Marshall London: Das Smartphone für Musikliebhaber im Hands On

(Bild: Übergizmo.de)

Der legendäre Audioausstatter Marshall, der wohl den meisten von seinen Boxen bekannt ist, und inzwischen auch Kopfhörer herstellt, hat sich jetzt auch an Smartphones herangewagt. Auf der IFA hat das Unternehmen mit dem Marshall London ein Gerät vorgestellt, bei dem sich alles um den Sound dreht. Wir haben uns einen ersten Eindruck von der Smartphones verschafft.

Marshall will Musik-begeisterte mit seinem typischen Design-Stil, zwei Audio-Ports, einer dedizierten Hardware-Taste zum Aufruf des Musikplayers, einem extra Soundchip, zwei Front-Stereo-Lautsprechern und einem Drehrädchen zum Verstellen der Lautstärke dazu bewegen, satte 550 Euro für das London auszugeben. Denn schaut man auf die Specs, dann haut es einen bei dem Preis wahrlich nicht vom Hocker. Als CPU verbaut Marshall nur einen Qualcomm-Snapdragon-410 mit 1,2 GHz, dem 2 GByt RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher ist 16 GByte groß, lässt sich aber mittels einer microSD-Karte noch erweitern, damit auch genügend Platz für eure High-Res-Musik ist.

Das Marshall London ist nämlich mit einem Cirrus-Logic-WM8281-Audio-Hub ausgestattet, das nur die Musikwiedergabe übernimmt. Laut Marshall lassen sich MP3s und unkomprimierte Formate wie FLAC dadurch besser abspielen. Ein systemweiter Equalizer ist auch mit an Bord, der sich auf Wunsch über den dedizierten M-Button starten lässt. Über diesen sollen Nutzer jegliche Musikquellen ihrer Wahl aufrufen können.

Ein nettes Feature für das Musikhören zu zweit sind die zwei Audio-Buchsen. So lassen sich beispielsweise zwei Kopfhörer anschließen, dessen Lautstärke anschließend unabhängig voneinander geregelt werden kann. Allerdings gibt es auch schon Kopfhörer, die dies ermöglichen. Die verbauten Front-Stereo-Lautsprecher sind natürlich auch von Vorteil, wenn man eine größere Gruppe oder einen Raum mit Musik beschallen möchte. Allerdings gibt es schon viele andere Hersteller wie HTC oder Sony, die auf zwei Front-Boxen setzen. Besonders hervorheben konnten sich die Lautsprecher des Marshall London im kurzen Test auf der IFA auch nicht. Und meist benötigt man sowieso zusätzliche Hilfe von Bluetooth-Lautsprechern wie dem JBL Xtreme (unser IFA-Hands-On) oder anderen Boxen, wenn man richtig lauten Sound erzeugen möchte.

(Bild: Übergizmo.de)

Den hohen Preis können auch nicht die beigelegten Mode-In-Ear-Kopfhörer von Marshall erklären. Die bekommt man im Handel nämlich schon für 50 bis 60 Euro. Und das 4,7 Zoll große HD-Display mit 1280 mal 720 Pixel sowie die 8-Megapixel-Rück- und 2-Megapixel-Front-Kamera schon gar nicht. Immerhin ist die Anzeige von Gorilla Glas 3 geschützt und kommt mit einem Anti-Fingerprint-Coating. Dennoch bieten andere Hersteller in diesem Preissegment eine deutliche bessere Hardware. Der Akku hat immerhin 2500 mAh, was für eine solide Laufzeit beim Musikhören sorgen sollte.

(Bild: Übergizmo.de)

Zur weiteren Ausstattung gehören LTE, UMTS, WLAN a/b/g/n (Dual-Band), Bluetooth 4.1 sowie GPS und Glonass. Das SIM-Format ist nanoSIM. Als Betriebssystem kommt Android 5.0.2 zum Einsatz, dem Marshall aber noch einige Software wie den bereits erwähnten Equalizer beilegt. Außerdem installiert es noch eine eigens entwickelte DJ-App vor, die aber erst Ende 2015 erscheinen soll. Zudem spielt es die Anwendung  LoopStack auf, bei der es sich um einen 4-Channel-Recorder mit 44-KHz- und 16-Bit-Aufnahme handelt. Für eine Aufnahme in hoher Qualität verbaut Marshall zwei Mikrofone mit Noise-Cancelling-Funktion.

(Bild: Übergizmo.de)

Sollte die Soundwiedergabe und –aufnahme andere Phones übertreffen, könnte das Marshall London aber durchaus ein interessantes Gerät für Musikliebhaber sein, die nicht zwingend große Anhänger der Marke Marshall sind, und das Smartphone allein wegen dem typischen Design kaufen. Allein von den technischen Daten und den paar speziellen Features her, wirkt es aber doch etwas überteuert.

Tags :Quellen:Marshall
  1. da ich ein Musikfan bin finde ich das London sehr interessant,
    ich hab bis jetzt noch kein Smartphone besessen was mich beim
    Musik hören überzeugt hat. Zur Zeit benutze ich dafür ein Sony
    NW-ZX2 (High-Resolution FLAC Walkman) und einen Astell &
    Kern AK120 II (Dual DAC/ FLAC) beide sind sehr gute Player
    und mit guten Kopfhörer ein Genuss, beide mit Android OS. Als
    Telefon hab ich ein iPhone 6 plus (IOS) das ich auch ab und zu
    zum Musik hören unterwegs benutze. Es ist für ein Smartphone
    ganz OK kommt aber an die Player AK und Sony nicht ran. Vom
    Preis wäre das London ein Knaller wenn es von der Musik-
    Qualität in der Liga mithalten könnte, falls es aber nicht
    besser als ein iPhone oder Samsung klingt ist es ein netter
    Flop und nie 550 € wert. Ich bin schon mal auf die ersten Tests
    gespannt und wenn die positiv sind werde ich ein London kaufen.

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