Bundesdatenschutzbeauftragte will Datenhunger von Fitness-Apps zügeln

(Bild: flickr.com)

Die Fitness-Apps und auch entsprechende Geräte sind sehr beliebt, aber sie haben auch eine Kehrseite. Die Smartphones, Tablets und Rechner, die mit ihnen verbunden werden, werten diese Daten oftmals nicht nur intern aus sondern geben sie auch weiter. Das missfällt der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff.

Die wachsende Beliebtheit von Fitness-Apps und Self-Trackern fordert die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff von Anbietern digitaler Angebote lückenlose Belege über die Verwendung der Daten. „In jedem Fall sollten Hersteller und Anbieter verpflichtet werden, transparent und lückenlos darzulegen, was konkret mit den Daten passiert“, sagte sie im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. „Daran fehlt es derzeit.“

Diese Informationen würden Nutzern die Entscheidung erleichtern, ob sie die App überhaupt nutzen wollen. Auch eine Zertifizierung medizinischer Apps sei ein möglicher Weg. Beim Blick auf den erwarteten medizinischen Nutzen der Angebote dürfe „nicht aus den Augen geraten, dass viele dieser Apps und Geräte sen­sible Gesundheitsdaten der Nutzer – teilweise höchst intransparent – erheben und auswerten“, warnte sie. Manche würden „sogar an Stellen übermittelt, bei denen unklar ist, was mit diesen Daten geschieht“, sagte sie dem Focus.

Voßhoff mahnte zugleich einen besseren Datenschutz für Privatpatienten an. „Die Mitglieder privater Kassen sind in dieser Hinsicht nicht weniger schutz­würdig als gesetzlich Versicherte“, sagte sie. „Der Gesetzgeber sollte erwägen, auch für die privaten Krankenversicherungen die Rahmenbedingungen fest­zulegen, unter denen sie Gesundheitsdaten ihrer Versicherten erheben und verwenden dürfen.“

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