Test: Toshiba Portégé Z20t-B-103 – 2-in-1-Ultrabook mit starker Akkulaufzeit und 4G

(Foto: Übergizmo.de)

Mit dem Portégé Z20t-B-103 verkauft Toshiba seit April 2015 ein in erster Linie für Business-Anwender konzipiertes Windows-8.1-Notebook, das dank abnehmbarem Display auch als Tablet genutzt werden kann. Es bietet ein 12,5-Zoll-Full-HD-Display, unterstützt LTE für das mobile Arbeiten unterwegs und soll dank Akkus im Tablet und der Tastatur-Einheit auf eine besonders lange Akkulaufzeit kommen. Wir haben das 2-in-1-Ultrabook Toshiba Portégé Z20t-B-103 im mobilen Einsatz auf der Messe sowie im Büroalltag getestet.

Test: Toshiba Portégé Z20t-B-103

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Toshiba Portégé Z20t-B-103

Preis

Das Portégé Z20t-B-103 brachte Toshiba ursprünglich zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.999 Euro in den Handel. Inzwischen ist die Notebook-Tablet-Kombination online für 1.699 Euro erhältlich. Zu diesem Preis bietet sie Toshiba beispielsweise auf Amazon an. Ein günstigeres Konkurrenzgerät wäre das Asus Transformer Book T300 Chi. Im Tablet- beziehungsweise Notebookbereich muss sich das Portégé mit Geräten wie dem ähnlich großen Surface Pro 3 von Microsoft und dem HP Elitebook Folio 1020 G1 messen.

Design & Bedienung

Das Z20t kommt mit einem Magnesiumgehäuse in Mattschwarz, das einen hochwertigen und gut verarbeiteten Eindruck macht. Das Design ist entsprechend dem Verwendungszweck im Business-Bereich schlicht. Auch wenn sich Tastatur und Tablet etwas verwinden lassen, wirkt das Gerät insgesamt stabil. Das Display wird von einem silbernen Metallscharnier in seinem Platz gehalten. Mit einem kleinen Hebel könnt ihr es von der Tastatur lösen, wodurch ihr das Toshiba Portégé sehr flexibel einsetzen könnt.

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Ihr könnt es nicht nur als vollwertiges Windows-Tablet verwenden, sondern auch wieder mit dem Displayrücken zur Tastatur in das Dock stecken und in einem Stand-Modus für Präsentationen nutzen. Um den Screen für den Tablet-Einsatz von dem Dock zu lösen, muss man nur den Hebel nach links ziehen. Sitzt man vor dem Gerät lässt sich dies mit einer Hand bewerkstelligen, ansonsten muss meist die zweite Hand zur Hilfe genommen werden.

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Das Scharnier selbst ist recht schwergängig und der Deckel lässt sich im Notebook-Betrieb nicht mit einer Hand aufklappen. Das hat in der Regel den Vorteil, dass das Display stets in Position gehalten wird. Allerdings hat der Klippmechanisum des Portégé, der Tablet und Tastatur verbindet, ein merkliches Spiel, sodass der Bildschirm in Bewegung stark wackelt. Das wirkt etwas windig und könnte beispielsweise beim Arbeiten während der Autofahrt nervig sein. Bei stationärer Anwendung fällt es aber nicht stark ins Gewicht.

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Die Innenseite des Toshiba Portégé Z20t-B-103 ist komplett in Schwarz gehalten und verfügt über eine glatte Oberfläche, die aber noch genügend Halt für die Handballen bietet. Fingerabdrücke sind nur im richtigen Licht zu sehen. Die Tasten der hintergrundbeleuchteten Tastatur sind groß, bieten sehr gute Druckpunkte und liegen angenehm weit auseinander, sodass auch das Schreiben langer Texter leicht von der Hand geht, ohne dass man sich ständig vertippt.

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Das Keyboard ist dank „Spill Proof“ zudem spritzwassergeschützt und gibt euch bei verschütteten Flüssigkeiten (bis zu 30 Milliliter) bis zu drei Minuten Zeit, um Daten zu speichern und das Gerät ordnungsgemäß herunterzufahren. Unter der Tastatur sitzt leicht nach links versetzt, ein klickbares und multitouchfähiges Touchpad. Es kommt nicht an das hervorragende Trackpad eines MacBooks heran, erfüllt seinen Zweck als Mausersatz aber im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Als Alternative zum Touchpad gibt es noch einen blauen Accupoint in der Mitte der Tastatur sowie zwei Extra-Maustasten.

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Das Portégé Z20t-B-103 misst im Notebook-Betrieb mit Tastatur-Dock 30,9 mal 21,5 Zentimeter und ist 21 Millimeter dünn. Es kommt auf ein Gewicht von 1,51 Kilogramm, womit es noch gut für den mobilen Einsatz geeignet ist, auch wenn es beispielsweise schwerer ist als das HP Elitebook Folio. Das Gerät passt ohne Probleme in herkömmliche Laptop-Taschen oder in das Notebook-Fach eines Rucksackes und wurde auch nach 10 Stunden auf der IFA in Berlin nicht zu schwer.

Die Tablet-Einheit misst 30,9 mal 20 Zentimeter und kommt auf eine Bauhöhe von 8,8 Millimeter. Das Gewicht beträgt 730 Gramm, womit es gut 200 Gram leichter ist als ein Surface Pro 3. Auf dem Schoß lässt sich das Z20t-B-103 gut als Tablet verwenden, um es längere Zeit in einer Hand zu halten, ist es aber etwas zu schwer.

Eine Wartungsklappe gibt es beim Z20b-T-103 nicht. Die Tablet-Einheit lässt sich auch nicht öffnen.

Anschlüsse

Das 2-1-Ultrabook von Toshiba verfügt über zwei USB-3.0-Ports in der Tastatureinheit sowie einen micro-USB-Port am Tablet. Außerdem gibt es einen microSD-Kartenslot am Tablet sowie einen Einschub für eine SIM-Karte. Zum Öffnen ist ein SIM-Tool oder ein ähnlich dünner Gegenstand nötig. Zum Anschließen des Gerätes an einen Monitor ist ein micro- (am Tablet) sowie ein normaler HDMI-Out (am Dock) vorhanden. Zudem gibt es auch noch einen VGA-Ausgang. Wer einen älteren Monitor besitzt, der nur VGA oder DVI bietet, der sollte sich aber besser einen DVI-auf-HDMI-Adapter zulegen, da das Bild über den VGA-Port recht matschig und mit Flimmern ausgegeben wird. Am Tablet sitzt außerdem noch eine Kopfhörer-Mikrofon-Kombi und an der Tastatur ein Ethernet-Port.

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Die USB-Ports an der rechten Seite der Tastatur liegen leider direkt nebeneinander, sodass, man sich bei größeren Steckern in die Quere kommt. Zudem fehlt dem Portégé ein Leser für SD-, SDHC- und SDXC-Karten.

Display

Das 12,5-Zoll-Full-HD-Touchdisplay (31,8 Zentimeter) des Portégé Z20t-B-103 löst mit 1920 mal 1080 Pixel auf, bietet dank IPS-Technologie gute Blickwinkel und kommt mit einer matten Oberfläche. Dadurch werden unter anderem störende Reflexionen verringert, was besonders beim Arbeiten im Freien oder vor einem Fenster vorteilhaft ist. Für den Außeneinsatz reicht auch die Helligkeit des Bildschirms aus.

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Das kapazitive Touch-Display erkennt neben der Bedienung via Fingertipp auch handschriftliche Eingaben mit einem Wacom-Digitizer-Stift. In Meetings oder bei Präsentation lassen sich damit beispielsweise schnell Notizen und Skizzen anfertigen und später bearbeiten. Ein Stift in normaler Größe liegt dazu im Lieferumfang bei. Ein weiterer „Notstift“ hat seinen festen Platz im Gehäuse des Tablets.

Hardware & Performance

Das Portégé Z20t-B-103 wird von einer Intel-Core-M-5Y51-CPU mit HD-5300-Grafik angetrieben, der hier nur 4 GByte LP-DDR3L-RAM zur Seite stehen. Für die Speicherung von Daten steht eine SSD mit einer Kapazität von 256 GByte zur Verfügung. Intels Ende 2014 herausgebrachter Core-M.5Y51 taktet mit 1,1 respektive 2,6 GHz im Basis- beziehungsweise Burstbetrieb. Der Chip kommt mit 4 MByte Cache und unterstützt auch Hyper-Threading. Die On-Board-Grafikkarte taktet mit 300 MHz. Der Arbeitsspeicher kann nicht erweitert werden.

Die Leistung des Toshiba Portégé Z20t-B-103 reicht für Office-Arbeiten und auch Multitasking völlig aus. Auch bei 20 geöffneten Chrome-Tabs mit Videos und zahlreichen Bildern lief das System flüssig. Bei anspruchsvollen Aufgaben wie Videobearbeitung macht sich die vergleichsweise geringere Leistungs des Core-M-Chips schon eher bemerkbar. Die Oberfläche von von Adobe Premiere lieft zwar noch flüssig, das Kompilieren eines 15-Minuten-Videos in Full-HD mit knapp 460 MByte dauerte dann aber gut 45 Minuten.  Die M.2-SSD (THNSNJ256GVNU) mit SATA-6GB/s-Schnittstelle stammt von Toshiba und hat laut Hersteller eine Lese- beziehungsweise Schreibrate von 510 respektive 460 MB/s. Im Test dauerte das Kopieren von rund 8 GByte an Fotos und Videos knapp 60 Sekunden.

Dank des lüfterlosen Core-M-Designs ist das Notebook praktisch geräuschlos. Bei normalen Arbeiten ist auch keine Wärmeentwicklung spürbar. Bei rechenintensiveren Anwendungen erwärmt sich die Tableteinheit im rechten, unteren Bereich, wird aber nicht unangenehm warm.

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Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Toshiba Portégé ist eine seiner großen Stärken. Laut Hersteller reicht eine volle Akkuladung im Tablet-Betrieb für eine Laufzeit von 9 Stunden. In Kombination mit der Tastatur soll das Gerät 17 Stunden lang durchhalten. Im Test kamen wir auch an die Vorgaben des Herstellers heran. Das Tablet hielt mit einer vollen Ladung auf maximaler Helligkeit mit der Energiesparoption „Ausbalanciert“ knapp über 9 Stunden bei leichten bis moderaten Arbeiten durch. Beim Anschauen eines Youtube-Videos auf Fullscreen ging dem Gerät nach rund 5 Stunden der Saft aus. Mit Tastatur waren es bei Office-Arbeiten inklusive Webbrowsing mit vielen geöffneten Tabs und Bildbearbeitung rund 15 Stunden. Youtube-Videos spielte das Gerät in Kombination mit dem Zusatzakku für gut 9,5 Stunden ab. Im Betrieb mit einem externen Monitor kamen wir auf eine Laufzeit von knapp über 9 Stunden.

Kommunikation

Zur Kommunikation mit der Außenwelt steht neben Gigabit-Ethernet, Dual-Band-WLAN 802.11 ac/a/b/g/n und Bluetooth 4.0 auch ein LTE-Modul von Sierra Wireless zur Verfügung, um unterwegs eine Verbindung zum Mobilfunknetz aufzubauen. Dafür wird noch eine Karte im großen Standard-SIM-Format benötigt. Der WLAN-Empfang war im Test sehr gut. Auch im letzten Winkel unserer Küche, die rund 25 Meter entfernt und durch zwei Wände vom Router getrennt ist, machten sich kaum Geschwindigkeitseinbußen bemerkbar. Am LTE-Empfang gab es ebenfalls nichts auszusetzen. Für Videokonferenzen integriert Toshiba noch eine Full-HD-Front-Cam mit Umgebungslichtsensor und ein Mikrofon. Die rückseitige Kamera bietet eine Auflösung von 5 Megapixel. Die Soundausgabe erfolgt über zwei Stereolautsprecher.

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Betriebssystem

Als Betriebssystem ist auf dem Toshiba Portégé Z20t-B-103 Microsoft Windows 8.1 Pro vorinstalliert, das auf Windows 10 aktualisiert werden kann. Toshiba hat eine Reihe eigener Service- und Support-Tools, McAfee-Livesave, Spotify und den CyberLink Power Media Player 12 vorinstalliert.

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Fazit

Das Toshiba Portégé Z20t-103 ist ein gelungenes Detachable-Ultrabook, das sich dank Tablet- und Standmodus flexibel einsetzen lässt. Uns gefällt diese Lösung noch etwas besser als ein Convertible, da man im Tablet-Modus die Tastatur nicht zwingend am Gerät belassen muss. Weitere Pluspunkte sind das matte Display und dank sparsamen Intel-Core-M eine lange Akkulaufzeit. Mit Tastatur-Dock übersteht man annähernd zwei volle Arbeitstag ohne Steckdose. Dafür bietet das Notebook nicht  die Leistung, die man für diesen Preis erwarten könnte. Reinrassige Ultrabooks sind für das Geld mit einer Core-i7-CPU und 8 GByte RAM ausgestattet. Zum Arbeiten reicht aber auch die Hardware des Z20t-103 aus. Praktisch für den Einsatz unterwegs ist noch das LTE-Modul. Allerdings hätten wir uns statt dem Standard- lieber das Micro-SIM-Format gewünscht. Kleine Kritikpunkte sind der wacklige Bildschirm und ein fehlender Slot zum Lesen von großen SD-Karten, der aber nicht für jeden Nutzer wichtig ist.

plusplusSehr flexibel einsetzbar

plusmattes Display

plusgeräuschlos

pluslange Akkulaufzeit

plusguter WLAN-Empfang

minusCore-M-CPU vergleichsweise langsam

minuswackeliger Bildschirm

minuskein SD-Kartenleser

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  1. Danke für den Test. Erinnert mich stark an das Lenovo ThinkPad Helix 2nd Gen. Ein Vergleich damit wäre vielleicht interessanter gewesen als mit Surface Pro 3 und Folio 1020 G1.
    Ein Leser für SD/HC/XC-Karten fehlt nicht so wirklich, schließlich gibt es den microSD-Slot am Tablet. Die Beurteilung finde ich zu hart, das sollte kein Minuspunkt sein.
    Gibt es am Markt irgend ein Detachable Ultrabook mit microSD+SD oder 2 x SD?

  2. Ein mattes Touchdisplay geht also doch, so viele Convertibles sind mit einem Glare-Typ Display ausgestattet. Gerade so ein unverspiegeltes Display ist besonders wichtig für ein solches Notebook.
    Der M-Core ist eben sparsam, der Cache bietet aber so um die 4 MB, was nicht zu schlecht ist. Aber klar, um Spiele zu zocken reicht es nicht aus.
    Die Sache mit dem SD-Laufwerk ist zwar schade, aber nur ein kleiner Minuspunkt hier.

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