Elon Musk mahnt schnellen Wandel bei VW an

Tesla Model S (Bild: Tesla Motors)

Der VW-Skandal und der Besuch von Elon Musk in Deutschland fallen zeitlich zufällig zusammen, doch der Elektroauto-Papst hatte die Gelegenheit natürlich genutzt, um gegen die seiner Meinung nach langsam obsolete Verbrennungsmotor-Autoindustrie zu wettern.

Tesla Model S

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Tesla Model S
Bildquelle: Tesla Motors

Beim Treffen mit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Berlin hat sich Tesla-Chef Elon Musk für mehr staatliche Förderung von Elektroautos ausgesprochen. In einem Interview mit dem Handelsblatt richtet der Elektroauto-Pionier auch deutliche Worte an die deutschen Autobauer.

Volkswagen müsse nun endlich einen ernsthaften Schritt in Richtung der elektrischen Mobilität machen. „Die beste Reaktion auf diesen Dieselskandal wäre es, wenn man nun den Anfang vom Ende für den Verbrennungsmotor einläuten würde “, so Musk. Der Verbrenner lasse sich nicht mehr wesentlich verbessern. „Um Fortschritt zu erreichen, mussten sie anscheinend betrügen.“ Wer die Regierungen weltweit vorsätzlich täusche, entscheide sich bewusst dazu.

Personell seien die deutschen Autobauer nicht modern genug aufgestellt. „Die oberste Führungsriege ist teilweise zu Old School“, so Musk. Es gehe nun aber darum, eine völlig neue Generation von Autos zu bauen.

Auch zu den neuen Elektromodellen des VW-Konzerns hat der Tesla-Chef eine deutliche Meinung. Die Modelle seien ein Schritt in die richtige Richtung, um die moderne Mobilität voranzutreiben. Offenbar hätte der Zuffenhausener Sportwagenbauer auch auf Patente von Tesla zurückgegriffen, die das Unternehmen im vergangenen Jahr freigegeben habe. „Als ich ein Diagramm vom Porsche Mission E gesehen habe, dachte ich: Mensch, der sieht ja genauso aus wie unser Auto.“

Lies auch: ELEKTROAUTO: TESLA MODEL X WIRD AM 29. SEPTEMBER PRÄSENTIERT

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  1. Lol warum muss ich gerade an die Nokia und ihre Handy-Geschichte denken?

    Da wurde sich ausgeruht und an ihren altbackenen „bewährten“ Tugenden geklammert, bis es zu spät für den Wandel der Zeit war und sie den Anschluss verpassten und nun krampfhaft versuchen noch am Handymarkt etwas vom Kuchen ab zu bekommen.

    Das selbe wird VW auch passieren, traurig genug wenn man die Werbungen „Plug-In Hybrid“ oder „Vorsprung durch Technik“ und ihre ganzen holen Phrasen hörte……. .

    Fakt ist, das sich seit Henry Ford nicht wirklich viel beim Prinzip des Verbrennungsmotor getan hat und ja die aufkeimende „Wassereinspritzung“ gabs auch schon ewig, wird nun wieder ausgebuddelt, da es Technisch nun möglichkeiten gibt das ganze umzusetzen.

    Aber man schweift wieder vom Thema ab, Toyota und Nissan haben es schon früh erkannt.
    Toyota als Plugin Hybrid schon 7 Jahre vor unseren ach so innovativen deutschen Premiumherstellern und Nissan hat ein vollwertigen rein elektrischen Nissan Leaf auf den Markt gebracht.

    Oder wem fällt es nicht auf, wenn in E-Auto Tests kein Leaf gegen den kleineren i-3 von BMW antritt? Wäre ja doof, wenn ein seit 2010 verkauftes E-Auto gegen den ach so innovativen BMW gewinnt, da 1. günstiger und 2. mehr Reichweite hat als der BMW……

    Und der Staat schreit nach Umwelt und zwingt uns immer neue Umwelt-Steuern auf, aber anscheinend gibt es die E-Auto-Prämie erst dann, wenn VW, Mercedes, BMW, Opel und Ford auch rein elektrische Autos irgendwann 2020 auf Serienreife gebracht haben^^…… hässliche Pseudo-Umweltpolitik…

  2. Selbst wenn Tesla wie angekündigt auch in den Massenmarkt eintritt und Autos für 30.000 Euro verkauft, mit guten Reichweiten, wird der Absatz in Deutschland nicht sprunghaft ansteigen. Wo soll der Durchschnittsbürger denn seinen Wagen aufladen. Etwa mit einem Kupferkabel aus dem Fenster über die Straße. Das ist doch am nächsten morgen weg.

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