Apple kooperiert für iPad Pro mit Microsoft und Adobe

Die Hölle friert zu. Microsoft-Manager Kirk Koenigsbauer zeigt den Apple Pencil in Verbindung mit Microsoft Office. Das schmecjt nicht jedem im Auditorium.

Am 09.09. fand die alljährliche Apple Keynote statt. Neben neuen Mobilgeräten ließ Apple dort auch Microsoft und Adobe zeigen, was mit den Geräten möglich ist. Vertreter der beiden Unternehmen zeigten Teile ihrer Software auf dem neuen iPad Pro und demonstrierten einen besonders intuitiven und simplen Workflow.

Wer konkurriert seit Jahrzehnten in der Computerbranche? Genau – Apple und Microsoft. Wessen Office-Anwendungen werden auf der ganzen Welt genutzt? Richtig – die von Microsoft. Bei der Vorstellung des neuen Apple iPad Pro zeigte Microsoft deshalb die neuen Features seiner Office-Anwendungen für das Apple-Tablet. Das Pendant im Kreativbereich – Adobe – tat selbiges, gefolgt von 3D 4Medical, das eine beeindruckende App für die mediale Kommunikation zwischen Arzt und Patient vorstellte.

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Auf dem neuen iPad Pro wird sich dank iOS 9 vor allem die Multitasking-Funktion bemerkbar machen. Über einen Wisch vom rechten Bildschirmrand öffnet sich eine neue App im Multitasking-Modus. Dabei lassen sich zwei Apps gleichzeitig nebeneinander anzeigen und bedienen. Wie viel Platz von welcher App eingenommen wird kann dabei ebenfalls per Touchgeste gesteuert werden. Inhalte, beispielsweise Grafiken, können dank des Splitscreen-Modus blitzschnell zwischen den Anwendungen kopiert werden.

Kirk Koenigsbauer von Microsoft zeigte wie simpel mit dem Apple Pencil Kommentare in Office-Dokumente hinzugefügt werden. Ebenso demonstrierte er die veränderbare Stiftstärke und Farbenauswahl unter Word. Als praktisch erwies sich bei der Verwendung von PowerPoint eine Symbolerkennung. Koenigsbauer zeichnete mit dem Pencil einen Pfeil aufs Display und das Programm erkannte den krakeligen Versuch, um ihn in ein lupenreines Pfeilsymbol in der gewählten Farbe und gemäß der gezeichneten Größe und Richtung zu übersetzen.

Split-Screen-Darstellung mit Word und Excel auf dem iPad Pro.

Split-Screen-Darstellung mit Word und Excel auf dem iPad Pro.

Das selbe funktionierte auch mit Kreisen, die man per Hand bekanntlich kaum perfekt zeichnen kann. Die App registrierte die Eingabe und wandelte sie in ein ordentliches Symbol um. Dies sei auch mit zwanzig anderen Objekten möglich, so Koenigsbauer.

Eric Snowden von Adobe demonstrierte Ähnliches. Er zeichnete binnen weniger Sekunden in einer Adobe-App ein Rechteck, ein Viereck mit zwei horizontalen, innenliegenden Strichen sowie ein großes X. Die Software wandelte sie in ein Textfeld für Überschriften, ein Textfeld für Fließtext sowie einen großen Platzhalter für eine Grafik um – so simpel war layouten wohl noch nie.

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Das Gesicht der Dame begann aufgrund einer Software-Einstellung zu lächeln.

Auch Styles wie Fonts lassen sich so einem Textfeld zuordnen – einfach die Schriftart auswählen und über dem Textfeld eine Kreisbewegung machen. Die App wandte daraufhin den Font auf den Text im Textfeld an. Bilder bearbeiten wird ebenfalls um neue Features reicher. Snowden präsentierte hier, wie sich Fotografien von Personen dank einer Gesichtserkennung verändern lassen. Nein, hier geht es nicht um Belichtung oder Sättigung, sondern darum beispielsweise das Gesicht mehr oder weniger lächeln zu lassen!

Tatsächlich ließ sich mit einem schlichten Regler das Lächeln der Dame stufenlos verstellen, ohne dass hässliche Artefakte zu sehen gewesen wären. Es handelte sich dabei allerdings um ein frontal aufgenommenes Musterfoto. Welche Kriterien ein Bild für die problemlose Anwendung dieser Funktion erfüllen müsste, kann erst in einem Test ermittelt werden.

(Screenshot: Übergizmo)

(Screenshot: Übergizmo)

Dafür zeigte Snowden wie leicht man in der Adobe-App im Stapel der bisherigen Vorgänge wechseln kann. Wischt man mit drei Fingern gleichzeitig von rechts nach links, so bewegt man den Arbeitsvorgang sukzessive auf einer Leiste zurück – bis man beispielsweise zum gewünschten Punkt der Vergangenheit zurückkehrt. Umgekehrt lässt sich dies ebenfalls einsetzen.

Zum Ende der iPad Pro Demonstrationen zeigte eine Vertreterin von 3D 4Medical wie das Tablet von Ärzten genutzt werden kann. Eine App beinhaltet dabei eine 3D-Animation eines vollständigen menschlichen Körpers. Dabei konnten zwischen den Dimensionen – Knochen, Muskeln, Blutgefäße etc. – gewechselt werden und mit einfachen Gesten Einschnitte vorgenommen werden. Die Anwendung hielt auch detailliertes Fachwisssen zur Anatomie bereit und soll es Ärzten erleichtern, den Patienten ihre Leiden zu erklären.

Die Performance des iPad Pro reicht für anspruchsvolle Profi-3D-Applikationen aus.

Die Performance des iPad Pro reicht für anspruchsvolle Profi-3D-Applikationen aus.

Darum kann ein Arzt beispielsweise einen Tumor an einer bestimmten Stelle einzeichnen und es dem Patienten vereinfachen, ihm zu folgen. Das Einzeichnen funktioniert dabei nicht nur mit einer einfachen Farbe, es kann auch ausgewählt werden, dass zum Beispiel ein bestimmtes Gewebe dreidimensional gezeichnet wird.

Tatsächlich konnte Apple einige spannende Features auf seinem neuen iPad Pro zeigen lassen. Eine Anstecktastatur sowie ein Eingabestift sind bei der Konkurrenz zwar schon lange vorhanden, trotzdem mag man bei Apple schon fast aus Gewohnheit vermuten, dass einer Marktdominanz im Unternehmens- und Kreativsektor mit dem iPad Pro nicht viel im Wege steht. Außer vielleicht der Preis, der zwischen 800 und 1.080 Dollar liegt.

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