Basis Peak im Test – Der smarte Fitnesstracker

Basis Peak (Bild: Übergizmo)

Basis Peak ist ein Fitnesstracker mit Smartwatch-Funktionen. Vollgepackt mit Sensoren misst sie nicht nur 24/7 den Puls, die Schritte und den Schlaf. Sie zeigt auch aktuelle Nachrichten an. Das ganze kombiniert die Basis Peak mit einer Akkulaufzeit von mindesten 4 Tagen und einer robusten Bauweise. Kann ja eigentlich nicht mehr schief gehen? Wir haben die Basis Peak im Test.

Basis Peak - Die besten Bilder

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Basis Peak

Geht es nach den Herstellern, sind Wearables nach Smartphones und Tablets das nächste große Ding. Dabei unterteilen sich die am Armgelenk getragenen Wearables in zwei Kategorien: Smartwatches und Fitnesstracker. Smartwatches erweitern das Smartphones, Fitnesstracker messen Aktivitäten. Eine wirklich gut funktionierende Kombination aus beiden gab es bisher noch nicht. Genau da will Basis Peak ansetzen.

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Basis Peak Optik

Optisch erinnert die Basis Peak stark an eine Pebble Steel der ersten Generation. Das kantige Design lässt sie robust und kühl erscheinen – schick oder gar elegant ist was anderes. Sieht man die Basis Peak eher als Fitnesstracker, lässt sich das verschmerzen. Wenn man allerdings den allgemeinen Smartwatch-Trend hin zum Accessoire betrachtet und die Peak direkt mit zum Beispiel einer Moto 360 (hier gibts alle Infos!) vergleicht, wirkt die Basis Peak altbacken. Fast als hätte man sich einen kleinen Computer um das Handgelenk geschnallt.

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Armband

Die Uhr kann in Weiß oder Schwarz bestellt werden. Das weiche Gummiarmband schmiegt sich sehr angenehm an den Arm. Über einen Schnellverschluss lässt sich das Armband sehr leicht von der Peak entfernen.

Das Gummiarmband ist gerade beim Sporttreiben sehr praktisch. Dadurch kann die Basis Peak sehr eng um das Handgelenk gespannt werden, um den Puls möglichst genau zu messen. Außerdem ist es unempfindlich gegenüber Wasser und Schmutz. Allerdings passt es nicht wirklich gut zur feinen Abendgarderobe.

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Display

Das monochrome, touch-sensitive Display der Basis Peak ist „always on“ und lässt sich dank e-ink-Technik auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen. Im direkten Vergleich mit der Pebble Steel fällt jedoch auf, dass die Schutzscheibe über dem Display mehr spiegelt, als sie müsste.

Im Dunkeln muss zusätzlich die Displaybeleuchtung mit einem Wisch über die rechte Seite des Displays eingeschaltet werden. Das funktioniert weniger intuitiv als erhofft.

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Sensoren

Die verbauten Sensoren funktionieren im Zusammenspiel beeindruckend gut. Die Kombination aus 3-Achsen Beschleunigungssensor, optischem Pulsmessgerät sowie einem Hauttemperatur- und einem Hautwiderstandssensor erkennt zum Beispiel komplett automatisch, ob ihr gerade geht, lauft, schlaft oder Fahrrad fahrt.

So ist es zum Beispiel nicht nötig, vorm Joggen gehen auf Start zu drücken und danach die Session zu beenden. Im Test funktionierte das hervorragend, etwas in der Art habe ich noch bei keinem Fitness-Tracker zuvor gesehen. Durcheinander kommt die Basis Peak allerdings, wenn ihr andere Sportarten macht.

Die Basis Peak misst unablässig den Puls des Trägers. Das kann zum Beispiel bei Laufen praktisch sein, wenn man eine gewisse Marke nicht überschreiten will.

Um herauszufinden, wie genau die Basis Peak Schritte misst, zählte ich sie nach. Nach 1.000 Schritten zeigte die Uhr 1.003 an. Ein hervorragender Wert.

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Bedienung der Uhr

Die Navigation auf der Uhr gestaltet sich simpel. Mit nur wenigen Wischgesten die denen bei Android Wear ähneln gelangt man überall schnell hin. Ein Wisch von der Home nach rechts zeigt ein paar sehr rudimentäre Optionen wie „Bluetooth“, „Nicht stören“ oder „Uhr neu starten“. Ein Wisch von der Home nach links zeigt den aktuellen Puls. Außerdem schnell erreichbar sind Stoppuhr, Wecker, eine Anzeige der Tagesschritte und verbrauchten Kalorien sowie die einzelnen Aktivitäten.

Benachrichtigungen poppen direkt auf, welche das sein sollen, kann man in der App bestimmen. Ganze Mails kann man so nicht lesen, aber zumindest einen Teil. Einmal weggewischt, sind sie von der Uhr aus nicht mehr erreichbar.

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App

Deutlich mehr Fitness-Informationen bekommt man über die App. Hier steht grafisch aufbereitet, wann was gemacht wurde. Dabei unterscheidet die App zwischen den gezählten Schritten, dem Puls und den verbrannten Kalorien. Auch der Schlaf unterteilt in verschiedene Phasen wie REM und Leichtschlaf wird dargestellt.  So schick das alles aussieht, fühlte es sich dennoch manchmal etwas unübersichtlich an.

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Wer so richtig ins Detail gehen will, kann sich auch über den Browser einloggen. Hier steht ein richtig mächtiges (englisches) Tool zur Analyse bereit. Hier kann auch wochenlang rückwirkend ganz genau nachgeschaut werden, wann man welche Hauttemperatur hatte oder zu welcher Minute man das Schwitzen anfing. Interessanterweise ist das im Gegensatz zur App sehr einfach zu bedienen und leuchtet sofort ein.

Cleveres Feature: Man kann sich selbst Aufgaben geben, wie zum Beispiel nicht länger als eine Stunde am Stück zu sitzen.

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Akku

Leider braucht man auch bei der Basis Peak einen mitgelieferten Adapter, um sie zu laden. Die Uhr scheint mir massiv genug, als dass auch einen microUSB-Port darin Platz gefunden hätte. Dann natürlich mit Abdeckung, schließlich ist die Peak bis 50 Meter wasserdicht.

Die Peak läuft mit einer Akkuladung über vier Tage bevor sie wieder an den Adapter muss. Das ist eine erstaunlich lange Zeit, vor allem wenn man bedenkt, dass sie ununterbrochen den Puls misst. Nimmt man sie dann noch zum Schlafen gehen ab verlängert sich die Akkulaufzeit auf über sechs Tage.

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Basis Peak Fazit

Die Basis Peak ist ein beeindruckendes Stück Hardware. Optisch eher Geschmackssache überzeugt sie vor allem durch ihre hochwertige Verarbeitung und den vielen Sensoren, die richtig gut zusammen arbeiten.

Der Funktionsumfang am Uhrendisplay ist für meinen Geschmack ausbaufähig. So hätte ich mich zum Beispiel sehr über ein paar Watchfaces gefreut. Dafür bekommt man über die App, vor allem aber über das Browser-Interface wirklich alle Daten.

In Anbetracht der 24/7 Pulsmessung und den vielen weiteren Sensoren überrascht die Akkulaufzeit mit immerhin vier Tagen. Die praktischen Smartwatch Features runden den guten Gesamteindruck der Basis Peak ab. Die Basis Peak ist nicht perfekt. Dennoch ist sie der kompletteste Fitnesstracker, denn ich bisher getestet habe. Wer den durchaus happigen Preis von UVP 229 Euro stemmen kann, sollte der Basis Peak eine Chance geben.

Pro / Con

plusRobust verarbeitet, bis 50 Meter wasserdicht

plusViele Sensoren, die sehr genau zusammenarbeiten

plusSinnvolle Smartwatch Features

plusAusführliche Aktivitäts-Dokumentation

minusOptisch weniger schick

minusMit UVP 229 Euro recht teuer

 

 

 

 

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