Dieses Helikopter-Landegestell passt sich dem Untergrund an

(Screenshot: Übergizmo)

Was die Anzahl der Landemöglichkeiten angeht, haben Helikopter den meisten Flugzeugen natürlich einiges voraus. Bei besonders unebenem oder beweglichem Terrain sowie Stufen  sollten Helikopterpiloten allerdings manchmal besser nach einer Alternative zum Landen Ausschau halten. Ein modernes Landegestell könnte diese Suche überflüssig machen.

Gemeinsam mit dem Georgia Institute of Technology entwickelte das DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) des US-Verteidigungsministeriums das robotische Landegestell. Es passt sich dem Untergrund an und könnte Piloten in einigen Fällen das Leben leichter machen.

Bislang ist das Gestell nur an einem ferngesteuerten Helikopter montiert, könnte in nicht allzu ferner Zukunft jedoch auch bei größeren Flugobjekten eingesetzt werden. Die dadurch steigende Anzahl an Landemöglichkeiten von Helikoptern eröffnet die Chance bei manchen Rettungseinsätzen wertvolle Zeit zu gewinnen – man denke nur an einen von großen Steinen oder Trümmern übersäten Boden, der schwer zugänglich ist.

Die Roboter-Beine, die sich automatisch justieren, werden für die Dauer des Flugs eingefahren, um den Luftwiderstand zu verringern. Beim Landen fährt sie der Helikopter wieder aus und lässt die Beine den Untergrund entsprechend abtasten.

Kraftsensoren, die mit einem zentralen Computer verbunden sind, ermitteln dann den richtigen Winkel für jedes Bein, damit der Helikopter auf jedem Terrain so eben wie möglich stehen kann. Seitens der Entwickler werden 20 Grad Neigung angegeben, die vom Gestell ausgeglichen werden könnten.

(Bild: Foxtrotalpha via YouTube)

(Bild: Foxtrotalpha via YouTube)

Laut DARPA könnte ein entsprechendes Landegestell an Helikopter montiert werden, ohne dass es das Gewicht des Fluggeräts besonders erhöhen würde – was auch immer diese ungenaue Angabe heißen mag. Außerdem wird angenommen, dass das adaptive System das Risiko von Schäden bei der Landung um 80 Prozent reduzieren und das Landen auf Schiffen vereinfachen würde.

DARPA´s Partner vom Georgia Institute of Technology werden das Projekt mit Teilwertigkeitstests fortsetzen und – sofern ihr Vorhaben weiterhin von Erfolg gekrönt ist – die Technologie hoffentlich bald auch an richtige Helikopter montieren können.

Wer sich fragt, was ein bewegter Untergrund sein könnte, hier ein Beispiel:

Tags :Quellen:Bildquelle Screenshot: ÜbergizmoDARPAVia:Tyler Rogoway, Foxtrotalpha

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