Mate S – Touch Technologie der nächsten Generation

Huawei Mate S-11

Mit dem HUAWEI Mate S hat HUAWEI auf der IFA sein neuestes Flaggschiff mit Touch Technology 2.0 vorgestellt. Arne Herkelmann, Head of Portfolio bei HUAWEI, gibt einen Einblick, was alles hinter dem Display steckt und mit welchen Herausforderungen Hersteller bei der Entwicklung neuer Smartphones zu kämpfen haben.
Form follows function – oder nicht?

Huawei Mate S

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Huawei Mate S
(Bild: Übergizmo.de)

Die heutigen Smartphones bieten immer mehr Funktionen und müssen gleichzeitig das Bedürfnis der Nutzer nach Schnelligkeit und intuitiver Bedienung erfüllen. Dabei sollten sie auch noch gut aussehen: immer dünner, immer hochwertiger. Denn Smartphones werden zunehmend zum modischen Accessoire. Metallgehäuse sind heute hoch im Kurs – sie vermitteln eine gewisse Wertigkeit und Langlebigkeit.

Doch von Seiten der Technologie stellt Metall auch Herausforderungen an den Hersteller: Nehmen wir das sogenannte Death-Grip-Problem, welches den Empfang des Telefons massiv stören oder sogar komplett lahmlegen kann. Die Platzierung der Antenne nimmt daher bei der Entwicklung neuer Smartphones einen hohen Stellenwert ein.

(Bild: Huawei)

Ein weiteres Beispiel ist Wärmeentwicklung: Eine Metallhülle fühlt sich naturgemäß für den Menschen wärmer an als eine Plastikhülle. Daher ist es umso wichtiger, die Wärmeentwicklung direkt an der Quelle zu verringern. Dies gelingt etwa durch hochwertige und leistungsstarke Prozessoren. Gleichzeitig muss aber auch die Wärmeableitung verbessert werden.

Im Hinblick auf das Design ist entscheidend, dass Farbe, Form und Material richtig zusammenpassen. Trotzdem darf die Bedienbarkeit nicht zurück stehen – dies erfordert nicht selten einige Kompromisse. Nur als Beispiel: Ein ultradünnes Smartphone mag zwar in Hinblick auf Design gefällig wirken, kann aber unangenehm in der Hand liegen. Es gilt also auf Herstellerseite, das ideale Gleichgewicht zu finden.

(Bild: Huawei)

Intuitive Bedienbarkeit ist Pflicht

Die Zahl der Funktionen, aber auch die der Apps, steigt kontinuierlich. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Smartphones möglichst einfach und intuitiv vom Nutzer zu bedienen sind. Die Displaygröße ist gerade bei Smartphones begrenzt. Dies ist auch der Grund, weshalb wir mit der Touch-Steuerung eine zusätzliche Ebene eingeführt haben.

Unterwegs ist es eben immer noch am einfachsten, die Eingabe mit den Fingern vorzunehmen – die wir versuchen, so einfach und effektiv wie möglich zu gestalten. Der Fokus liegt neben den bewährten Wischbewegungen auf der Bedienung mit dem Fingerknöchel und der Einhand-Bedienung mit der Fingerkuppe über den Fingerprintsensor auf der Rückseite des Telefons.

Lies auch: IFA – DAS HUAWEI MATE S MIT FORCE TOUCH IM DRUCKINTENSIVEN HANDS ON

Bei der Knuckle Sense-Technologie, die wir mit dem HUAWEI P8 (hier gehts zum Test) eingeführt haben, erkennt das Smartphone, ob man es mit dem Fingerknöchel oder der Fingerkuppe bedient wird. Klopft man doppelt mit dem Knöchel auf das Display, erstellt man zum Beispiel einen Screenshot.

Diese Funktionen haben wir beim HUAWEI Mate S noch einmal erweitert. So kann man mit dem Knöchel Buchstaben auf das Display „malen“, die wie ein Shortcut funktionieren. So kann eine Auswahl an Buchstaben beliebigen Anwendungen zugeordnet werden. Zum Beispiel kann der Buchstabe „c“ der Kamera, der Buchstabe „w“ der Wetter-App zugeordnet werden. Zeichnet der Nutzer den entsprechenden Buchstaben auf das Display, wird die verknüpfte Anwendung geöffnet – und zwar in jeder Situation.

(Bild: Huawei)

Ebenfalls kann das HUAWEI Mate S unterscheiden, ob ein oder zwei Knöchel benutzt werden. Wenn der Nutzer mit zwei Knöcheln auf das Display tippt, kann er Videos vom Screen aufnehmen. Ideal, um zum Beispiel schnell und einfach Freunden zu erklären, wie man das nächste Level von Angry Birds meistert.

Hierbei gibt es einige Anforderungen an Hard- und Software. Die Hardware muss beispielsweise „feinfühlig“ genug sein, um den Unterschied zwischen Finger und Knöchel zu erkennen. Dies ist mit den heutigen kapazitiven Displays schon sehr gut realisierbar. Dennoch spielt auch die Software eine entscheidende Rolle. Nur wenn sie ideal eingestellt ist, können auch Grauzonen abgedeckt werden und dem Nutzer ein gutes Erlebnis bieten. Dies erfordert einen nicht geringen Entwicklungsaufwand.

Huawei Mate S-10

Ähnliches gilt auch für die Fingerprint 2.0 Technologie. Der Sensor ist so sensibel, dass er den Fingerabdruck des Nutzers zuverlässig und schnell erkennt. Beim HUAWEI Mate S geschieht dies in unter einer Sekunde. An sich ist das natürlich nichts Neues – deswegen haben wir bei HUAWEI nach Möglichkeiten gesucht, die Fingerprint-Technologie noch besser zu nutzen. So können mit dem HUAWEI Mate S unter anderem Selfies einfach mit dem Sensor auf der Rückseite ausgelöst werden.

Darüber hinaus kann der Nutzer die Benachrichtigungsleiste öffnen und mit nur zwei Tips auf den Sensor Benachrichtigungen löschen. Neu ist ebenfalls die Scroll-Funktion, die ein einfaches Blättern von Bildern in der Galerie ermöglicht. Ziel war es, das Smartphone auch in Hinblick auf Ergonomie leichter bedienbar zu machen. Gerade für Alltagssituation stellt die Einhand-Bedienung – beispielsweise das Annehmen eines Anrufs mit nur einem Tip in der U-Bahn – eine erhebliche Erleichterung für den Nutzer dar.

Force Touch und ein Blick in die Zukunft

Mit der Einführung des Muti-Touch-Displays war für lange Zeit das Ende der Fahnenstange im Touch-Bereich erreicht. Nun kommt mit der Entwicklung von innovativen Konzepten wie Knuckle-Sense oder Force Touch auch wieder Bewegung in dieses Segment. Wir erleben momentan die Entdeckung einer „dritten Dimension“ in der Touch-Steuerung.

Dies ist nur eine logische Konsequenz, wenn man die Fülle an Funktionen bedenkt, die Smartphones heute bieten. Dieser Trend wird sicherlich weiter anhalten, denn das Smartphone übernimmt zunehmend die Rolle einer Art „Personal Assistant“ und begleitet uns überall.

Um dennoch die Handhabung so einfach wie möglich zu gestalten und ein „Gestenlexikon“ zu vermeiden, dass man sich einprägen muss, bietet sowohl die Knuckle- und Fingerprint- als auch die Force Touch-Technologie eine Möglichkeit, natürliche Gesten zur Steuerung des Smartphones zu verwenden.

Auch die Sprachsteuerung wird sich erheblich weiterentwickeln und eine immer wichtigere Rolle einnehmen – dennoch gibt es hier Grenzen, zwar nicht zwingend technologisch, aber in der Natur des Menschen begründet: Die Sprachsteuerung zeichnet sich nicht besonders durch Diskretion aus und je nach kulturellem Background kann dies für Nutzer auch eine Hemmschwelle darstellen. Es wird also noch einige Innovationen im Hinblick auf die Bedienbarkeit von Smartphones geben, auf die wir uns freuen dürfen!

(Bild: Huawei)Dies ist ein Gastbeitrag von Arne Herkelmann, Head of Portfolio bei HUAWEI.

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