Breitbandmessung: Neues Tool soll deutsches Internet verbessern

(Bild: ZDNet.de)

Ein neues Online-Tool und Apps für iOS und Android sollen aufklären wie schnell Internetzugänge in Deutschland sind. Gemeinsam mit der Münchner Firma Zafaco will die Bundesnetzagentur so den heimischen Anschluss verbessern.

Was kommt eigentlich durch meine Leitung und bekomme ich wirklich den Breitbandanschluss, den ich beim Anbieter bestellt habe? Via App oder Browser sollen Kunden deshalb nun eine Breitbandmessung durchführen. Die Idee stammt von der Bundesnetzagentur.

PC-Nutzer müssen für das Online-Tool Java installieren. Zwar wäre Java als Einfallstor für Schadsoftware bekannt gewesen, doch ein Tool auf Basis von HTML5 sei für viele Nutzer zu umständlich gewesen. So zumindest die Begründung in der FAQ des Projektes. Dass HTML5 mittlerweile in den meisten Browsern Standard ist, wurde nicht bedacht.

So funktioniert die Breitbandmessung

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Für jede Messung werden die Standortdaten des Geräts erfasst. Zusätzlich soll der Nutzer auch die Postleitzahl eingeben. Außerdem müssen Tarif, Netzbetreiber und die maximale Download-Geschwindigkeit angegeben werden. Diese Informationen werden vor dem Start der Messung abgefragt.

Für eine möglichst genaue Ermittlung der Geschwindigkeit werden Nutzer zudem gebeten, alle übrigen offenen Tabs im Browser und alle anderen Apps zu schließen. Außerdem sollten sie während des Messvorgangs, der etwa 30 Sekunden dauert, keine weiteren Anwendungen ausführen sowie keine weiteren Daten auf dem Breitbandanschluss übertragen.

Wieso, weshalb, warum

Die Bundesnetzagentur ermittelt bereits zum dritten Mal die Internet-Zugangsgeschwindigkeit in Deutschland. Die letzte derartige Aktion fand zwischen Juli bis Dezember 2013 statt, die Ergebnisse liegen seit Sommer 2014 vor. Ziel ist es wieder Endkunden die Möglichkeit zu bieten, eigenständig die Leistungsfähigkeit ihres breitbandigen Internetzugangs zu überprüfen und diese mit der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate zu vergleichen. Laut Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, ist die Messung anbieter- und technologieunabhängig möglich.

Die über die Messung eingesammelten Daten sollen der Bundesnetzagentur im Dialog mit der Branche im Verfolg der in Vorbereitung befindlichen TK-Transparenzverordnung helfen. Für Verbraucher ist zudem geplant, eine „Kartendarstellung zu implementieren, in der die Messergebnisse anonymisiert dargestellt werden.“ Dadurch soll dann der Vergleich mit Messergebnissen anderer Endkunden, sowie ein Vergleich verschiedener Anbieter möglich sein.

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Tags :Via:Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de
  1. Selten so eine schlechte iOS App gesehen! Die Entwickler wissen weder wie man eine Webseite ohne Java aufbaut, noch wie man eine UniversalApp für das iPad entwickelt, welche Tarife es gibt oder wie man „parallel“ richtig schreibt. Zafaco sollte für unsere Steuergelder auch eine entsprechende Qualität nachliefern! Peinlich, wenn sie vor der Entscheidung keine entsprechenden Referenzen hatten. Die beiden anderen Apps waren schon genauso schlecht.

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