPad Pro via WLAN 802.11ac mit MIMO.

Das iPad Mini 4 hat Apple ebenfalls aktualisiert. Es erbt die Komponenten des iPad Air 2.

Das iPad Mini 4 hat Apple ebenfalls aktualisiert. Es erbt die Komponenten des iPad Air 2.

Apple wird das iPad Pro sowie den Pencil und die Tastatur ab November verfügbar machen. Das Tablet wird in den Farben Silber, Gold und Space Grey erscheinen. Die günstigste Variante mit 32 GByte internem Speicher kostet 799 Dollar. Für das iPad Pro mit 128 GByte wird man 949 Dollar bezahlen und es wurde sogar noch eine teurere Version angekündigt.

(Screenshot: Übergizmo)

(Screenshot: Übergizmo)

Für 1.079 Dollar gibt es ein iPad Pro mit 128 GByte Speicher und LTE – ein iPad zum Telefonieren und mobilem Internet also. Als Geschwindigkeit des Mobilfunkstandards wurden 150 Mbit angegeben.

(Screenshot: Übergizmo)

(Screenshot: Übergizmo)

Neben dem iPad Pro hat Apple auch das iPad Mini 4 vorgestellt. Es wiegt 272 Gramm und nutzt die gleiche Hardware wie das iPad Air 2. Es wird ab 400 Euro erhältlich sein und auch die übrigen iPads wurden im Preis gesenkt.

 

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