Amazon Flex: Privatfahrer für die Paketzustellung angeheuert

(Bild: Amazon)

In den USA will Amazon eine Pakete teilweise jetzt auch von Privatfahrern zu seinen Kunden bringen lassen. Die Stadt Seattle wurde als Testgebiet für Amazon Flex auserkoren. Wenn das System, das die Teilnehmer via App vernetzt, Erfolg haben sollte, könnte es auch auf andere Metropolregionen ausgebaut werden.

Bringen bald normale Autofahrer die Pakete von Amazon zu den Kunden? In seiner Heimatstadt Seattle probiert Amazon diesen alternativen Zustelldienst im Rahmen des Prime-Programms aus. So sollen die Produkte schon innerhalb von ein bis zwei Stunden nach der Bestellung beim Kunden sein.

Wie vorab vermutet, ermöglicht es Amazon Flex selbständigen Fahrern, die Auslieferung von Amazon-Päckchen gegen eine Gebühr zu übernehmen.

Amazon tritt damit unter die Fahrdienstvermittler – von denen bereits Uber weltweit und in den USA auch Lyft Bekanntheit erreicht haben. Mit Postmates gibt es dort auch schon einen avancierten Vermittler von Kurierfahrten. Aufgrund ihrer geringen Löhne für die Fahrer, der unsicheren Rechtslage und fehlender Versicherungen stehen diese Dienste aber vielerorts in der Kritik.

Auch US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hatte im Juli deutlich gegen Uber und ähnliche Dienste Stellung bezogen, die sie aus Ausbeuter bezeichnete. Auf die anhaltende Kritik aus vielen Ecken reagierten zumindest der Nahrungsmittel-Lieferservice Instacart und der Concierge-Dienst Luxe, die ihre Arbeitskräfte inzwischen fest anstellen.

Für Amazon erklärte nun Senior Vice President Dave Clark, er sei „sehr zuversichtlich“, was Flex angehe. Die Fahrer erhalten 18 bis 25 Dollar pro Arbeitsstunde. Ihre Zeiteinteilung bleibt ihnen überlassen. Derzeit erfolgen Prime-Now-Zustellungen durch feste Fahrer, aber auch Fahrradkuriere und in manchen Fällen sogar durch zu Fuß gehende Paketzusteller.

Ein Reporter von GeekWire war schon im August zufällig auf die für Flex in der Gegend um Seattle eingerichtete Amazon-Niederlassung gestoßen. In seiner Heimatregion erprobt Amazon des Öfteren neue Optionen – beispielsweise dieses Jahr schon einen Truck, der im Stadtgebiet Tagesangebote ausfährt. Kunden können die Schnäppchen über die Mobilapp kaufen und an Abholstellen entgegennehmen. Das Angebot soll mehrmals wöchentlich wechseln. Amazon bezeichnet den „Treasure Truck“ als langfristiges Projekt – sagt aber noch keine Expansion in weitere Städte zu.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.deVia:News.com

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