Android 6.0 Marshmallow wird Anfang Oktober ausgerollt

(Bild: Google)

Überraschend hat Google bei der gestrigen Vorstellung der Android-Smartphones Nexus 5X und Nexus 6P die zeitnahe Verteilung von Android 6.0 Marshmallow angekündigt. Doch vorerst werden nur die neueren Nexus-Geräte mit dem Update beliefert. Ältere Nexus-Devices dagegen gehen dieses Mal leer aus.

Android 6.0 Marshmallow erhalten laut Google das von LG hergestellte Nexus 5 aus dem Jahr 2014, das zusammen mit Motorola entwickelte Phablet Nexus 6 und die beiden Tablets Nexus 7 (2013) und Nexus 9. Das neue mobile Betriebssystemwird künftig aber auch auf dem Nexus Player laufen. Auf dem Nexus 5X, dem Nexus 6P und dem Tablet Pixel C ist das Betriebssystem bereits vorinstalliert.

Kein Update stellt Google indes für das 2012 erschienene Nexus 4 und die erste Version des Tablets Nexus 7 – ebenfalls aus 2012 – zur Verfügung. Auch das inzwischen drei Jahre alte Nexus 10 erhält über Android 5.1.1 hinaus keine Updates mehr.

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Zu den Neuerungen von Android 6.0 Marshmallow gehört „Now on Tap“, das mehr kontextbezogene Aktionen für Google Now verspricht. Nutzer soll es beispielsweise daran erinnern, ihren Mietwagen vor der Rückgabe aufzutanken. Dafür werden dann Tankstellen in der Nähe des Autovermieters angezeigt.

Google hat aber auch die App-Berechtigungen überarbeitet. Nutzer müssen Anwendungen künftig bei der Installation nicht mehr alle gewünschten Berechtigungen erteilen. Stattdessen fragen Apps unter Android M den Zugriff auf bestimmte Ressourcen erst dann an, wenn sie sie tatsächlich benötigen. Das gilt für das Abrufen von Daten wie Kontakte und Fotos sowie für die Nutzung von Hardwarekomponenten wie Kamera und Mikrofon. Der Nutzer kann dann der Anfrage zustimmen oder sie ablehnen.

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Um den Stromverbrauch von Android-Smartphones weiter zu senken, hat Google eine Funktion namens Doze (auf Deutsch: Halbschlaf) entwickelt. Anhand von Sensordaten stellt Android künftig fest, ob ein Gerät beispielsweise auf dem Schreibtisch liegt und nicht genutzt wird. Das Betriebssystem tritt dann in einen Low-Power-Modus ein und reduziert die Aktivitäten im Hintergrund. Wichtige Benachrichtigungen und Anrufe werden weiterhin durchgestellt, aber die meisten anderen Aktivitäten werden heruntergefahren.

Zudem führt Google verifizierte App-Links ein. Klickt ein Nutzer beispielsweise in einer App auf einen Twitter-Link, wird er derzeit gefragt, ob er den Link im Browser oder der Twitter-App öffnen möchte. Lässt ein Entwickler seine App für diese Funktion verifizieren, wird sie unter Android M automatisch gestartet.

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Die Verteilung des Updates erfolgt Over-the-Air und wahrscheinlich schrittweise – nicht jeder Besitzer eines updatefähigen Nexus-Geräts wird also ab Montag Zugriff auf Android 6.0 Marshmallow haben. Den Quellcode für das Android Open Source Project will Google ebenfalls Anfang der Woche veröffentlichen.

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Tags :Quellen:GoogleVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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