Google will nebenbei mit Street-View-Autos die Luftqualität messen

(Bild: Google)

Die Street-View-Autos von Google sollen künftig auch die Luftqualität messen, während sie die Umgebung abfotografieren. Die Messungen finden zunächst in Großstädten in den USA statt, wo die Feinstaubbelastung besonders hoch ist. Doch künftig könnte das Messprogramm weltweit aufgelegt werden.

Apps rund ums Autofahren

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Clever Tanken
Auch Spritpreise können per App verglichen werden. Der vielfache Testsieger nennt sich Clever Tanken und ist noch dazu kostenlos. Er ist für Android, Windows Phone sowie iOS verfügbar und kann sogar mit der Apple Watch bedient werden. Die App zeigt die Tankstellen in der Nähe an und kann bei aktiviertem Preisalarm auch auf einen besonders niedrigen Literpreis, den man zuvor selbst festlegt, hinweisen. Übrigens: Für die Suche von Stromtankstellen eignet sich besonders die App PlugFinder. [Screenshot: NetMediaEurope]

Google will die Luftverschmutzung mit seinen Street-View-Fahrzeugen messen. Das Programm ist erst ein mal auf Kalifornien beschränkt. In San Francisco wurde bereits damit begonnen, mit den Fahrzeugen, die eigentlich die Umgebung ablichten sollen, auch die Luftqualität zu messen.

Die Messungen will Google zusammen mit Aclima durchführen. Die Partner führten zunächst einen Probelauf in Denver (Colorado) durch. Dass jetzt Kalifornien im Mittelpunkt steht, liegt nicht nur daran, dass Google dort seine Zentrale hat. Vielmehr heißt es, in kalifornischen Städten gebe es eine besonders hohe Feinstaubkonzentration, was jährlich Milliarden Dollar an Gesundheitskosten verursache. Auf 38 Millionen Einwohner des US-Staats kommen 38 Millionen zugelassene Pkws.

Von Aclima stammen die auf den Google-Fahrzeugen befestigten Sensoren. Sie messen etwa den Anteil an Kohlenstoffdioxid, Methan, Ruß und Feinstaub – und zwar für jeden Straßenblock separat. Während des Probelaufs in Denver kamen innerhalb eines Monats 750 Stunden abdeckende Messungen zusammen, die Aclima teilweise veröffentlichte.

Künftig will Google die Daten als Layer für seine Geodienste Earth und Maps anbieten, sodass Anwender sehen können, welcher Bereich welcher Stadt wie stark verunreinigt ist. Zudem sollen Wissenschaftler und Experten für Luftqualität Zugriff auf die Daten bekommen – insbesondere die Regierungsbehörde Environmental Protection Agency und die gemeinnützige Organisation Environmental Defense Fund.

„Indem wir zusammen mit Aclima und seiner Technik weitere Städte erfassen, können wir auf Straßenhöhe erfolgte Messungen zur Luftqualität allgemein verfügbar – und damit noch nützlicher -machen, wodurch das Unsichtbare sichtbar wird“, kommentierte Karin Tuxen-Bettman, Program Manager für Google Earth Outreach. „Wir hoffen, so nicht nur Menschen informierte Alltagsentscheidungen zu ermöglichen, sondern auch einen langfristigen Dialog über mögliche Verbesserungen der Luftqualität anzustoßen.“

Freilich hängt dem Angebot weiter der Skandal von 2010 an, als Street-View-Fahrzeuge weltweit widerrechtlich sämtliche verfügbaren WLAN-Daten aufzeichneten. Street-View-Fahrten sorgten zudem vor allem in Deutschland für hitzige Datenschutzdiskussionen. Inzwischen können Hausbesitzer die Bilder ihrer Hausfassade auf Antrag in dem Dienst verpixeln lassen.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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