Weltweit größter Luftreiniger macht aus Smog Edelsteine

(Bild: Studio Roosegaarde)

Klingt fantastisch, nicht? Daan Roosegaarde entwickelte einen sieben Meter hohen Turm, der seit dieser Woche in Rotterdam die Luft reinigen soll. Der sich ansammelnde Feinstaub wird anschließend zu Edelsteinen komprimiert, die an Ringen verkauft werden, um das Projekt zu finanzieren.

Drei Jahre musste Roosegaarde an dem Projekt arbeiten, bis er den ersten Smog Free Tower in Betrieb nehmen konnte. Der Turm reinigt binnen einer Stunde mehr als 30.000 Kubikmeter Luft. Welcher Dreck dabei in den Städten schwebt, wird hier erst so richtig sichtbar. Der Smog Free Tower presst den Staub nämlich zu Edelsteinen. Staub, der noch stärker gepresst, zu Diamanten würde.

Ein Stein entspricht dabei in etwa der Reinigung von 1.000 Kubikmeter Luft. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter können solche Ringe derzeit erworben werden. Roosegaarde sagt, einen Ring zu kaufen bedeute, für die Reinigung der Luft in Städten zu spenden.

(Bild: Studio Roosegaarde)

(Bild: Studio Roosegaarde)

Schon vor zwei Jahren gab Roosegaarde bekannt, den Luftreiniger in Peking errichten zu wollen. Zunächst wird der erste Prototyp aber in Rotterdam getestet. Mittlerweile stehen auch Mumbai und Paris auf dem Plan – wer selbst einen Städtevorschlag hat, kann ihn via Twitter äußern.

Der weiße Tower, dessen Jalousien die Elektronik im Innern schützen sollen, funktioniert ähnlich einem ionischen Luftreiniger. Dazu wird er mit einer geringen Spannung geladen, sodass eine Elektrode positive Ionen an die Luft abgibt. Diese binden feine Staubpartikel und werden anschließend gemeinsam von der negativ geladenen Oberfläche des Turms angezogen. So wird schädlicher Staub im Inneren des Turms angesammelt, den herkömmliche Filtersysteme nicht auffangen können.

(Bild: Studio Roosegaarde)

(Bild: Studio Roosegaarde)

Der Smog Free Tower hat dabei eine Leistung von 1,4 kW und nutzt erneuerbare Energie. Perspektivisch möchten Roosegaarde und sein Team eine Photovoltaikanlage am Luftreiniger installieren und so die nötige Energie verfügbar machen. Das nächste Anliegen ist es jedoch, den Tower auch tatsächlich in andere Städte zu bringen.

Tags :Quellen:(Bild: Studio Roosegaarde)Via:Kelsey Campbell-Dollaghan, Gizmodo.com

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